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impf-report Newsletter
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Unabhängiger Nachrichtendienst rund ums Impfen Ausgabe Nr. 26/2006
Von Eltern für Eltern 28. Dezember 2009
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Inhalt:
IN EIGENER SACHE
[01] Kostenbeteiligung für den "impf-report"-Newsletter
[02] Meine nächsten Vorträge
[03] Neue Literaturliste online
TAMIFLU & Co.
[04] Experiment: Oseltamivir verstärkt Virulenz von H1N1
[05] Alle medizinischen Sorgfaltsregeln außer Kraft gesetzt?
[06] Widersprüchlicher Umgang mit Tamiflu
[07] Je mehr Tamiflu, desto mehr Resistenzen
[08] Unkalkulierbare Risiken
[09] Basiert behauptete Wirksamkeit auf manipulierten Studien?
[10] Geschürte Angst bringt Umsatzsteigerungen
[11] Impressum
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[01] Kostenbeteiligung für den "impf-report"-Newsletter
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Der Bezug des Newsletters ist grundsätzlich kostenlos!
Ich freue mich jedoch, wenn Sie meine Arbeit durch eine jährliche
Kostenbeteiligung ab 24 Euro unterstützen. Damit ist gleichzeitig
ein Zugang zum Internet-Archiv der "impf-report"-Printausgabe ver-
bunden, die inhaltlich nicht mit dem "impf-report"-Newsletter iden-
tisch ist (ab 2010 sind es 30 Euro). Bei Interesse schreiben Sie
bitte mit dem Betreff "Kostenbeteiligung Newsletter" an: redakti-
on@impf-report.de
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[02] Meine nächsten Vorträge
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BEDIENUNGSANLEITUNG FÜR EINE MÜNDIGE IMPFENTSCHEIDUNG
10. Jan. 2010, So., 19:00- ca. 21:30
88250 Weingarten, Kulturzentrum Linse e. V., Liebfrauenstr. 58,
Info & Anmeldung: http://www.kulturzentrum-linse.de/
Weitere Termine: http://www.impfkritik.de/veranstaltungen
--> hier können Sie auch eigene Veranstaltungen eintragen!
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[03] Neue Literaturliste online
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Eine aktuelle Liste impfkritischer Literatur, DVD's und anderer Ma-
terialien finden Sie ab sofort unter:
http://www.impf-report.de/upload/pdf/literaturliste.pdf
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[04] Experiment: Oseltamivir verstärkt Virulenz von H1N1
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Oseltamivir ist der Wirkstoff, der in den Neuraminidasehemmern Ta-
miflu und Relenza enthalten ist. Jetzt stellten chinesische For-
scher in einem Experiment fest, dass sich bei verschiedenen H1N1-
Virensträngen offenbar unter Einsatz von Oseltamivir die Virulenz
bzw. Infektiösität verstärkt. - Biochem Biophys Res Commun. 2009
Dec 25;390(4):1305-8. Epub 2009 Oct 29
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19879239
Kommentar:
Sollte sich dieses Ergebnis bestätigen, bedeutet dies nichts ande-
res, als dass Tamiflu und Co. genau das Gegenteil von dem bewirken,
was von ihnen erwartet wird. Dies wirft - aus schulmedizinischer
Sicht - ein gänzlich neues Licht auf den Umstand, dass diese anti-
viralen Medikamente grippeähnliche Nebenwirkungen auslösen können.
Denn erhöhte Virulenz des Pandemievirus bedeutet natürlich auch er-
höhte Wahrscheinlichkeit für Grippesymptome.
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[05] Alle medizinischen Sorgfaltsregeln außer Kraft gesetzt?
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GB: Schweinegrippe-Diagnose und Tamiflu-Rezept vom Computer
"(...) Der Mann fragt weiter: Hat Ihre Tochter Fieber? Hat sie Hus-
ten? Hat sie Halsschmerzen? Hat sie Gliederschmerzen? Ist ihr
manchmal übel? Die Mutter bejaht, und der Computer spuckt die Diag-
nose aus: Schweinegrippe. Die Mutter bekommt einen Code, gegen den
ihr vom Surbiton-Krankenhaus in London 60 Milligramm Tamiflu ausge-
händigt werden sollen. Gespräch beendet, Großbritannien hat einen
Fall von Schweinegrippe mehr. Kein Arzt hat eine Diagnose gestellt,
kein Arzt hat Tamiflu verordnet. Bei der „Helpline" könnte sich al-
so jeder mit Tamiflu bevorraten. (...)" - FAZ online vom 7. Sept.
2009
http://www.faz.net/s/Rub8E1390D3396F422B869A49268EE3F15C/Doc~EA474696C1F3A41C6BA9C9FF18ABA37F0~ATpl~Ecommon~Scontent.html
"Stuttgart/Oslo (ots) - Patienten in Norwegen erhalten ab heute
auch ohne ärztliches Rezept die Grippemittel Tamiflu und Relenza in
den Apotheken der Kette Vitusapotek, die von der Celesio-Tochter
Norsk Medisinaldepot (NMD) betrieben wird. Diese koordinierte Maß-
nahme von Politik und Apotheken im Gesundheitswesen soll helfen,
die schnelle Ausbreitung des Virus einzudämmen. Norwegens Gesund-
heitsministerin Anne-Grete Strøm-Erichsen lobte die professionelle
Vorgehensweise und die Einsatzbereitschaft von NMD im Kampf gegen
den H1N1-Virus. (...)" - presseportal.de vom 5. Nov. 2009
http://www.presseportal.de/meldung/1506848
Peramivir vorzeitig zugelassen
"Berlin - Der Neuraminidasehemmer Peramivir wurde in den USA vor-
zeitig zum Notfall-Gebrauch für Patienten mit Schweinegrippe zuge-
lassen. Zwar befindet sich Peramivir noch in der dritten Phase der
klinischen Entwicklung. Allerdings hatte die Gesundheitsbehörde CDC
die Zulassungsbehörde FDA aufgefordert, das Arzneimittel für die
Zeit der Pandemie freizugeben.
Die Indikation des intravenös zu applizierenden Peramivir be-
schränkt sich auf Kinder und Erwachsene mit nachgewiesener oder
vermuteter Schweinegrippe, die im Krankenhaus behandelt werden. Das
Arzneimittel soll eingesetzt werden, wenn entweder das oral einzu-
nehmende Tamiflu (Oseltamivir) oder das Inhalationsmedikament Re-
lenza (Zanamivir) nicht wirken beziehungsweise wenn die intravenöse
Applikation einer anderen Darreichungsform vorgezogen wird.
