Email-Nachrichtendienst |
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impf-report Newsletter
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Unabhängiger Nachrichtendienst rund ums Impfen Ausgabe Nr. 03/2008
Von Eltern für Eltern 2. Februar 2008
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Inhalt:
[01] Kostenbeteiligung für "impf-report"-Newsletter
[02] VITAPEDIA - neue alternative medizinische Enzyklopädie
[03] Impfen: Gebildete Mütter sind kritischer
[04] Abgesetzt: Vakzine gegen Diphtherie
[05] Prof. Hofmann neuer Vorsitzender der Ständigen Impfkommission
[06] STIKO "unter Anwendungsbeobachtung"
[07] STIKO: Gute Verbindungen zu den Herstellern
[08] STIKO-Mitglied wirbt für Impfempfehlung gegen Rotavirus
[09] Sachsen rät zum Rotavirus-Schutz für alle Babys
[10] Ärzteverband kritisiert Sächsische Impfkommission
[11] "Grippewellen: Kinder besonders gefährdet"
[12] "Positiver Effekt der Grippeimpfung wird stark übertrieben"
[13] Trotz Grippegefahr: Mitarbeiter lassen sich nicht impfen
[14] "Der Auslöser war ausgerechnet die Impfung"
[15] "Vogelgrippe breitet sich in Polen weiter aus"
[16] "Chinese stirbt an Vogelgrippe - kein Kontakt zu Geflügel"
[17] H5N1-Ansteckung - Vogelgrippe durch Entenbraten?
[18] Bayern zahlt 200 Millionen Euro für Phantasie-Impfstoff
[19] TAMIFLU bleibt für japanische Jugendliche verboten
[20] "Grünkohl: Wintergemüse mit Vitaminpower"
[21] Kosten für Impfstoffe um 8 Prozent gestiegen
[22] Zeitung: Kosten für Impfungen steigen um 64 Prozent
[23] Umsatz mit Impfstoffen hat sich verdoppelt
[24] Pharma-Umsätze "rückläufig"
[25] Rekordbeitragssatz bei Krankenkassen
[26] Wissenschaftler rütteln an Tabus bei Gesundheitsleistungen
[27] Selbsthilfe-Organisationen am Tropf der Pharmaindustrie
[28] Jeder neunte Beschäftigte ist im Gesundheitswesen tätig
[29] Impressum
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[01] Kostenbeteiligung für "impf-report"-Newsletter
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Der Bezug des Nachrichtendienstes ist grundsätzlich kostenlos!
Ich freue mich jedoch, wenn Sie meine Arbeit durch eine jährliche
Kostenbeteiligung ab 24 Euro unterstützen. Damit ist gleichzeitig
ein Zugang zum Internet-Archiv der "impf-report" Zeitschrift ver-
bunden. Bei Interesse schreiben Sie bitte unter dem Stichwort "Kos-
tenbeteiligung für Nachrichtendienst" an redaktion@impf-report.de
Ihr
Hans U. P. Tolzin
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[02] VITAPEDIA - neue alternative medizinische Enzyklopädie
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Wer möchte bei der neuen alternativen medizinischen Enzyklopädie
"Vitapedia" mitarbeiten?
Weitere Infos: http://www.impf-report.de/jahrgang/2008/02.htm#06
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[03] Impfen: Gebildete Mütter sind kritischer
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"Mütter mit höherer Schulbildung verweigern ihrem Kind häufiger ei-
ne Impfung als Mütter mit geringerer Bildung. Das hat der Soziologe
Dr. Peter Kriwy herausgefunden. Er rät: Ärzte sollten einfühlsamer
werden.
Kiel - Dr. Peter Kriwy (37) weiß, es geht um mehr als ein paar Mil-
liliter Flüssigkeit und einen kleinen Pieks. Der Soziologe der
Christian-Albrechts-Universität Kiel hat eine umfassende Studie zum
Impfverhalten gegen Masern, Mumps und Röteln in Deutschland heraus-
gegeben. "Erstmals wurden Eltern und parallel dazu deren Ärzte be-
fragt", sagt Kriwy. Ihm geht es nicht um medizinische, sondern um
gesellschaftliche Entwicklungen. Ein zentrales Ergebnis seiner Stu-
die: Besonders Mütter mit höherer Bildung stehen der Impfung häufig
skeptisch gegenüber. Sie seien grundsätzlich kritischer und würden
Ärzte nicht so sehr als Autoritätsperson sehen, so Kriwy. (...)
Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag vom 28. Dez. 2007"
http://www.shz.de/schleswig-holstein/artikeldetail/article/111/impfung-gegen-kinderkrankheiten-kleiner-pieks-grosser-streit.html
Kommentar: Nur kokettierende Abiturientinnen?
