"impf-report"-Ausgabe Nr. 101, IV/2013

Polio - die Jagd nach dem
unsichtbaren "Virus"


Abbildung der Titelseite

Erscheinungstermin: 24. April 2014 (verspätete Ausgabe)

 

Editorial

Herrenberg, den 2. April 2014

Liebe Leserinnen und Leser,

nehmen wir einmal an, jemand würde Ihnen körperfremdes Gewebe unter die Haut oder in den Muskel injizieren. Nehmen wir weiter an, dieses von einem anderen Menschen oder einem Tier stammende Material wurde mit Desinfektions- und Konservierungsmitteln und anderen „leckeren“ Chemikalien versetzt.

Wahrscheinlich würde es Sie nicht besonders wundern,  wenn dies bei Ihnen heftige Krankheitssymptome aller Art zur Folge hätte. Wir wissen heute, dass unser Organismus körperfremdes Eiweiß und auch gewisse Chemikalien nicht so ohne Weiteres verträgt – vor allem, wenn sie unter Umgehung des Atem- und Verdauungstraktes und der Schleimhäute eingebracht werden. Nehmen wir weiter an, dieser „Jemand“ würde Ihnen nach ein paar Wochen die gleiche Injektion noch einmal verabreichen und diesmal würden die Krankheitszeichen nur stark abgeschwächt oder gar nicht auftreten. 

Wie könnte man dieses Phänomen deuten? Prof. Louis Lewin, der als einer der bedeutendsten Toxikologen des 20. Jahrhunderts gilt, hielt die abgeschwächten Symptome bei derrart wiederholten Injektionen für Anzeichen, dass die durch die erste Gifteinwirkung bereits geschwächte Zelle nicht mehr so gut reagieren kann, wie eine gesunde und vitale Zelle. Die Folge könnte sein, dass Sie nach einer dritten derartigen Injektion – oder sogar schon davor – ohne jede weitere Vorwarnung einfach tot umkippen oder eines schönen Morgens nicht mehr aufwachen. Die Todesursache im Totenschein könnte dann beispielsweise lauten: „Unerklärlicher Plötzlicher Erwachsenentod“.

Prof. Lewin war ein streitbarer Mann. Er hielt die Hypothese der Bakterien- und Virenjäger seiner Zeit, dass die oft beobachteten abgeschwächten Symptome bei wiederholten Tierversuchen etwas mit unsichtbaren „Viren“ und ebenfalls unsichtbaren „Antikörpern“ zu tun hätten, für – ich zitiere – „Hirngespinste“. Doch auf solchen Tierversuchen, die in der Regel ohne Kontrollgruppen durchgeführt wurden, mit denen die „Virus-Antikörper-Hirngespinste“ hätten aufgedeckt werden können, basiert bis heute, also bis ins Jahr 2014, die Ansicht, dass Kinderlähmung durch Viren verursacht wird und dass eine überstandene Erkrankung immunisierende Antikörper erzeugt.

Auch wenn es der etablierten Medizin schwerfällt: Wir müssen heute alles, was wir über die Ursachen von Polio zu wissen glauben, komplett neu überdenken. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen interessante und hoffentlich auch erkenntnisreiche Lesemomente.

Herzlichst
Ihr

Hans U. P. Tolzin

P.S.: Diese Ausgabe erscheint aus verschiedenen Gründen leider stark verspätet. Wir bitten vielmals, dies zu entschuldigen!

 

Die wichtigsten Inhalte dieser Ausgabe:

Poliomyelitis (Kinderlähmung): Fehldiagnose vorprogrammiert
von Hans U. P. Tolzin
Seite 5 - 6
Die Feststellung, dass es keinen einzigen Polio-Impfstoff mit einem eindeutigen Wirksamkeitsnachweis gibt (siehe dazu Ausgabe Nr. 98), wirft mancherlei Fragen auf. Eine davon lautet: Ist überall dort, wo „Polio“ auf der Diagnose draufsteht, auch wirklich ein Virus als Krankheitsursache drin? Was bei der näheren Betrachtung des Diagnoseverhaltens unserer Ärzte auffällt, ist eine bemerkenswerte Fixierung auf das Virus. Das Ergebnis kann fatal sein.

Wie ansteckend ist Polio wirklich?
von Hans U. P. Tolzin
Seite 7 - 9
Die Verbreitung der Polio gab den Ärzten von Anfang an Rätsel auf: Mal waren Städte betroffen, in denen die Menschen dicht gedrängt lebten, mal waren es nur vereinzelte Fälle auf weit zerstreuten Farmen. Nicht die hungernden und unterentwickelten Dritte-Welt-Länder, sondern die wohlhabenden und mit den Segnungen der Hygiene ausgestatteten Bevölkerungen waren hauptsächlich betroffen, was im Widerspruch zu der Entwicklung bei den meisten anderen Infektionskrankheiten stand. Wie also wird Polio übertragen? Die Antwort der Experten auf diese Fragen mag überraschen.