Der US-Hersteller BioCryst hat angekündigt, den USA unabhängig von
den laufenden Versorgungsverhandlungen Peramivir in der Dosierung
600 Milligramm für 1200 Erkrankte zur Verfügung zu stellen. Diese
Menge des einmal täglich zu applizierenden Medikaments reicht für
fünf Tage." - APOTHEKE ADHOC, Montag, 26. Oktober 2009
http://www.apotheke-adhoc.de/Nachrichten/Wissenschaft+und+Forschung/8358.html
Siehe dazu auch:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,657625,00.html
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[06] Widersprüchlicher Umgang mit Tamiflu
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Spital-Angestellte in St. Gallen bekommen Tamiflu, die in Chur je-
doch nicht
"St.Gallen - Alle rund 4800 Mitarbeitenden der kantonalen Spitäler
in St. Gallen erhalten im Laufe dieser Woche eine Startdosis Ta-
miflu gegen die Schweinegrippe. Mit der Abgabe des Medikaments wur-
de anfangs Woche begonnen. (...)" - Nachrichten.ch vom 10. August
2009
http://www.nachrichten.ch/detail/400015.htm
"CHUR - Den 1700 Angestellten des Kantonsspitals Graubünden wird
wegen der Schweinegrippe kein Tamiflu ausgehändigt. Die Abgabe des
Medikaments auf Vorrat wird als wenig sinnvoll erachtet. (...)" -
Volksblatt.li vom 10. August 2009
http://www.volksblatt.li/?newsid=31404&src=vb®ion=re
Vorsorgliche Tamiflu-Vergabe bei US-Fußballern
"Beim US-amerikanischen Teamspieler Landon Donovan ist "Neue Grip-
pe" (Schweinegrippe) diagnostiziert worden. Der Stürmer wurde des-
halb unter Quarantäne gestellt, seine Teamkollegen wurden vorsorg-
lich mit Tamiflu behandelt, wie der US-Fußballverband am Freitag
bekanntgab. (...)" ORF online vom 15. August 2009
http://sport.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fsport.orf.at%2Fticker%2F337932.html
Kein Tamiflu für Gesunde
"London - Wenn sonst gesunde Menschen sich mit dem Schweinegrippe-
virus infizieren, brauchen sie nach Ansicht der Weltgesundheitsor-
ganisation (WH0) keine Grippemittel wie Tamiflu. In einer Empfeh-
lung an die Gesundheitsbehörden erklärte die WHO am Freitag, Ärzte
bräuchten bei leichteren oder mittleren Fällen von Schweinegrippe
bei sonst gesunden Menschen kein Tamiflu zu verschreiben. Die Grip-
pemittel sollten die Menschen bekommen, die zu den Risikogruppen
gehörten. Das sind laut WHO unter anderem Kinder unter fünf Jahren,
Schwangere, Menschen über 65 Jahren und diejenigen mit Problemen
wie Herzbeschwerden, HIV oder Diabetes. Die Empfehlung der WHO
steht in Widerspruch zu den Anweisungen der Gesundheitsbehören in
einigen Ländern wie zum Beispiel Großbritannien, die Tamiflu an al-
le ausgeben, die möglicherweise Schweinegrippe haben." - AP/net-
tribune.de vom 21. August 2009
http://www.net-tribune.de/nt/node/9419/news/Gesunde-Menschen-mit-Schweinegrippevirus-brauchen-kein-Tamiflu
Neue Grippe entzweit die Ärzte
"(...) „Warum soll ich einen Patienten mit Tamiflu behandeln, der
nach ein paar Tagen mit Schupfen und Kopfschmerzen wieder gesund
ist", fragt ein Arzt, der nicht genannt werden möchte. Tatsächlich
gebe es auch hier vermutlich schon hunderte oder tausende Fälle,
die aber allesamt harmlos verlaufen sind. (...)" - Westdeutsche
Allgemeine Zeitung online vom 13. Okt. 2009
http://www.derwesten.de/staedte/altena/Neue-Grippe-entzweit-die-Aerzte-id12759.html
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[07] Je mehr Tamiflu, desto mehr Resistenzen...
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Tamiflu-resistente Schweinegrippe-Viren in USA entdeckt
"Aus dem Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko sind Fälle von
Schweinegrippe gemeldet worden, bei denen eine Behandlung mit dem
Medikament Tamiflu unwirksam war. Dies teilte die Chefin der Pan-
amerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO), Maria Teresa Cer-
queira, bei einer Konferenz im kalifornischen La Jolla mit. Exper-
ten raten von einer Selbstmedikation mit Tamiflu ab. (...)
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt es seit
Ende Juni aus mehreren Staaten Meldungen über Resistenzen gegen Ta-
miflu.(...)" - AFP vom 3. August 2009
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5g2aMxGNRHHd_RrXYJgqCRl2IAObQ
Laut CDC 98 % der H1N1-Viren resistent gegen TAMIFLU
"(...) Laut der Daten des amerikanischen CDC weisen bereits 98 Pro-
zent der Viren des H1N1-Stammes (Typ A) Resistenzen gegen das Medi-
kament Tamiflu auf. Trotzdem wird es hierzulande empfohlen. Noch.