Für die Tatsache, dass gebildete Mütter den Impfungen kritischer
gegenüberstehen, gibt es zwei mögliche Erklärungen:
1. Es gibt wissenschaftlich nachvollziehbare Argumente für das Imp-
fen, und gebildete Mütter kokettieren nur mit ihrem Bildungsgrad -
zu Lasten der Gesundheit ihrer Kinder.
2. Es fehlen wissenschaftlich nachvollziehbare Argumente für das
Impfen, und gebildete Mütter wagen es eher, zu hinterfragen und un-
abhängige Entscheidungen zu fällen, wenn sie intellektuell nicht
überzeugt sind.
Was heißt das nun genau, Ärzte sollten gebildeten Müttern gegenüber
"einfühlsamer" werden? Bedeutet dies nur, sie sollen weniger domi-
nant und selbstherrlich auftreten und auf Fragen wirklich eingehen?
Oder bedeutet dies, dass sie dem Eingeständnis, keine Antworten
bieten zu können, möglichst ausweichen sollen - indem sie die medi-
zinische durch eine psychologisch-manipulierende Argumentation er-
setzen? Z. B. durch das Vermitteln von Schuldgefühlen, nicht genug
für die Gesundheit des Kindes getan zu haben?
Das Einfachste - und ganz im Sinne von uns Eltern - wäre doch wohl,
wenn ein Impfarzt unsere Fragen direkt und ehrlich beantwortet.
Doch die Beantwortung unserer Fragen scheint für viele Ärzte ein
Problem darzustellen, da sie im Grunde nicht mehr über die Hinter-
gründe des Impfens wissen als wir Laien.
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[04] Abgesetzt: Vakzine gegen Diphtherie
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"MARBURG (eb). Novartis Behring hat den Vertrieb seines Diphtherie-
Adsorbat-Impfstoffs für Kinder (Diphtherie Mono Kinder) zum 1. De-
zember eingestellt, teilt das Unternehmen mit. (...)"
Quelle: Ärzte Zeitung vom 5. Dez. 2007
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/impfen/default.aspx?sid=475287
Kommentar:
Laut Hersteller ist der Vertrieb des Monoimpfstoffs zugunsten der
Mehrfach-Impfstoffe kontinuierlich gesunken. Mag dem Leser das auch
plausibel erscheinen, überprüfen kann er dies indes nicht. Selbst
das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), die Zulassungsbehörde für Impf-
stoffe, verfügt über keine Zahlen, wie viele Dosen von welchem
Impfstoff in welchem Zeitraum verkauft wurden. Merkwürdig genug,
dass sich die Behörde nicht mehr darum bemüht - schließlich müssen
die gemeldeten Impfkomplikationen (einschließlich Dunkelziffer) zu
der Zahl der verabreichten Dosen in Bezug gesetzt werden, damit
konkurrierende Impfstoffe bezüglich ihres Risikos miteinander ver-
gleichbar werden. Doch die von den Herstellern freiwillig preisge-
gebenen Daten - man könnte sie auch Brosamen nennen - reichen dem
PEI offensichtlich aus. Eine Gegenkontrolle findet offenbar auch
nicht statt.
Für alle, die nicht blind mit der Impfherde mitlaufen wollen, son-
dern Wert auf eine differenzierte Impfentscheidung legen, wird zu-
dem der Spielraum mit jedem Verschwinden eines Monoimpfstoffs en-
ger. Doch eine selbstverantwortliche Auseinandersetzung mit dem
Impfthema ist in unserem Gesundheitssystem nicht gefragt: Hier zäh-
len allein die Durchimpfungsraten, ob sie nun Sinn machen oder
nicht.
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[05] Prof. Hofmann neuer Vorsitzender der Ständigen Impfkommission
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"Der Arbeitsmediziner Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Friedrich Hof-
mann ist neuer Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (STIKO)
der Bundesregierung am Berliner Robert Koch-Institut.
Prof. Dr. Dr. Friedrich Hofmann, Fachgebiet Arbeitsphysiologie, Ar-
beitsmedizin und Infektionsschutz an der Uni Wuppertal, ist zum
neuen Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (STIKO) der Bundes-
regierung am Berliner Robert Koch-Institut gewählt worden. Das Ro-
bert Koch-Institut ist dem Bundesgesundheitsministerium zugeordnet
und zentrale Einrichtung der Bundesregierung zur Krankheitsüberwa-
chung und -prävention sowie zur anwendungsorientierten biomedizini-
schen Forschung. Kernaufgaben sind Erkennung, Verhütung und Bekämp-
fung von Krankheiten, insbesondere von Infektionskrankheiten.