Die Mindestanforderungen an einen Virusbeweis
von Hans U. P. Tolzin
Seite 10 - 11
Wenn in der Naturwissenschaft etwas als Tatsache akzeptiert wird, so muss dies vorher bewiesen worden sein. Um etwas zu beweisen, und damit die Beweisführung auch allgemein anerkannt wird, muss sich die wissenschaftliche Welt auf eine gültige Vorgehensweise einigen. In der Mikrobiologie wird dieser Beweis seit etwa 130 Jahren durch die Erfüllung der sogenannten Koch-Postulate erbracht.

Der „Virusbeweis“ von 1908
von Hans U. P. Tolzin
Seite 11 - 15
Wie wir heute wissen, können durch die Injektion von körperfremdem Gewebe und auch geringster Mengen Desinfektionsmitteln schwere Erkrankungen bis hin zum Tod ausgelöst werden. Doch 1908 werteten zwei junge Wiener Ärzte die Entstehung solcher Symptome bei ihren Versuchsaffen als Nachweis eines unsichtbaren „Virus“. Bis heute gilt dieses Experiment als Meilenstein der Polioforschung und als entscheidende Grundlage für die Entwicklung von Impfstoffen gegen Polio.

Der Einfluss des Geldes auf die Polio-Forschung
von Hans U. P. Tolzin
Seite 16 - 18
Der Tierversuch in Wien fand sofort zahlreiche Nachahmer. Der Schnellste unter ihnen war Prof. Simon Flexner, Direktor des Rockefeller-Instituts in New York. Da dieses Institut finanziell wesentlich besser ausgestattet war als z. B. Landsteiner und Popper, ermöglichte es Experimente mit weitaus mehr Versuchsaffen. Fortan gab das Rockefeller-Institut – und damit das Interesse der Pharma-Industrie – in der Polioforschung den Ton an.

Serum-Therapie und Gamma-Globuline
von Hans U. P. Tolzin
Seite 18 - 19
Basierend auf der Annahme, dass Polio durch ein übertragbares unsichtbares Virus  verursacht wird, versuchten viele Forscher aus dem Blut von Menschen, welche die Poliomyelitis überstanden hatten, die unsichtbaren „Antikörper“ zu gewinnen und in Gesunde und Kranke zu injizieren. Doch dies erwies sich als Sackgasse: Es funktionierte einfach nicht.

Das große Wettrennen de 1930er Jahre: Am Ziel wartete das Impf-Desaster
von Hans U. P. Tolzin
Seite 20 - 22
Nachdem sich die Forscher weltweit durch diverse Affenversuche sicher waren, dass Polio­myelitis als spezifische Krankheit durch ein „unsichtbares Virus“ verursacht wurde, begann das weltweite Wettrennen nach einem Impfstoff. Wem immer es gelänge, diesen zu entwickeln, war ewiger Ruhm und die Dankbarkeit der gesamten Menschheit gewiss. Zwei Forschergruppen bogen Anfang der 1930er Jahre in die „Zielgerade“ ein. Doch statt Ruhm erwartete sie im Jahr 1935 ein Desaster, das fast 20 Jahre lang weitere Impfexperimente verhindern sollte

Die „Entdeckung“ unterschiedlicher Polio-Virustypen
F. M. Burnet und Jean Macnamara, Übersetzung: Hans U. P. Tolzin
Seite 23 - 28
Trotz ca. 20-jähriger Bemühungen der verschiedensten Forscher und mancherlei Erfolgen bei der Erzeugung von „Immunität“ in Versuchsaffen blieben die Ergebnisse zu widersprüchlich und unvorhersehbar, um darauf die Entwicklung eines Impfstoffs aufbauen zu können. Schließlich boten zwei junge Forscher aus Australien einen möglichen Ausweg aus dem Dilemma: Sie kamen aufgrund ihrer Affenversuche zu dem Schluss, dass es mindestens zwei unterschiedliche Virentypen bei Polio geben müsse, die nach einer Erkrankung nur eine schwache oder gar keine Immunität gegenüber den jeweils anderen Virustypen hinterlassen. Nachfolgend lesen Sie dazu die vollständig übersetzte Originalpublikation aus dem Jahr 1930.

Die Idee von den drei Virustypen wird amtlich
von Hans U. P. Tolzin
Seite 28
1948 koordiniert die NFIP eine groß angelegte Studie, um die Anzahl der unterschiedlichen Virustypen bei Polio herauszufinden. Dabei werden sämtliche Fehler und Schwächen des australischen Tierversuchs wiederholt. Das Ergebnis ist deshalb ebenso fragwürdig.