Vergangene Woche wurden in Wien die ersten Fälle publik, in denen
sich Kassenchefärzte weigerten, Tamiflu auf Rezept auszustellen,
dem Druck der verschreibenden Ärzte aber schließlich nachgaben." -
DIE PRESSE online 2. Sept. 2009
http://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/505739/index.do
Infections With Oseltamivir-Resistant Influenza A(H1N1) Virus in
the United States
"(...) Preliminary data from the 2008-2009 influenza season identi-
fied resistance to oseltamivir among 264 of 268 influenza A(H1N1)
viruses (98.5%) tested. (...)" - JAMA Vol 301 No. 10, March 11,2009
http://jama.ama-assn.org/cgi/content/full/2009.294
Bedeutende Zunahme der Resistenzen gegenüber Vorjahr
"(...) Bereits im Dezember 2008 hatten die CDC (Centers for Disease
Control and Prevention) bekannt gegeben, dass die meisten zirkulie-
renden Grippeviren vom Stamm H1N1 resistent gegen Oseltamivir (Ta-
miflu) sind. Nila Dharan und ihr Team im CDC stellten Daten vor,
die zeigten, dass die Resistenz immerhin 98,5 Prozent betrage. Dies
ist eine bedeutende Zunahme gegenüber der Saison 2007/2008. Damals
lag der Anteil erst bei 19 Prozent. (...)" AEGIS impuls Nr.38
http://www.aegis.ch/
Bisher 13 Fälle von Tamiflu-Resistenz registriert
"(ap) Das Grippemittel Tamiflu von Roche wirkt bei der Behandlung
von Schweinegrippe, doch wurden bisher 13 isolierte Fälle von Ta-
miflu-Resistenz registriert. (...)" - NZZ online vom 7. Sept. 2009
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/bisher_13_faelle_von_tamiflu-resistenz_registriert_1.3511915.html
Resistentes Schweinegrippen-Virus in Israel
"Tel Aviv (dpa) - Erstmals ist in Israel ein Fall von Schweinegrip-
pe aufgetreten, bei dem die Viren eine Resistenz gegen das Medika-
ment Tamiflu zeigten. Dies bestätigte eine Sprecherin des israeli-
schen Gesundheitsministeriums am Donnerstag. (...)" - ZEIT online
vom 10. Sept. 2009
http://www.zeit.de/newsticker/2009/9/10/iptc-bdt-20090910-295-22352524xml
Australischer Patient resistent gegen Tamiflu
"Bei einem australischen Schweinegrippe-Patient wurde Resistenz ge-
gen das Medikament Tamiflu festgestellt. Der Zustand des Mannes sei
kritisch. (...)" - FOCUS online vom 11. Sept. 2009
http://www.focus.de/gesundheit/gesundheits-news/schweinegrippe-australischer-patient-resistent-gegen-tamiflu_aid_434820.html
Die Glaubenspille Tamiflu
"Vom Ladenhüter zum Kassenschlager: Selbst gegen eine gewöhnliche
Grippe nützt Tamiflu kaum, trotzdem ordern Regierungen die Pille
aus Basel millionenfach. Vergangenen Februar war Tamiflu klinisch
tot. Das Roche-Mittel hatte in der letzten Grippesaison versagt. In
den USA waren 98 Prozent der H1N1-Viren resistent gegen den Ta-
miflu-Wirkstoff Oseltamivir, in Norwegen 68 Prozent. «Das ist das
Todesurteil für jedes Medikament», konstatiert der Arzt und Apothe-
ker Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber des deutschen «Arznei-
Telegramms». Damit wäre die Tamiflu-Saga zu Ende gewesen. Wenn da
nicht plötzlich ein neuartiges H1N1-Grippevirus in Mexiko aufge-
taucht wäre. (...)" - beobachter.ch vom 16. Sept. 2009
http://www.beobachter.ch/dossiers/schweinegrippe/artikel/grippe_die-glaubenspille-tamiflu/
WHO: Resistenzen gegen Schweinegrippe-Medis
"Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eingeräumt, dass es Re-
sistenzen gegen die Behandlungsmittel der Schweinegrippe (H1N1) -
wie zum Beispiel Tamiflu - gibt. Sie können unter anderem auftre-
ten, wenn antivirale Medikamente häufig verwendet werden. (...)" -
Bieler Tagblatt online vom 25. Sept. 2009
http://www.bielertagblatt.ch/News/Ausland/154657
Der entzauberte Grippe-Killer
"Die Schweinegrippe hat Tamiflu zum begehrten Medikament gemacht.
Doch der freizügige Umgang mit dem Wirkstoff zeigt Konsequenzen.
Die Viren sind mutiert, manche Patienten reagieren nicht mehr auf
den Grippe-Killer. Die Folgen könnten verheerend sein. (...)" -
Kölner Stadt-Anzeiger online vom 20. Okt. 2009
http://www.ksta.de/html/artikel/1246884014517.shtml
H1N1 resistent bei Immunschwäche
"Berlin - Das Schweinegrippevirus H1N1 kann bei Menschen mit ei-
nem abgeschwächten Immunsystem leichter mutieren und Resistenzen
gegen den Neuraminidasehemmer Tamiflu (Oseltamivir) entwickeln als
bei Personen mit einem intakten Abwehrsystem. Rund ein Drittel der
gemeldeten 96 weltweiten Fälle von Oseltamivir-Resistenzen sind
laut Weltgesundheitsorganisation WHO bei Patienten aufgetreten, die
entweder mit Chemotherapeutika oder Immunsuppressiva therapiert
worden waren. (...)" - apotheke adhoc online vom 3. Dez. 2009
http://www.apotheke-adhoc.de/Nachrichten/Wissenschaft+und+Forschung/8859.html
Erste Tamiflu-Resistenz in Deutschland beobachtet
"Ärzte verabreichen das Grippemittel Tamiflu, um den H1N1-Erreger
zu bändigen. Nun traten erste Fälle in Deutschland auf, in denen
die gewünschte Körperreaktion ausblieb. (...)" FOCUS online vom 18.
Dez. 2009
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/schweinegrippe/schweinegrippe-erste-tamiflu-resistenz-beobachtet_aid_464325.html
Tamiflu-resistente Viren in der Schweiz
"Erstmals sind in der Schweiz Schweinegrippe-Viren entdeckt worden,
die gegen das Roche-Grippemedikament Tamiflu resistent sind. (...)"
- 20min.ch vom 22. Dez. 2009
http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Tamiflu-resistente-Viren-in-der-Schweiz-31234488
Kommentar: Was bedeutet eigentlich "Resistenz" bei Tamiflu?
Resistenz bedeutet nichts anderes, als dass nach Tamiflu-Einnahme
der Virentest immer noch positiv anspricht. Mit dem tatsächlichen
Gesundheitszustand hat dieser Test jedoch nichts zu tun, da ein
großer Teil der gesunden Bevölkerung ebenfalls testpositiv rea-
giert. Aus streng schulmedizinischer und pandemiegläubiger Sicht
jedoch ist die Beobachtung von solchen "Resistenzen" verheerend,
denn sie nimmt dem Neuraminidasehemmer - neben fehlender klinischer
Wirksamkeit und unklaren Sicherheitsdaten - vollens seine Existenz-
berechtigung.