Die Ständige Impfkommission des Robert-Koch-Instituts erarbeitet
Empfehlungen zur Durchführung von Schutzimpfungen, erstellt Vorga-
ben zur Prophylaxe übertragbarer Krankheiten und berät den Öffent-
lichen Gesundheitsdienst und die Ärzteschaft bei der Durchführung
von Schutzimpfungen. Die Impfempfehlungen der STIKO dienen den Ge-
sundheitsbehörden als Grundlage für die "Bekanntmachung öffentlich
empfohlener Impfungen".
Der STIKO-Impfkalender sieht gegenwärtig zwölf Standardimpfungen
für alle Kinder und Jugendlichen vor, eine Impfung speziell für
Mädchen (gegen Gebärmutterhalskrebs), zwei Standardimpfungen für
Erwachsene (Diphtherie, Tetanus) und zusätzlich zwei weitere Imp-
fungen für Senioren (Influenza, Pneumokokken, d.h. Erreger von Lun-
genentzündungen) vor, außerdem eine Reihe von "Indikationsimpfun-
gen", beispielsweise bei beruflicher Gefährdung oder bei Fernreisen
in die Subtropen/Tropen.
Der STIKO, die auf der Basis des Infektionsschutzgesetzes arbeitet,
gehören 16 ausgewiesene, ehrenamtlich tätige Experten aus unter-
schiedlichen medizinischen Fachgebieten an. Ernannt wurden sie vom
Bundesministerium für Gesundheit für die Berufungsperiode 2007 bis
2010. Ihre nächsten Impfempfehlungen wird die STIKO voraussichtlich
im Sommer 2008 veröffentlichen."
Quelle: Pressemeldung der Uni Wuppertal vom 4.12.2007
http://www.idw-online.de/pages/de/news238697
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[06] STIKO "unter Anwendungsbeobachtung"
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Ständige Impfkommission: Unter Anwendungsbeobachtung
"(...) Dass die Zeit der Intransparenz und der "eminenzbasierten"
Medizin vorbei sein sollte, fanden beim Fachgespräch auch Andere.
Hofmann gibt allerdings zu bedenken, dass sich STIKO-Mitglieder
schon an zahlreiche Regeln halten müssten. Sie seien aber grund-
sätzlich auf den Informationsaustausch mit der Industrie angewie-
sen, betont der STIKO-Vorsitzende. Und wenn es keinen vertraulichen
Raum mehr für offene Gespräche unter den Kollegen in der Kommission
gebe, weil jeder gesprochene Halbsatz dokumentiert werde, sei das
schlecht. Eine einfache Lösung zur Zufriedenheit aller kann es da
nicht geben. Aber eines ist sicher: Heilige sind sehr selten - auch
in der Medizin. (...) "
Quelle: Deutsches Ärzteblatt vom 7. Dez. 2007
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=57820
Kommentar: Keine Kursänderung bei der STIKO absehbar
Durch das seit 2006 geltende Informationsfreiheitsgesetz ist auch
die STIKO gezwungen, ihre Sitzungsprotokolle auf Anfrage herauszu-
geben. Wirklich unabhängigen Experten, die sich den Krankenversi-
cherten und Wählern als ihren Auftraggebern verpflichtet sehen,
dürfte eine solche Offenlegung nichts ausmachen. Dass dem neuen
STIKO-Chef Hofmann diese neue Transparenz offensichtlich nicht
passt, ist ein denkbar schlechtes Zeichen. Was hat er denn zu ver-
bergen?
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[07] STIKO: Gute Verbindungen zu den Herstellern
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Gute Verbindungen zu den Herstellern
"Die jüngste Gesundheitsreform hat gesetzlich Versicherten einen
neuen Anspruch beschert: Krankenkassen müssen Impfungen bezahlen,
die die Ständige Impfkommission empfiehlt. Dass alle ihre Mitglie-
der unabhängig entscheiden, bezweifeln aber nicht nur die Kassen.
(...)
"Bei voller Umsetzung der STIKO-Empfehlungen", orakelten die ge-
setzlichen Krankenkassen in einer Stellungnahme zur Gesundheitsre-
form, "ist mindestens von einer Verdreifachung der Ausgaben auszu-
gehen." Mit jährlichen Mehrkosten von rund 1,6 Milliarden Euro sei
zu rechnen. Und die Kassen fügten hinzu: "Die STIKO steht in guter
Verbindung zur Industrie. Teils mussten Empfehlungen wegen nach-
träglich erkannter Risiken zurückgenommen werden." Ross und Reiter
nannten die Kassen jedoch nicht.