Die einseitige Politik der NFIP
von Hans U. P. Tolzin
Seite 29 - 30
Der Kampf gegen Polio wurde in den USA in erster Linie von der NFIP vorangetrieben, der „National Foundation for Infantile Paralysis“ („Nationale Stiftung für Kinderlähmung“). Sie war die größte Spendenorganisation in diesem Bereich in den USA und wahrscheinlich auch weltweit, hatte ausgezeichnete Verbindungen zum US-Präsidenten, zu Elite-Universitäten, zum Rockefeller-Institut und zur Presse. Der „Marsch der Groschen“, so der Name der nationalen Spendenaktion spielte Millionen Dollar ein. Doch diese Gelder flossen ausschließlich in die Bekämpfung und Erforschung eines immer noch unsichtbaren „Virus“.

Die ungewöhnlichste Polio-Kampagne des 20. Jahrhunderts
von Hans U. P. Tolzin
Seite 30 - 38
Während die NFIP und die amerikanischen Virologen damit beschäftigt waren, das vermeintliche Poliovirus zu in Untertypen einzuteilen, führte ein einfacher Amtsarzt im Bundesstaat Nord-Carolina 1948 eine bemerkenswerte Ernährungskampagne zur Eindämmung der jährlichen Polio-Epidemie durch. Der Erfolg war durchschlagend.

„Die Masern sind homöopathisch einfach zu behandeln“
von Dr. med. Manfred Freiherr von Ungern-Sternberg
Seite 38 - 41
Am 1. Juli 2002 schickte der erfahrene Homöopath und damalige Präsident der Ärztlichen Akademie für Homöopathie und Naturheilverfahren in Witten, Dr. med. Manfred Freiherr von Ungern-Sternberg, ein Masern-Memorandum an die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Nachfolgend lesen Sie einen Auszug aus dem neuesten Buch von Dr. Ungern-Sternberg, „Vom Sinn der Kinderkrankheiten“, den wir mit freundlicher Genehmigung des Narayana-Verlags abdrucken. Der Autor schildert darin seine Erfahrungen im Umgang mit den Masern.

Fragebogen-Aktion: Verhaltens- und Lernauffälligkeiten bei geimpften und ungeimpften Kindern
von Friedrich Klammrodt
Seite 42 - 47
Immer mehr Eltern, Heilberufler und Erzieher beobachten, dass Verhaltens- und Lernstörungen in erster Linie bei nach STIKO-Empfehlung durchgeimpften Kindern auftreten. Um herauszufinden, ob diese Beobachtungen möglicherweise auf subjektiven Fehleinschätzungen beruhen oder die Realität widerspiegeln, wurde im April 2012 von einem pensionierten Lehrer eine Fragebogenaktion unter Familien mit geimpften und ungeimpften Kindern gestartet. Nachfolgend eine erste Zwischenauswertung.

Können auch Geimpfte ansteckend sein?
von Angelika Müller und Hans U. P. Tolzin
Seite 48 - 49
Die reduzierte Darstellung von komplexen Zusammenhängen kennen wir vor allem aus der Werbung, wenn es darum geht, ein bestimmtes Produkt an den Mann/die Frau zu bringen. So ist auch die verallgemeinernde Aussage von Herstellern und Behörden, Ungeimpfte seien ansteckend und Geimpfte nicht, nicht zutreffend. Ein paar grundsätzliche Anmerkungen

Leserfragen:
Seite 49 - 51

Hat jede Infektionskrankheit ihre eigenen schützenden Antikörper-Titer?

Sollte ich wegen der Ansteckungsgefahr Abstand von kranken Menschen halten?

Was tun bei Sorgerechts-Streitigkeiten?

Ist die Vitamin-K-Prophylaxe bei Neugeborenen wirklich notwendig?

Anerkannt: Guillain-Barré-Syndrom (GBS) als Impfschaden nach Hepatitis B-Impfung
Seite 52 - 55 

Diverse Meldungen
Seite 52 - 55

Ein Glückskäfer unter den privaten Krankenversicherungen
Seite 56

Österreich
Seite 57 - 58

Kindergarten- und Schulbesuchsverbot für Ungeimpfte!

BT-Zwangsimpfung: Bäuerin aus Kärnten siegt vor Gericht

Schweiz
Seite 59
Nachrichten, ausgewählt von Daniel Trappitsch, Vorsitzender von Netzwerk Impfentscheid

Wichtige Termine
Seite 60
Deutschsprachiges Impfkritikertreffen bei Stuttgart vom 13.-15. Juni 2014
10. Stuttgarter Impfkritikertreffen vom 26. - 28. September 2014

Impfkritische Gesprächskreise und Stammtische
Seite 61

Veranstaltungshinweise, Adressen & Links
Seite 62


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