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[08] Unkalkulierbare Risiken
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"Konzentrationsschwierigkeiten, Schlafproblemen und Verhaltensver-
änderungen
"Zwei aktuelle Studien (April und Mai 2009) der britischen Health
Protection Agency (HPA), haben herausgefunden, dass fast die Hälfte
der Kinder nach der Einnahme des Medikaments Tamiflu von Konzentra-
tionsschwierigkeiten, Schlafproblemen und Verhaltensveränderungen
betroffen ist", berichtet die freiheitliche Gesundheitssprecherin
NAbg Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "Die Gesundheitsbehörden in
Japan haben darauf bereits reagiert und empfohlen, Tamiflu nicht
mehr präventiv, sondern nur noch bei bestätigter Erkrankung an Kin-
der zu verabreichen." (...)" - pr-inside.com vom 4. August 2009
http://www.pr-inside.com/de/belakowitsch-jenewein-tamiflu-laut-studien-r1420975.htm
"Stinknormale" Nebenwirkungen
"(...) Nicht nur die Widerstandsfähigkeit ist ein Problem, inzwi-
schen wurden auch Nebenwirkungen bei Tamiflu entdeckt. Doch die
seien, so Georg Peters, [Direktor am Institut für Medizinische Mik-
robiologie der Universität Münster, d. Red.] „stinknormal", wie bei
jedem anderen Medikament auch. (...) " - WAZ online vom 4. August
2009
http://www.derwesten.de/wp/zeitgeschehen/Resistenzen-und-Nebenwirkungen-bei-Tamiflu-stinknormal-id32682.html
Studie: Nebenwirkungen überwiegen
"Paris (RPO). Einer neuen Studie zufolge sollten an einer jahres-
zeitlich bedingten Grippe erkrankte Kinder nicht mit dem Medikament
Tamiflu behandelt werden. Bei dem Arzneimittel würden die gefährli-
chen Nebenwirkungen überwiegen, während sich der Nutzen in engen
Grenzen halte. So heißt es in einem Bericht, den das "British Medi-
cal Journal" am Montag auf seiner Internetseite veröffentlichte.
(...)" - Rheinpost online vom 10. August 2009
http://www.rp-online.de/wissen/gesundheit/Kinder-nicht-mit-Tamiflu-behandeln_aid_743176.html
Nebenwirkungen laut Studie grösser als Nutzen für Krankheitsdauer
"Laut einer neuen Studie sollen Kinder, die an einer jahreszeitlich
bedingten Grippe erkrankt sind, nicht mit dem Medikament Tamiflu
behandelt werden. Das Medikament habe zu viele gefährliche Neben-
wirkungen, heißt es in einem Bericht des «British Medical Journal».
(...)
Ein Sprecher des Basler Pharmaunternehmens Roche sagte, die im Be-
richt beschriebenen Symptome könnten auch auf die Grippe selbst und
nicht auf das Roche-Medikament zurückzuführen sein. Gemäss der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) litten rund die Hälfte aller
Grippe-Patienten unter Übelkeit oder Verdauungsproblemen. (...)" -
NZZ online vom 10. August 2009
http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/grippe_tamiflu_kinder_1.3313654.html
TAMIFLU und RELENZA im Zwielicht
"Britische Forscher raten davon ab, grippekranke Kinder mit Tamiflu
oder Ralenza zu behandeln. In einem im British Medical Journal ver-
öffentlichten Artikel legten die Forscher der Universität Oxford
dar, dass die Medikamente kaum Komplikationen verhindern und ihrer
Ansicht nach auch an H1N1 erkrankten Kindern nicht helfen, dafür
aber erhebliche Nebenwirkungen zeigen, wie Übelkeit, Erbrechen und
Austrocknung. (...)" - euronews.net vom 11. August 2009
http://de.euronews.net/2009/08/11/tamiflu-und-ralenza-im-zwielicht/
--> Originalpublikation:
http://www.bmj.com/cgi/content/abstract/339/aug10_1/b3172
Fünf Prozent der Kinder müssen sich übergeben
"(...) Gegen eine Anwendung spreche zudem, dass sich etwa fünf Pro-
zent der Kinder bei der Einnahme von Tamiflu® übergeben müssten,
was zu einer Austrocknung und anderen Komplikationen führen könne.
Bei einem milden Verlauf der Schweinegrippe bräuchten erkrankte
Kinder wie bei jeder anderen Grippe Flüssigkeit und Ruhe. (...)" -
Ärzte Zeitung online vom 11. August 2009
http://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/innere_medizin/?sid=561758
Tamiflu interagiert mit Warfarin
"Berlin - Die britische Arzneimittelaufsichtsbehörde hat vor ei-
ner möglichen Interaktion zwischen dem Neuraminidasehemmer Oselta-
mivir (Tamiflu) und dem Antikoagulantium Warfarin (Coumadin) ge-
warnt. Im Zuge der Schweinegrippe-Pandemie seien vermehrt Fälle
aufgetreten, bei denen Warfarin-Patienten, die Tamiflu erhielten,
einen erhöhten INR-Wert aufwiesen. Je höher der Wert, desto stärker
ist die Blutverdünnung herabgesetzt. (...)" - apotheke-adhoc.de vom
21. August 2009
http://www.apotheke-adhoc.de/Nachrichten/Wissenschaft+und+Forschung/7415.html
"Geschockt, wie wenig die Behörden über Nebenwirkungen wissen"
"In Japan, wo Tamiflu schon seit Jahren verschrieben und auch mas-
senhaft eingenommen wird, vermuten Mediziner bei drei Prozent aller
Heranwachsenden eine Verhaltensveränderung nach Einnahme von Ta-
miflu. Das Spektrum reiche von Halluzinationen bis hin zu Unfällen,
die sich aufgrund der Persönlichkeitsveränderungen ereignet hätten.
Jefferson hat zudem auf dem Rechtsweg bislang geheime Daten der US-
Ernährungs- und Arzneimittelbehörde FDA besorgt, um nach möglichen
weiteren Hinweisen auf psychiatrische Effekte zu fahnden. "Ich war
erschrocken, wie wenig die Behörden eigentlich über die Nebenwir-
kungen von Tamiflu wissen", sagt Jefferson.
Insgesamt ist in "The Lancet" von 2275 Berichten über unerwünschte
Nebenwirkungen die Rede. Bei Jugendlichen seien meist auffälliges
Verhalten, Krämpfe, Delirium und Halluzinationen beobachtet worden.
Ältere Personen hätten hingegen unter Erbrechen und Übelkeit gelit-
ten. "Wir können nicht eindeutig sagen, ob Tamiflu diese psychiat-
rischen Effekte verursacht oder ob es mit der Grippe zusammen-
hängt", so Jefferson.
In jedem Falle sei es aber "äußerst merkwürdig", dass die Japaner
auf drei Prozent solcher Nebenwirkungen bei Jugendlichen stießen,
der Hersteller Roche in seinen Studien aber "keinen einzigen sol-
chen Fall berichtet", so Jefferson. "Was wir jetzt brauchen, sind
unabhängige Studien." Insbesondere, weil die Weltgesundheitsorgani-
sation (WHO) und die amerikanische FDA das Präparat für unbedenk-
lich zum massenhaften Gebrauch an Kindern und Jugendlichen erklärt
hätten. "Die Zeit drängt", so Jefferson. (...)" SPIEGEL online vom
16. Okt. 2009
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,655453,00.html
Dazu passend folgende Meldung:
Tamiflu für Säuglinge empfohlen
"Berlin - Die europäische Arzneimittelagentur EMEA hat sich dafür
ausgesprochen, dass der Neuraminidasehemmer Tamiflu (Oseltamivir)
im Pandemiefall künftig auch bei Kindern unter sechs Monaten ange-
wendet werden darf. Zudem sollen künftig Kinder, die mit infizier-
ten Personen Kontakt hatten, auch unter einem Lebensjahr Tamiflu
als Prophylaxe erhalten dürfen. Das zuständige Komitee der EMEA
stimmte der Zulassungserweiterung zu, teilte die Behörde mit.