Wer nachforscht, stößt auf Auffälligkeiten, angefangen beim lang-
jährigen STIKO-Vorsitzenden Heinz-Josef Schmitt. Der Mainzer Pro-
fessor erhielt im Juni 2006 den Helmut-Stickl-Preis - für sein "be-
sonderes Engagement zur Förderung des Impfgedankens". Stifter der
mit 10 000 Euro dotierten Auszeichnung ist der Gardasil-Hersteller
Sanofi Pasteur. (...)"
Quelle: Südwest Presse vom 10. Jan. 2008
http://www.suedwest-aktiv.de/landundwelt/im_brennpunkt/3329631/artikel.php?SWAID=1b80a3a16ca8fd40d88cc42110c239f8
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[08] STIKO-Mitglied wirbt für Impfempfehlung gegen Rotavirus
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STIKO-Mitglied Hülße macht beim Hersteller Werbung für neue Impf-
empfehlung
"(...) Die Gastroenteritis verläuft umso schwerer, je jünger die
Kinder sind. Das belegt eine deutsche epidemiologische Studie bei
Kindern unter zwei Jahren. Bei positivem RV-Nachweis waren die Kin-
der schwerer erkrankt und hatten eine längere Diarrhöe-Phase als
Kinder mit nicht durch RV ausgelösten Infektionen, sagte Professor
Christel Hülße, Mitglied der Ständigen Impfkommission (STIKO) bei
einer Veranstaltung von Sanofi Pasteur MSD. Sie geht davon aus,
dass die STIKO schon bald eine Empfehlung zur Rotavirus-Impfung
aussprechen wird. (...)"
Quelle: Ärztezeitung vom 10. Dez. 2007
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/impfen/?sid=470423
Kommentar: "Primum nil nocere" - aber nicht für die STIKO?
Selbstverständlich sind die STIKO-Mitglieder völlig objektiv und
unabhängig, und die Werbung für die Impfempfehlung gegen das Rota-
virus ist selbstverständlich nicht als Werbung für RotaTeq, den
entsprechenden Impfstoff von Sanofi Pasteur, zu verstehen. Und na-
türlich beeinflusst es Frau Professor überhaupt nicht, dass sie
stellvertretende Vorsitzende des "Forums Impfen" ist. Dieses Forum
wird nach eigener Aussage von den Impfstoffherstellern Sanofi Pas-
teur MSD, Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH, Wyeth Pharma GmbH
und Baxter Deutschland GmbH finanziert. Siehe auch
http://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php?option=com_content&task=view&id=20&Itemid=38
Übrigens musste Sanofi für den Impfstoff RotaTeq kürzlich in den
USA eine neue schwere Nebenwirkung in die Produktinformation auf-
nehmen: Die Kawasaki-Krankheit. Mögliche Symptome: Hautausschlag,
Fieber, Erkrankung der Lymphknoten, Gelenkentzündungen, Entzündung
eines Blut- oder Lymphgefäßes, Blutstauungen, Herzrhythmusstörung,
Herzversagen, Anschwellen von Hand/Fuß. FDA-Meldung am 15. Juni
2007. http://www.fda.gov/cber/label/rotateqLBinfo.htm
Ob Frau Prof. Hülße in ihrem Vortrag wohl auf diese unbedeutende
kleine Nebensächlichkeit eingegangen ist? Dazu müsste aber der Satz
"Primum nil nocere" ("Zuallererst nicht schaden!") ihre persönliche
und berufliche Leitlinie sein...
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[09] Sachsen rät zum Rotavirus-Schutz für alle Babys
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"NEU-ISENBURG (eis). Impfungen gegen Rotaviren können Kleinkindern
schwere Brechdurchfälle ersparen. Die Sächsische Impfkommission rät
daher seit dem 1. Januar, in Sachsen alle Säuglinge gegen Rotaviren
zu impfen. (...)"
Quelle: Ärzte Zeitung vom 10. Jan. 2008
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/impfen/default.aspx?sid=476997
Kommentar:
Was für alle anderen Impfstoffe gilt, gilt natürlich auch für die
Impfstoffe gegen Rotaviren: Es gibt keine direkten Wirkungsnachwei-
se durch Vergleiche der Krankheitssymptomatik bei Geimpften und
Plazebo-Geimpften. Dennoch empfehlen die öffentlich bestellten Ex-
pertengremien wie die Ständige Impfkommission (STIKO) auf Bundes-
ebene und die Sächsische Impfkommission (SIKO) in Sachsen am lau-
fenden Band neue Impfungen.
