"impf-report"-Ausgabe Nr. 46/47, Sept./Okt. 2008

Rettungsaktion für HPV-Impfstoff:

Der unverdiente Nobelpreis


impf-report Ausgabe September/Oktober 2008

 

Editorial

Echterdingen, den 27. Oktober 2008
 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
es war einmal ein ganz besonders eitler Kaiser, der keinen Aufwand und keine Kosten scheute, wenn es um Kleider ging. Eines Tages nähten ihm zwei außergewöhnlich begabte Schneider Kleider aus einem wundersamen Garn, das so fein und leicht war, dass es schier nicht zu sehen war und sich trug wie reine Luft. Nur besonders kluge Leute, so ließen die Schneider verlauten, könnten Kleider, die aus diesem Garn genäht wurden, sehen.
 
Als das neue Prachtgewand fertig war, präsentierte sich der Kaiser seiseinen Untertanen in seinem Prachtwagen. Da es nur sehr kluge Leute in dieser Stadt gab, konnte natürlich auch jeder das Gewand sehen und allenthalben wurde es bestaunt und bewundert.
 
Doch unter den Untertanen gab es natürlich auch das Kind, das aus diesem Märchen nicht wegzudenken ist. Es sah den Kaiser in seiner Unterwäsche stehen und rief: „Aber der Kaiser hat ja gar keine Kleider an!“
Die „Schneider“ von heute haben von den Fehlern ihrer märchenhaften Vorfahren gelernt: Als sie die Gefahr sahen, die das unvermeidliche Kind immer bedeutet, ließen sie eiligst herbeigeschaffte Applaudierer so laut rufen und jubeln, dass der Ruf des Kindes ungehört verhallte.
 
Auch wenn wir uns heute für aufgeklärt und gebildet halten und lächelnd auf den Aberglauben früherer Zeiten zurückschauen, so haben wir auch heute unsere „Schneider“. Gebärmutterhalskrebs, so erzählen sie uns, werde von bösen Viren verursacht und um diese Viren von uns fernzuhalten, müßten wir uns gegen dieses kunstvoll gesponnene „Humane Papillomavirus“ impfen lassen.
 
Hält man sich an die reinen Fakten, steht man wie im Märchen vor einem nackten Kaiser. Viel hätte auch nicht mehr gefehlt, und der teuerste und gefeiertste Impfstoff aller Zeiten wäre sang- und klanglos wieder in der Versenkung verschwunden.
 
Doch durch die überraschende Verleihung des Nobelpreises an Harald zur Hausen ist von einem Tag auf den anderen jede Kritik an diesem wissenschaftlichem Prachtgewand obsolet geworden. Welche Zeitung wird sich jetzt noch trauen, kritische Informationen zur Impfung zu verbreiten? Das wäre ja wie ein Dolchstoß ins eigene Fleisch, denn schließlich ist es ja „unser“ Harald zur Hausen, den wir dann nackt dastehen ließen.
Bitte lassen Sie sich, liebe Leser, von den Hurra-Rufen um sich herum nicht täuschen. Lassen Sie uns statt dessen genau prüfen, aus welchem Garn die Hypothesen um Viren und Impfstoffe gegen Gebärmutterhalskrebs gewoben sind.

Ihr 

Hans U. P. Tolzin



  

Die wichtigsten Inhalte dieser Ausgabe:

Nobelpreis: Notbremse für entgleisenden HPV-Impfstoff?
von Hans U. P. Tolzin
Seite 4 bis 6
Gerade noch stand der umstrittene HPV-Impfstoff wegen den sich häufenden Meldungen von schweren Impfkomplikationen und Todesfällen unter öffentlicher Dauerkritik. Dass der mit Marketing-Volldampf fahrende HPV-Zug vielleicht doch noch entgleisen könnte, der Impfstoff also früher oder später wieder vom Markt genommen werden müsste, schien nicht mehr ganz ausgeschlossen. Doch dann kam die Nobelpreis-Verleihung an den Erfinder der „HPV-macht-Krebs-Hypothese“, den Deutschen Harald zur Hausen. Obwohl es bei der Preisverleihung nicht direkt um den Impfstoff ging, wurde dieser gewissermaßen nachträglich legitimiert. Beobachter sehen die Gefahr, dass in Zukunft jegliche Kritik bereits am Nobelpreis abprallen wird, der eine durchaus fragwürdige Hypothese gewissermaßen zum medizinischen Dogma erklärt hat.

Der Nobelpreis ist ein Skandal
von Torsten Engelbrecht
Seite 7 bis 11
Der deutsche Krebsforscher Harald zur Hausen erhält den Nobelpreis für Medizin, teilte das Karolinska-Institut am 6. Oktober in Stockholm mit. Zur Hausen wird für die angebliche Entdeckung der humanen Papillomaviren (HPV) geehrt, die Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Die andere Hälfte des Preisgeldes für den diesjährigen Medizinnobelpreis teilen sich die französischen Mediziner Francoise Barré-Sinoussi und Luc Montagnier. Die Franzosen hätten, wie es hieß, das Immunschwächevirus Anfang der 1980er Jahre in Proben von schwer kranken Patienten isoliert. Doch beide Nobelpreise sind eine regelrechte Farce, denn sie beruhen auf völlig haltlosen Hypothesen.

Gar nicht nobel: Preis für virtuelle Virusforschung
von Michael Leitner
Seite 11 bis 14
Lange Zeit hatte sich das Nobel-Komitee immun gezeigt, doch zuletzt versagte sein Immunsystem, eigentlich zuständig dafür, keine Preise an ominöse Viren zu vergeben. Doch der Antikörper-Titer des Komitees gegen einen Nobelpreis für die Entdeckung von HIV war am Ende so niedrig, dass gleich ein anderes fragwürdiges Virus mit der begehrtesten Wissenschaftstrophäe geehrt wird: Das fragwürdige HPV, behauptete Ursache von Gebärmutterhalskrebs.

Selbstauskünfte der STIKO-Mitglieder
Seite 15 bis 17
Im Februar 2008 veröffentlichten die Mitglieder der „Ständigen Impfkommission“ (STIKO) ihre Selbstauskünfte erstmals im Internet (www.rki.de) – unter anderem auch dank der Bemühungen der Zeitschrift „impf-report“.

Wenn SIE Vorsitzender der STIKO wären...
von Hans U. P. Tolzin

Die STIKO-Sitzungsprotokolle des Jahres 2004
Seite 21 bis 37
Vom RKI herausgegeben auf der Grundlage des Informationsfreihitsgesetzes (IFG)

Begründung der geschwärzten Textstellen in den STIKO-Protokollen
Seite 38

Vorträge und Seminare mit Hans U. P. Tolzin
Seite 39

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