(...)" - Apotheke adhoc online vom 28. Sept. 2009
http://www.apotheke-adhoc.de/Nachrichten/Wissenschaft+und+Forschung/7948.html
Ukraine: Experten warnen vor TAMIFLU
"Experten der Medizinischen Universität von Lwiw (Lemberg) warnen
vor schweren Nebenwirkungen von Tamiflu. Das erklärten sie bei dem
Treffen mit der Regierungschefin der Ukraine Julia Tymoschenko.
Nach Angaben der Forscher müsse man zu diesem Heilmittel nur im
Notfall greifen, weil es schwere gesundheitliche Folgen auslösen
könne. (...)" - Ukrainischer Hörfunk vom 5. Nov. 2009
http://www.nrcu.gov.ua/index.php?id=475&listid=103785
Beispiele für gemeldete Nebenwirkungen
Auf der Webseite druglib.com sind insgesamt 90 Nebenwirkungsmeldun-
gen zu finden, so dass Sie sich ein eigenes Bild davon machen kön-
nen, welche Folgen eine Behandlung mit Tamiflu haben kann:
http://www.druglib.com/adverse-reactions_side-effects/tamiflu/seriousness_death
Blockierung lebensnotwendiger Enzyme
"(...) Mit Tamiflu und Relenza, sehr spezifische Hemmstoffe lebens-
notwendiger Enzyme (biologische Katalysatoren), können dagegen kei-
ne Symptome (Anzeichen) der warmen, dem Schock folgenden Umbau-
oder Aufbauphasen unterdrückt werden. Im Gegenteil, sie werden ver-
schlimmert und führen, je nach Dosierung unweigerlich zum Tod.
Da es keine Influenza-Viren gibt, hemmen Tamiflu und Relenza nur
Enzyme im Körper und nicht in fiktiven Viren. Bei den behaupteten
Enzymen mit dem Namen Neuraminidase, die Bestandteil der Influenza-
Viren sein sollen, handelt es sich um lebensnotwendige Sialidase-
Enzyme, die die zentrale Aufgabe haben, die Körperspannung im Orga-
nismus (messbar in Milli-Volt) aufrechtzuerhalten.
Durch die Hemmung dieser Enzyme kommt es zu mehrfachem Organversa-
gen und/oder zu innerem Ersticken, da das Blut dick wird und keinen
Sauerstoff mehr transportieren kann, weil die Sialidasen im Blut
und in der Blutbildung durch Tamiflu gehemmt werden.
Relenza, ebenso wie Tamiflu für 30% der Bevölkerung eingelagert,
ist ebenso ein spezifischer Hemmstoff der Sialidasen. Relenza wird
im Gegensatz zu Tamiflu inhaliert, was sofort zu Krämpfen der Lunge
führt und bei weiterer Einnahme das Ersticken zur Folge hat. Die
Symptome dieser Medikamente sind, entsprechend der Beipackzettel,
nicht von den Wirkungen der behaupten Influenza-Viren zu unter-
scheiden. (...)" - Dr. rer nat. Stefan Lanka im klein-klein-
Newsletter vom 11. Dez. 2009
http://www.hiv-ist-tot.de/sbo/viewtopic.php?f=10&t=70
Kommentar:
Ich finde diesen Ansatz des kontroversen Medizinkritikers Stefan
Lanka sehr interessant. Was mir jedoch - wieder einmal - bei ihm
fehlt, sind nachvollziehbare Quellen, anhand derer sich der inte-
ressierte Leser ein eigenes Bild über die Bedeutung der Neuramini-
dase im Organismus - und der möglichen Folgen einer Hemmung dieses
Enzyms - machen kann.
Behörden setzten Tamiflu bei Jugendlichen aus
"Japanische Gesundheitsbehörden haben aus Furcht vor neurologischen
Nebenwirkungen das antivirale Mittel Tamiflu bei Jugendlichen un-
tersagt. Vorausgegangen war ein Report an das Gesundheitsministeri-
um in Tokio, in dem über abnormale Verhaltensmuster bei insgesamt
151 Schweinegrippe-Patienten, von denen 26 mit Tamiflu und 36 mit
Relenza behandelt worden waren, berichtet wurde. Inwieweit die bei
allen Erkrankten beobachteten Störungen, darunter aggressives Ver-
halten, mit der Einnahme der Mittel zusammenhängt sei unklar, heißt
es dazu beim Seucheninformationsnetzwerk ProMED. Allerdings sei die
in Japan gemachte Auffälligkeit besorgniserregend, weil sie bislang
noch nie beobachtet wurde, heißt es weiter. (...)" - LifeGen.de vom
5. Dez. 2009
http://www.lifegen.de/newsip/shownews.php4?getnews=m2009-12-04-1609&pc=s02
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[09] Basiert behauptete Wirksamkeit auf manipulierten Studien?
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Meta-Analyse: Tamiflu und Relenza bei Kindern kaum wirksam
"Oxford – Britische Public-Health Forscher melden Zweifel am Ein-
satz von Neuraminidase-Inhibitoren bei der neuen Influenza an. Aus
ihrer im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 339: b3172) publizierten
Meta-Analyse geht hervor, dass Oseltamivir (Tamiflu®) oder Zanami-
vir (Relenza®) auch bei der saisonalen Grippe nur eine bescheidene
Wirkung erzielen. Der Einsatz von Oseltamivir oder Zanamivir bei
der neuen Grippe ist derzeit nicht evidenzbasiert. (...)" - Deut-
sches Ärzteblatt online vom 11. August 2009
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=txt&id=31948
Forscher bezweifeln Wirksamkeit von Tamiflu
"Tamiflu gilt als Wunderwaffe gegen die Schweinegrippe. Jetzt aber
fällen Forscher ein vernichtendes Urteil: Sie sehen keinen klaren
Beweis dafür, dass das Medikament schwere Komplikationen verhindern
kann. Der Hersteller Roche, der mit Tamiflu Milliarden verdient,
zweifelt die Untersuchung an. (...) Jetzt aber erheben Experten der
internationalen Cochrane Collaboration schwere Zweifel an der Wirk-
samkeit des Medikaments: Es gebe keinen klaren wissenschaftlichen
Beweis dafür, dass Tamiflu Grippe-Komplikationen wie etwa eine Lun-
genentzündung verhindern könne, schreiben die Forscher um Tom Jef-
ferson von der Cochrane Collaboration im renommierten "British Me-
dical Journal".