Wie für die STIKO gilt auch für die SIKO, dass die Unabhängigkeit
der "Experten" getrost bezweifelt werden darf. Im Grunde ist das
ein Automatismus, denn jeder Mediziner, der sich beruflich intensiv
mit dem Thema Impfen beschäftigt, kommt automatisch in engen Kon-
takt zu den Herstellern - und damit in offensichtliche und subtile
Abhängigkeiten. Abzuhelfen wäre diesem deutlichen Manko nur durch
die Besetzung der Gremien mit fachfremden Fachleuten, die jedoch
mit den Regeln einer evidenzbasierten Medizin (EBM) gut vertraut
sind.
Risiken und Nebenwirkungen der Rotavirenimpfung:
http://www.impfkritik.de/fachinfo/rotavirus.htm
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[10] Ärzteverband kritisiert Sächsische Impfkommission
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"Im Sächsischen Ärzteblatt vom 16.12.2007 veröffentlicht die Säch-
sische Impfkommission ihre zum 01.01.2008 in Kraft tretende Empfeh-
lung. Unter der Überschrift "Allgemeine Hinweise" wird hier Neuland
beschritten. Es heißt dort:
"Dem Arzt erwächst daraus trotz evtl. eigener Bedenken die Pflicht,
jeden Patienten und Sorgeberechtigten eines Patienten auf die Mög-
lichkeit und Notwendigkeit empfohlener Schutzimpfungen hinzuweisen.
Unterlässt er den Hinweis, können Rechtsfolgen berufsrechtlicher,
zivilrechtlicher und evtl. sogar strafrechtlicher Natur eintreten."
Bisherige Impfempfehlungen (inklusive die der STIKO) galten zwar
laut höchstrichterlichem Urteilsspruch auch schon als medizinischer
Standard, waren ihrem Charakter nach jedoch Empfehlungen - auch
wenn ihre zunehmende Interpretation als "Pflichtimpfprogramm" von
offizieller Seite in Kauf genommen wurde.
Die Sächsische Impfempfehlung versteht sich offensichtlich erstmals
tatsächlich als Pflichtprogramm zumindest für den Arzt im Rahmen
der Impfaufklärung - er muss unter Androhung juristischer Konse-
quenzen nicht nur auf die jeweiligen Empfehlungen hinweisen, son-
dern gleichzeitig und ausdrücklich unabhängig von eigenen Bedenken
die Notwendigkeit der besprochenen Impfungen betonen.
Die gewählte Formulierung unterstellt die Existenz einer solchen
absoluten Notwendigkeit und lässt damit den Stand tatsächlicher
Kenntnis und Unkenntnis zu wesentlichen Fragen unserer Impfprogram-
me völlig außer Acht.
Angesichts der Tatsache, dass z. B.
- unverändert der Großteil der wissenschaftlichen Untersuchungen zu
Impfungen und Impfprogrammen von den Herstellerfirmen durchgeführt
und veröffentlicht (oder eben auch nicht veröffentlicht) wird
- unverändert die Mehrzahl dieser Studien (und damit die Grundlagen
der Impfempfehlungen) unter den Gesichtspunkten der Evidenz basier-
ten Medizin EBM von günstigstenfalls mittelmäßiger Qualität sind
- unverändert fast keine Studien zu mittel- geschweige denn lang-
fristigen Auswirkungen von Impfungen und Impfprogrammen existieren
- unverändert unerwünschte Arzneiwirkungen von Schutzimpfungen völ-
lig unzureichend erfasst werden
ist die Annahme einer solchen von eigener Erkenntnis und eigenen
Bedenken unabhängigen Notwendigkeit mit einem modernen Wissen-
schaftsverständnis kaum vereinbar.
Der Verein "Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V." hat schon
2006 nach den vom gleichen Geist getragenen Beschlüssen des 109.
Deutschen Ärztetages zur Impfaufklärung ein juristisches Gutachten
erstellen lassen, das die Androhung juristischer Konsequenzen in
diesem Zusammenhang als haltlos entlarvt.
Die "Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V." treten dem in
der aktuellen Sächsischen Impfempfehlung formulierten Anspruch ex-
plizit entgegen und fordern den Erhalt der vor dem Hintergrund kom-
petenter, ergebnisoffener Impfaufklärung gefällten individuellen
Impfentscheidung durch Patienten bzw. Eltern.
