"impf-report"-Ausgabe Nr. 50/51, Jan./Feb. 2009

Die Placebo-Lüge

Wie Hersteller und Behörden
die Öffentlichkeit in die Irre führen

 

impf-report Ausgabe Januar/Februar 2009

 

Editorial

Echterdingen, den 31. März 2009
 
Liebe Leserinnen und Leser,

will man die Wirksamkeit und Sicherheit eines Impfstoffs zweifelsfrei beweisen, muss man eine placebokontrollierte Doppelblindstudie durchführen.

Was den meisten Eltern problemlos einleuchtet, ist offenbar für die Hersteller nach über 200 Jahren Massenimpfungen eine völlig neue Erkenntnis, denn erst seit ca. 2000 werden solche Studien als Grundlage einer Zulassung durchgeführt. Vorher hat man einfach bei 500 bis 1000 Testpersonen vor und nach der Impfung den Antikörpertiter erhoben, also einen Messwert mit einer völlig ungeklärten Aussagekraft.
 
Was ist eigentlich ein Placebo? „Dumme Frage!“, werden Sie jetzt vielleicht denken, „ein Placebo ist ein Scheinmedikament, das zwar wie ein echtes Medikament aussieht, aber keinerlei Wirkstoffe beinhaltet.“
 
Tatsächlich hielt auch ich das für eine eigentlich echt dumme Frage, als ich Sanofi Pasteur MSD, den Hersteller von ZOSTAVAC, einem neuen Impfstoff gegen Gürtelrose, nach der Zusammensetzung des Placebos fragte. Aber dies wäre die erste von mir überprüfte Studie gewesen, die eine echte Wirksamkeit in Form der Nichterkrankung bewiesen hätte, weshalb ich der Sache weiter nachging.
 
Doch wie sich schließlich – trotz Geheimniskrämerei des Herstellers – herausstellte, enthielt das „Placebo“ einen sogenannten „Virusstabilisator“ unbekannter Zusammensetzung. Auch die „Placebos“ aus den Zulassungsstudien der HPV-Impfstoffe, den anderen „innovativen“ Impfstoffen des 21. Jahrhunderts, enthielten Zusätze, nämlich als starke Nervengifte bekannte Aluminiumverbindungen.
 
Damit werden diese Studien jedoch zu einer reinen Farce, ja zum Werkzeug einer bewussten Manipulation und Irreführung der Bevölkerung. Aber das ist noch nicht einmal das Schlimmste, denn dass Hersteller „ein wenig tricksen“, um ihre Produkte gut aussehen zu lassen, erwartet man ja. Völlig unglaublich ist dagegen, dass die deutsche Zulassungsbehörde für Impfstoffe, das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), hier nicht korrigierend und disziplinierend eingegriffen hat, sondern diesen Betrug auch noch bewusst deckt, indem es die Bedeutung des Wortes „Placebo“ auf seiner Webseite völlig neu definiert.
 
Ob wohl Prof. Johannes Löwer, der Präsident des PEI, nachts ruhig schlafen kann? Wir wissen es nicht. Aber dafür weiß ich eines: Wäre nicht Herr Löwer, sondern ich der Präsident des PEI, und von mir freigegebene Impfstoffe ohne echte Wirkungs- und Sicherheitsnachweise würden jedes Jahr millionenfach verimpft, könnte ich keine Nacht auch nur ein Auge zutun.
 

Ihr

Hans U. P. Tolzin


  

Die wichtigsten Inhalte dieser Ausgabe:

Die Placebo-Lüge. Manipulierte Studien und Beihilfe der Behörden
von Hans U. P. Tolzin
Seite 4 bis 13
Über viele Jahrzehnte hinweg weigerten sich Hersteller und Behörden, direkte Wirkungsnachweise in Form von placebokontrollierten Doppelblindstudien durchzuführen. Die merkwürdige Begründung: Es sei ethisch nicht vertretbar, jemanden im Rahmen einer Zulassungsstudie bewusst nicht zu impfen. Das hat sich seit einigen Jahren geändert: Die Zulassungen der neuen HPV-Impfstoffe und ZOSTAVAX, ein Impfstoff gegen Gürtelrose, basieren auf grossen vergleichenden Studien. Doch was ein Schritt in die richtige Richtung hätte sein können, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als groß angelegtes Täuschungsmanöver: Statt mit wirkungslosen Scheinmedikamenten wurden die Impfstoffe mit „Placebos“ verglichen, die hochgiftige Nervengifte enthielten. Das Ergebnis: Falsch reagierende Labortests und immer noch kein direkter Wirkungsnachweis.

Verzeichnis der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe mit Aluminium-Adjuvans
Seite 14 bis 15

Wenn SIE Vorsitzender der STIKO wären...
Seite16

Sitzungs-Protokoll der 52. Sitzung der Ständigen Impfkommission (STIKO)
2. März 2005
Seite 17 bis 30

Glossar zum STIKO-Protokoll
Seite 31

Die STIKO im Spiegel der Presse
Seite 32 bis 36

HPV: Nobelpreis auf Bestellung? Korruptionsvorwürfe gegen Nobelstiftung
Seite 37 bis 38

Trotz Nobelpreis: "Manifest der 13" kritisiert HPV-Impfstoff. Wissenschaftler fordern Neubewertung
Seite 38 bis 39

Vorträge und Seminare mit Hans U. P. Tolzin
Seite 39

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