Die Wissenschaftler haben 20 wissenschaftliche Studien über Tamiflu
systematisch ausgewertet - und beklagen den "Mangel an guten Daten"
über das Medikament. So ließen die Forscher acht wichtige nicht
oder nur teilweise veröffentlichte Studien nicht in ihre aktuelle
Auswertung einfließen, weil sie die Ergebnisse nicht unabhängig
überprüfen konnten. Bei einer früheren Cochrane-Studie über Ta-
miflu, die zu einer etwas positiveren Beurteilung gekommen war, wa-
ren die acht Studien noch berücksichtigt worden. "Damals haben wir
uns auf die Ergebnisse einfach verlassen", so Tom Jefferson, einer
der Autoren. "Diesmal haben wir jedoch versucht, die Ergebnisse
dieser Studien zu rekonstruieren. Weil uns das aufgrund fehlender
nachprüfbarer Daten nicht gelungen ist, konnten wir die Studien
nicht mehr in unsere Bewertung mit einfließen lassen." In den übri-
gen Studien konnten die Wissenschaftler keinen Beleg mehr dafür
finden, dass Tamiflu Komplikationen wie etwa eine Lungenentzündung
verhindern kann. (...)" - SPIEGEL online vom 9. Dez. 2009
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,666078,00.html
Original-Publikation:
http://www.bmj.com/cgi/content/full/339/dec07_2/b5106
Kommentar:
Was für eine verrückte Welt: Die Forschergruppe um Tom Jefferson
ist im Moment weltweit so ziemlich die einzige Instanz, die eine
Überprüfbarkeit von Wirksamkeits- und Sicherheitsstudien verlangt.
Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, oder? Wenn es schon keine
völlig von den Herstellern unabhängig aufgesetzte und durchgeführte
Studien gibt. Doch statt Wissenschaftlichkeit und Unabhängigkeit zu
fordern, praktizieren die Zulassungs- und Gesundheitsbehörden ein
blindes Vertrauen in die Gutmütigkeit und Selbstlosigkeit der Phar-
makonzerne.
Kontroverse um Evidenz der Tamiflu®-Wirkung
"Rom – Die Wirkung von Neuraminidase-Hemmern bei der Grippe ist we-
niger gut belegt, als vielfach angenommen. Die Autoren einer Meta-
Analyse beklagen sich im Britischen Ärzteblatt (BMJ 2009; 339:
b5106)über die mangelnde Kooperationsbereitschaft des Herstellers
von Oseltamivir (Tamiflu®) und revanchieren sich mit einer Publi-
kation, die wichtige Aspekte der Wirkung infrage stellt. ...Für die
aktuelle Analyse bemühte sich Jefferson nun um die Rohdaten der üb-
rigen Studien. Von den Autoren wurde er an den Hersteller verwie-
sen, der allerdings die Anfragen nicht in der gewünschten Form be-
antwortete. In einem Hintergrundbericht beklagt sich Mitautor Peter
Doshi vom Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, einer
der Mitautoren der aktuellen Analyse, über die zögerliche Haltung
des Konzerns (BMJ 2009; 339: b5164). (...)" - Deutsches Ärzteblatt
online vom 9. Dez. 2009
http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/39280/Kontroverse_um_Evidenz_der_Tamiflu_-Wirkung.htm
ZWEIFEL AN DEN DATEN ZU OSELTAMIVIR (TAMIFLU)
"(...) Als wissenschaftliche Basis für diese Annahmen wird vor al-
lem eine gepoolte Auswertung von zehn randomisierten Studien heran-
gezogen, deren Autoren mit Ausnahme des Erstautors KAISER Ange-
stellte oder bezahlte Berater des Oseltamivir-Anbieters Roche sind
und nach der der Neuraminidasehemmer mit Antibiotika behandelte
Komplikationen der unteren Atemwege um 55% und Hospitalisierungen
um 59% reduziert (1).
Auch ein 2006 publiziertes Cochrane-Review hatte Oseltamivir bei
ansonsten gesunden Erwachsenen einen positiven Einfluss auf Grippe-
komplikationen bescheinigt und sich dabei auf die KAISER-Analyse
gestützt (2). Dies wurde in einem Kommentar kritisiert, da acht der
zehn eingeschlossenen Studien nicht vollständig veröffentlicht
sind, diese jedoch entscheidend zu dem errechneten Nutzen beitragen
(3).
Bei kritischer Überprüfung der Daten stellt die Cochrane-Gruppe
fest, dass durch das von KAISER gewählte statistische Verfahren ein
systematischer Fehler entstanden ist. Sie bemühen sich daher für
eine eigene Analyse um die individuellen Patientendaten, die sie
jedoch nicht erhalten. Im aktuellen Update des Cochrane-Reviews
findet die KAISER-Analyse daher keine Berücksichtigung. Ein signi-
fikanter Einfluss auf Influenzakomplikationen lässt sich für Osel-
tamivir nun nicht mehr nachweisen (Risk Ratio 0,55; 95% Konfiden-
zintervall 0,22-1,35) (4).
(...) Die angeschriebenen Autoren der beiden vollständig publizier-
ten Studien wie auch der Abstracts und der KAISER-Analyse selbst
geben an, sofern sie überhaupt antworten, die Rohdaten nicht zu ha-
ben und verweisen auf Roche. Der Erstautor des Abstracts der mit
Abstand größten Studie erklärt sogar, überhaupt nicht in die Studie
involviert gewesen zu sein (5,6). Beim Vergleich der Namen, die in
den Publikationen genannt werden, mit denen auf Unterlagen für Be-
hörden fallen ebenfalls Widersprüche auf.
Zudem melden sich ehemalige Mitarbeiter einer Agentur für medizini-
sche Kommunikation und geben an, als "Ghostwriter" unter anderem
das Manuskript einer der beiden vollständig publizierten Oseltami-
vir-Studien (7) geschrieben zu haben. Sie sollen direkten Kontakt
mit der Marketingabteilung von Roche gehabt haben, von der sie eine
Reihe von Schlüsselbotschaften erhielten, die im Text vorkommen
mussten, beispielsweise zum großen Gesundheitsproblem Influenza und
dass Oseltamivir die Antwort darauf sei (6).