Sächsische Landesärztekammer:
http://www.slaek.de/60infos/36impfen/e1/allghinw.html
Rechtsgutachten:
http://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php?option=com_docman&task=cat_view&gid=10&Itemid=33
Quelle: Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V., 17. Dez. 2007
http://www.individuelle-impfentscheidung.de/index.php?option=com_content&task=view&id=37&Itemid=1
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[11] "Grippewellen: Kinder besonders gefährdet"
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Grippewellen: Kinder besonders gefährdet - hohes Risiko für gefähr-
liche Folgeerkrankungen
"Hamburg (ots) - Kinder träumen im Winter von Schneeball-
schlachten und Schlittenfahrten. Doch die kalte Jahreszeit hat ihre
Tücken: Das Risiko von Grippeinfektionen steigt von Januar bis März
sprunghaft an. Drei Viertel der Erkrankten sind Kinder und Jugend-
liche. Anders als viele Erkältungen, die oft fälschlich als Grippe
bezeichnet werden, ist die echte Grippe eine gefährliche Krankheit:
Jährlich sterben in Deutschland 10.000 bis 30.000 Menschen an ihren
Folgen, schätzt das Robert-Koch-Institut.
Zwar endet die Krankheit bei jungen Menschen nur selten mit dem
Schlimmsten. Doch oft sind sie so schwer betroffen, dass eine Be-
handlung im Krankenhaus notwendig wird. Gerade kleine Kinder müssen
überdurchschnittlich oft stationär behandelt werden, um die Grippe
zu kurieren und ernsthafte Folgeerkrankungen zu vermeiden. Diese
ziehen häufig langfristige Gesundheitsschäden nach sich: Zwei von
fünf Kindern erkranken nach der Grippe an einer Mittelohrentzün-
dung, die bei Komplikationen dauerhaft das Hörvermögen beeinträch-
tigen und so beispielsweise die Sprachentwicklung hemmen kann. Oft
gehören auch lebensgefährliche Lungenentzündungen zu den Grippefol-
gen.
Tipps zur Vorbeugung: - Lassen Sie Ihr Kind impfen - je früher,
desto besser. Die Krankenkasse trägt die Kosten. Die Impfung muss
jährlich wiederholt werden, da es jedes Jahr neue gefährliche Vi-
renstämme gibt. - Kleinkinder sollten auch gegen Pneumokokken ge-
impft werden. Diese Bakterien verursachen bei Grippepatienten oft
Lungenentzündungen. - Wenn ein Haushaltsmitglied oder Klassenkame-
rad erkrankt ist: Ein Sicherheitsabstand und gründliches Händewa-
schen nach der Badbenutzung mindern das Ansteckungsrisiko. (...)"
Quelle: Pressemeldung von Deutscher Ring vom 15. Jan. 2008
http://www.presseportal.de/meldung/1117571
Kommentar:
Wie diese Meldung zeigt, gehen auch Krankenversicherungen im Zuge
des Verdrängungswettbewerbes der Impfpropaganda auf den Leim.
Selbst aus schulmedizinischer Sicht macht die Grippeimpfung bei
Kindern keinen Sinn:
Erstens ist die Antikörperreaktion im Vergleich zu der von Erwach-
senen sehr bescheiden, das heißt, der ohnehin fragliche Nutzen ist
bestenfalls gering. Im Verhältnis zum sinkenden Nutzen wird das Ri-
siko natürlich größer. Zweitens zeigt das durchschnittliche Sterbe-
alter der Influenzatodesfälle in Deutschland, dass die Grippe in
erster Linie ein Problem sehr alter Menschen ist. Es liegt nämlich
bei über 70 Jahren!
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[12] "Positiver Effekt der Grippeimpfung wird stark übertrieben"
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Schwächerer Impfschutz im Alter - US-Forscher: Positiver Effekt der
Grippeimpfung wird "stark übertrieben"
"Baierbrunn (ots) - Die Grippeschutzimpfung ist bei älteren Men-
schen offenbar weniger wirksam als oft angenommen. Zu diesem Ergeb-
nis kamen amerikanische Epidemiologen, die mehrere Impfstudien aus-
werteten. Wie die "Apotheken Umschau" berichtet, halten die For-
scher die positiven Effekte der Grippeschutzimpfung bei über 65-
Jährigen für "stark übertrieben". Sie verwiesen auf eine bekannt
schwächere Immunreaktion des älteren Organismus. Richtig sei aller-
dings, dass diese Menschen ein höheres Risiko haben, an einer Grip-
pe zu sterben. Deshalb bleiben auch die kritischen Epidemiologen
bei der Empfehlung zur jährlichen Grippeimpfung für über 65-
Jährige."
Quelle: "Apotheken Umschau" 12/2007
http://www.presseportal.de/meldung/1097766
Kommentar: Quadratur des Kreises
Dass die Sterbewahrscheinlichkeit bei steigendem Alter steigt, ist
nichts Neues. Die Symptome, mit denen sich die abnehmende Vitalität
und Widerstandsfähigkeit des Körpers zeigen, können sehr unter-
schiedlich sein. Selbst wenn die Behauptung der Virenjäger stimmen
sollte, dass spezifische Influenzaerreger die Auslöser der meisten
schweren Erkältungen sind, so sind doch nicht die Erreger, sondern
die nachlassende allgemeine Widerstandsfähigkeit das eigentliche
Problem.