Auffällig ist auch, dass der Anteil der randomisierten Patienten,
bei denen im Verlauf tatsächlich eine Influenza diagnostiziert
wird, in allen Studien mit 46% bis 74% (im Mittel 68%) erstaunlich
hoch ist. Da der Anteil der positiv getesteten Proben selbst bei
hoher Influenzaaktivität üblicherweise nur bei 25% bis 35% liegt,
besteht der Verdacht, dass die Einschlusskriterien strenger waren
als in den Publikationen angegeben (8). (...)" - blitz-a-t- vom 22.
Dez. 2009
http://www.arznei-telegramm.de/blitz-pdf/B091222.pdf
"Positive Wirkung nicht bewiesen"
"(...) So spricht viel dafür, dass die WHO-Grippestrategen im bes-
ten Glauben handeln und doch nur Teil eines von Geschäftsinteressen
getriebenen Mainstreams sind, der alles ausblendet, was nicht ins
Konzept passt. Wie weit diese Verstrickung geht, zeigt nicht zu-
letzt, wie unkritisch auch die WHO bis heute den Einsatz des ver-
meintlichen Grippekillers Tamiflu des Pharmakonzerns Roche propa-
giert. Dessen einzig belegte Wirkung besteht darin, dass bei Grip-
pekranken die Dauer der Symptome im Schnitt um einen Tag verkürzt
wird. Auf Druck der US-Überwachungsbehörde musste der Konzern auf
seiner Website ausdrücklich klarstellen, es sei „nicht bewiesen,
dass Tamiflu eine positive Wirkung auf Sterblichkeit der Dauer der
Krankenhausbehandlung infolge von saisonaler, Vogel- oder Pandemie-
grippe hat". Die WHO aber legte sogar einen Vorrat Tamiflu an, und
ihre Funktionäre profilieren sich mit der Übergabe der
Pillen an arme Länder. (...)" - Der Tagesspiegel online vom 1. Nov.
2009
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/Schweinegrippe;art1117,2938086
Kommentar von Dr. Mercola vom 24. Dez. 2009 (englisch)
http://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2009/12/24/Did-a-Flu-Drug-Manufacturer-Withhold-Evidence-From-Drug-Trials.aspx
Schweinegrippe bei Kindern: Auf Grippemittel besser verzichten
"An Schweinegrippe erkrankten Kindern sollten besser keine Grippe-
mittel wie Tamiflu oder Relenza verabreicht werden. Das gilt vor
allem bei milden Krankheitsverläufen, bei denen viel Flüssigkeit
und Ruhe mehr bringen als die Arzneimittel. Darauf weisen jetzt
Forscher der Universität Oxford in der Fachzeitschrift 'British Me-
dical Journal' hin. In einer Studie fanden sie heraus, dass bei
Kindern unter zwölf Jahren die Medikamente die Gefahr einer weite-
ren Verbreitung der Grippeviren nur geringfügig eindämmen. Sofern
es sonst keine schweren Gesundheitsprobleme aufgrund der Grippe ge-
be, bestehe laut der Experten kein Grund zur Einnahme von Tamiflu.
(...)" - m&c lifestile online vom 9. Nov. 2009
http://www.monstersandcritics.de/artikel/200946/article_161455.php/Schweinegrippe-bei-Kindern-Auf-Grippemittel-besser-verzichten
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[10] Geschürte Angst bringt Umsatzsteigerungen
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Umsatz mit TAMIFLU verdreifacht
"Seit Jahresbeginn hat sich der Umsatz mit Tamiflu verdreifacht und
die Nachfrage steigt weiter. (...)" - sharewise.com online vom 25.
August 2009
http://www.de.sharewise.com/aktien/CH0012032113-roche-hldg/analyse/2009082519594701#rating
Gute Geschäfte mit der Pandemie-Angst
"(...) So konnte der Schweizer Pharmariese Roche im ersten Halbjahr
seinen Umsatz mit dem Grippemittel Tamiflu um mehr als 200 Prozent
auf eine Milliarde Franken (660 Millionen Euro) steigern, im gesam-
ten Jahr will man zwei Milliarden Franken einnehmen. Allein durch
Tamiflu werde der Gewinn von Roche in diesem Jahr um etwa fünf Pro-
zent steigen, erwartet Fabian Wenner, Branchenanalyst der UBS. Bei
dem britischen Konkurrenten GlaxoSmithKline schossen die Erlöse mit
dessen Medikament Relenza auf umgerechnet 321 Millionen Euro in die
Höhe - das war ein Anstieg um das Neunfache gegenüber dem Vorjah-
reszeitraum. (...)" - Hamburger Abendblatt online vom 26. August
2009
http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1154955/Gute-Geschaefte-mit-der-Pandemie-Angst.html
12 Mio TAMIFLU-Dosen für JapanTokio
"(awp) - Die Chugai Pharmaceutical Co., Ltd., eine Tochtergesell-
schaft der Roche Holding AG, will bis März 2010 zusätzlich zu den
bereits geplanten Lieferungen 12 Mio Tamiflu-Behandlungseinheiten
bereitstellen. Damit sollten alle medizinischen Organisationen in
Japan über genügend Tamiflu-Bestände zur Behandlung der saisonalen
Grippe sowie des Grippestammes haben, teilt Chugai am Montag mit.
Mit den zusätzlichen Tamiflu-Dosen könnten rund 10% der japanischen
Bevölkerung behandelt werden. Dies sei dreimal mehr als mit den in
der letzten Grippesaison gelieferten Mengen, heisst es weiter.
(...)" - Handelszeitung.ch vom 7. Sept. 2009
http://www.handelszeitung.ch/artikel/Unternehmen-AWP_Roche-Tochter-Chugai-will-bis-Maerz-2010-12-Mio-Tamiflu-Dosen-zusaetzlich-liefern_600937.html
Roche bestätigt Umsatzziel mit Tamiflu von zwei Milliarden Franken
"(...) Roche-Pharmachef William M. Burns bestätigte am Montag, dass
der Konzern mit Tamiflu in diesem Jahr einen Umsatz von rund zwei
Milliarden Franken erreichen werde. (...)" NZZ online vom 7. Sept.