Weil die Impfungen auch aus schulmedizinischer Sicht umso wirkungs-
loser sind, je älter der Impfling ist, ist nicht hemmungsloses
Mehr-Impfen angesagt, sondern eine noch viel sorgfältigere Risiko-
Nutzen-Abwägung und eine echte Stärkung des Gesamtorganismus z. B.
durch vitalstoffreiche Ernährung, Entschlackung, Entgiftung und
Darmsanierung.
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[13] Trotz Grippegefahr: Mitarbeiter lassen sich nicht impfen
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"Hamburg (ots) - Nur jeder fünfte Mitarbeiter in Deutschland nimmt
nach Einschätzung von Fach- und Führungskräften der deutschen Wirt-
schaft regelmäßig an Maßnahmen zur Grippeprävention teil. Zehn Pro-
zent der Belegschaft nutzen sie nur selten. Diese Nachlässigkeit
kann vor allem größere Unternehmen teuer zu stehen kommen. So sind
in Betrieben mit mehr als 100 Angestellten Grippeerkrankungen in
knapp 70 Prozent der Fälle für Arbeitsausfälle verantwortlich. In
Betrieben bis 100 Mitarbeitern sind es immerhin noch knapp 55 Pro-
zent. Der Grund: Je vielfältiger die Kontaktmöglichkeiten, desto
häufiger ist auch mit einer Erkrankung zu rechnen. Das ergab die
Untersuchung "Saisonale Gesundheitsrisiken" des IMWF Institut für
Management- und Wirtschaftsforschung in Hamburg und handels-
blatt.com. (...)"
Quelle: Presseportal.de vom 9. Jan. 2008
http://www.presseportal.de/meldung/1113486
Kommentar: Angebrachte Skepsis
In großen Teilen der Bevölkerung herrscht Unbehagen gegenüber der
Grippeimpfung. Trotz massiver Werbekampagnen liegt sie übrigens
auch bei medizinischem Personal nicht höher als in der Wirtschaft.
Eine der Ursachen dürfte in der häufig gemachten Erfahrung liegen,
trotz der Grippeimpfung an schweren Grippesymptomen zu erkranken.
Die regelmäßige Erklärung der Mediziner, dies sei darauf zurückzu-
führen, dass in diesen Fällen sonstige Erreger verantwortlich sei-
en, gegen die dummerweise diesmal nicht geimpft wurde, wird mit
Skepsis aufgenommen: Nachprüfbar ist das nicht.
Die Behauptung, die Grippeimpfung sorge für weniger Krankheitsaus-
fälle in den Betrieben, ist zudem nicht durch Studien belegt. Im
Gegenteil:
Die WDR-Sendung "rundum gesund" zitierte am 20. Sept. 2004 das Er-
gebnis einer amerikanischen Studie, die den Gesundheitszustand von
gegen Grippe geimpften und nur mit einem Placebo geimpften Beleg-
schaftsmitgliedern der Ford-Werke miteinander verglich:
"Dabei zeigte sich, dass der tatsächlich gegen Grippe geimpfte Teil
der Belegschaft im folgenden Winter deutlich öfter zum Arzt ging,
mehr Tage an Erkältungsbeschwerden litt und sich häufiger krank
melden musste, als der nur mit Placebo geimpfte Teil der Beleg-
schaft."
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[14] "Der Auslöser war ausgerechnet die Impfung"
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"Gummersbach - Man kann sie nicht sehen, und doch zwingen sie den
stärksten Mann in die Knie: Die Grippeviren wüteten in den letzten
Wochen im Kader des VfL Gummersbach.
"Es hat in den letzten 20 Tagen im Prinzip jeden erwischt. Zuletzt
lagen Alvanos und Gunnarsson noch flach", stöhnt VfL-Coach Alfred
Gislason.
Den Anfang machte Adrian Wagner, dann meldete sich einer nach dem
anderen vom Trainingsbetrieb ab.
Kurios: Der Auslöser war ausgerechnet die Impfung. Gislason: "Ich
weiß nicht, ob es zu spät war. Aber seit wir das komplette Team ge-
impft hatten, ist einer nach dem anderen krank geworden." (...)"
Kölner Express vom 11. Dez. 2007
http://www.express.de/servlet/Satellite?pagename=express/index&pageid=1008773420641&rubrikid=201&ressortid=103&articleid=1195300895911
Kommentar: Ich glaube, ein Kommentar erübrigt sich...