2009
http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/bisher_13_faelle_von_tamiflu-resistenz_registriert_1.3511915.html
Roche-Tochter Chugai hebt Jahresprognose
"TOKIO (Dow Jones) -- Die japanische Roche-Tochter Chugai Pharma-
ceuticals hat ihre Jahresprognose aufgrund der großen Nachfrage für
das Grippemedikament Tamiflu erhöht. Der Tokioter Konzern rechnet
nun 2009 mit einem Nettogewinn von 46 Mrd JPY (0,34 Mrd EUR) nach
zuvor prognostizierten 40 Mrd JPY. Die Umsätze dürften nun 420 Mrd
(400 Mrd) JPY betragen. (...)" - FOCUS online vom 7. Okt. 2009
http://kurse.focus.de/news/Roche-Tochter-Chugai-hebt_id_news_121037781.html
Roche meldet Umsatzanstieg von 9 Prozent
"FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Schweizer Pharma-Riese Roche hat seinen
Umsatz in Deutschland in den ersten neun Monaten sowohl in seiner
Pharma- als auch in der Diagnostiksparte gesteigert. Deutschland
sei für Roche im Pharmageschäft nach den USA der wichtigste Markt,
sagte Konzernchef Severin Schwan am Freitag. Das weltweit fünft-
größte Pharma- und führende Diagnostikunternehmen beschäftigt in
Deutschland nach eigenen Angaben mehr als 11.000 Mitarbeiter, für
das laufende Jahr sind Investitionen von rund 450 Millionen Euro
geplant. Am Vortag hatte der Konzern einen weltweiten Umsatzanstieg
für den Zeitraum zwischen Januar und September von neun Prozent auf
36,4 Milliarden Franken (24 Mrd Euro) veröffentlicht. Zum Gewinn
wurden keine Angaben gemacht. (...)" - boerse-stuttgart.de vom 16.
Okt. 2010
https://www.boerse-stuttgart.de/de/factsheet/aktien/news.html?&sSymbol=RHO.STU
Roche-Konzern profitiert vom Grippemittel Tamiflu
"Die Verkäufe des Medikaments haben in den ersten drei Quartalen
zwei Milliarden Franken (rund 1,3 Mrd Euro) in die Kassen gespült,
wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Das waren 362 Prozent mehr
als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Gesamtjahr 2009 rechnet
Roche mit Tamiflu- Erlösen von 2,7 Milliarden Franken. Die Umsatz-
prognose für das Pharmasegment wurde für das Gesamtjahr 2009 ange-
hoben. Dank der bisher guten Geschäfte soll das Plus im hohen ein-
stelligen Bereich liegen. (...)" - DPA vom 15. Okt. 2009
http://www.da-imnetz.de/nachrichten/wirtschaft-finanzen/roche-konzern-profitiert-grippemittel-tamiflu-494390.html
Der Milliarden-Segen der Schweinegrippe
"Die Grippe-Pandemie beschert Medikamenten- und Impfstoffherstel-
lern höhere Zusatzumsätze als bisher erwartet. Besonders die Vor-
sorgemaßnahmen staatlicher Einrichtungen beflügelt das Geschäft der
Pharmakonzerne. Und das Potenzial des Pandemiemarktes ist noch kei-
neswegs ausgereizt. (...)" - Handelsblatt online vom 16. Oktober
2009
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/der-milliarden-segen-der-schweinegrippe-pandemie;2469798
Gilead Sciences gibt Rekord-Finanzergebnis für das dritte Quartal
2009 bekannt
"(...) Lizenz-, Vertrags- und andere sich hauptsächlich aus der Zu-
sammenarbeit mit Unternehmenspartnern ergebende Einnahmen betrugen
im dritten Quartal 2009 USD 152,4 Millionen im Vergleich zu USD
32,8 Millionen im dritten Quartal 2008. Diese Steigerung ging größ-
tenteils auf die höheren Lizenzgebühren für Tamiflu® (Oseltamivir
Phosphat) von F. Hoffmann-La Roche Ltd. in Höhe von USD 113,5 Mil-
lionen im dritten Quartal 2009 zurück, verglichen mit den Tamiflu-
Lizenzgebühren im dritten Quartal 2008 von USD 8,6 Millionen, und
hatte ihren Ursprung in den verstärkten Verkäufen im Zusammenhang
mit weltweiten Pandemievorsorgeaktionen. Die Tamiflu-Lizenzgebühren
machten im dritten Quartal 2009 etwa USD 0,09 von Gileads Gewinn
pro Aktie aus. (...)" - finanznachrichten.de vom 24. Okt. 2009
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2009-10/15282740-gilead-sciences-gibt-rekord-finanzergebnis-fuer-das-dritte-quartal-2009-bekannt-004.htm
„Es ist ein Geschäft mit der Angst"
"Der SPD-Gesundheitsexperte Wolfgang Wodarg wirft den Pharmakonzer-
nen vor, bewusst die Gefahren der Schweinegrippe übertrieben zu ha-
ben. Wer profitiert konkret vom Geschäft mit der Angst? Das sind
einige Pharma-Multis wie GlaxoSmithKline, Baxter und Gilead Scien-
ces mit Roche, die an Tamiflu gut verdient haben. Von Fachleuten
wird eine Wirkung dieses Präparates sehr kritisch gesehen. Es ver-
kürzt die Grippe statistisch um einen halben Tag. Dennoch wurden
die Pillen überall eingelagert. Das war weltweit gesehen ein Milli-
ardengeschäft. Nun wird die Schweinegrippe dazu genutzt, um dieses
Geschäft wieder anzuheizen. (...)" - Südkurier online vom 11. Dez.
2009
http://www.suedkurier.de/news/brennpunkte/politik/Schweinegrippe-Vogelgrippe;art410924,4076098
Grippeangst treibt Roche-Ergebnis
"Der Schweizer Pharmakonzern hat sein Wachstum im dritten Quartal
dieses Jahres weiter beschleunigt. Vor allem dank des Mittels gegen
die Schweinegrippe - der Umsatz verzehnfachte sich. (...)" - Finan-
cial Times Deutschland online vom 15. Okt. 2009
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:boom-bei-tamiflu-produzent-grippeangst-treibt-roche-ergebnis/50023679.html
Die Schweinegrippe kurbelt den Umsatz an
"(...) Dabei sorgt H1N1 zweifellos für zusätzliche Nachfrage. "Wir
verkaufen derzeit deutlich mehr Tamiflu als vor zwei Jahren, als
die Vogelgrippe-Angst die Leute beschäftigt hat", sagt eine Mitar-
beiterin einer Apotheke in der Freiburger Innenstadt, die lieber
anonym bleiben will. (...)" - Badische Zeitung online vom 11. Au-
gust 2009
http://www.badische-zeitung.de/freiburg/die-schweinegrippe-kurbelt-den-umsatz-an--18180490.html
Geschürte Schweineangst
"(...) Am 6. Mai wurde der erste Krankheitsfall in Schweden regist-
riert. Die Skandinavier füllen seitdem ihre heimischen Medizin-
schränke auf. Der Absatz der antiviralen Medikamente Tamiflu und
Relenza hat sich mehr als verzehnfacht.(...)" - Junge Welt online
vom 4. Sept. 2009
http://www.jungewelt.de/2009/09-04/006.php&ct=ga&cd=b8l5slJIUCo&usg=AFQjCNF-dssUu2Vih8NxMZJ2FSL_qOgtiw
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