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[15] "Vogelgrippe breitet sich in Polen weiter aus"
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"WARSCHAU (dpa). Die Vogelgrippe bei Nutzgeflügel in Polen weitet
sich aus. (...) Es ist bereits der vierte Ausbruch der Krankheit
bei Geflügel binnen zehn Tagen. Alle betroffenen Höfe befinden sich
im nordwestlichen Teil der Wojewodschaft Masowien, etwa 100 Kilome-
ter von der Hauptstadt entfernt.
Die etwa 360 000 Hühner der Farm sollen getötet werden. Um den Hof
wurde eine Schutzzone eingerichtet."
Quelle: Ärztezeitung vom 12. Dez. 2007
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/vogelgrippe/default.aspx?sid=476316
Kommentar: Tabuthema Massentierhaltung
360.000 Hühner auf einer einzigen Farm? Können Sie sich die Lebens-
bedingungen dieser Tiere vorstellen? ... Besser nicht, das verdirbt
nur den Appetit auf das nächste Hühnerfrikassee.
Laut dem Veterinär Prof. Dr. Detlef Fölsch ist das eigentliche
Problem im Zusammenhang mit der sogenannten Vogelgrippe die Massen-
tierhaltung
http://www.vgt.ch/dokumentationen/Vogelgrippe/foelsch-feb06.htm
Wer den Virentests immer noch glaubt, sollte diesen Artikel lesen
http://www.virusmyth.net/aids/data/chjtests5.htm
(gleicher Artikel in Deutsch)
http://members.aol.com/nuejo61/dokus/pcrtest.htm
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[16] "Chinese stirbt an Vogelgrippe - kein Kontakt zu Geflügel"
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"Peking (dpa) - Ein 24-jähriger Chinese ist in der ostchinesischen
Provinz Jiangsu an der Vogelgrippe gestorben. Untersuchungen der
Gesundheitsbehörden hätten das Virus H5N1 nachgewiesen, obwohl der
Mann keinen Kontakt zu Geflügel gehabt habe, berichtete die amtli-
che Nachrichtenagentur Xinhua am Montag. (...)"
Quelle: DPA am 3. Dez. 2007
http://www.krankenkassen.de/dpa/125200.html
Kommentar: Virus aus dem Nichts - kein Rätsel für Virenjäger?
Üblicherweise wird die Vogelgrippe mittels eines Gentests, der "Po-
lymerase Chain Reaction" (PCR) diagnostiziert. Doch laut dem Erfin-
der der PCR, dem Nobelpreisträger Dr. Kary Mullis, kann der Test
keine Infektion mit einem spezifischen Virus nachweisen, es sei
denn, es sei gesichert, dass die spezifischen DNA-Abschnitte, auf
die er reagiert, auch typisch für ein spezifisches Virus wären.
Mehr über die Problematik der PCR: http://members.aol.com/nuejo61/
Doch selbst wer an die Aussagekraft von solchen Tests glaubt, kann
- außer er verfügt über den Tunnelblick der Virenjäger - über die
Tatsache nicht hinwegsehen, dass die Frage der Herkunft der Viren
regelmäßig ein Rätsel darstellt.
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[17] H5N1-Ansteckung - Vogelgrippe durch Entenbraten?
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"Die Vogelgrippe kann auch durch tiefgefrorene Enten oder Gänse
übertragen werden. Experten halten die Infektionsgefahr beim Ver-
zehr aber für gering.
Seit in Brandenburg kurz vor Weihnachten mehrere Fälle von Vogel-
grippe bei Hühnern aufgetreten sind, gibt es Spekulationen über den
Ansteckungsweg und die Gefahr für Menschen. In Verdacht gerieten
dabei tiefgefrorene Enten.
"Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, weil der Erreger bei
Enten und Gänsen nicht wie bei Hühnern schnell zum Tod führt und
deshalb unentdeckt bleiben könnte", sagte Thomas Mettenleiter, Prä-
sident des Friedrich-Loeffler-Instituts auf der Insel Riems, dem
Berliner "Tagesspiegel". Der Experte reagierte damit auf Vermutun-
gen eines Amtstierarztes, der die aktuellen Vogelgrippefälle mögli-
cherweise auf tiefgefrorene Enten zurückführt. (...)"
Quelle: FOCUS online vom 28. Dez. 2007
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/vogelgrippe/news/h5n1-ansteckung_aid_230884.html
Kommentar: Vogelgrippe süß-sauer
Auch wenn die ganze Vogelgrippe-Hypothese auf äußerst wackeligen
Beinen steht, wird man voraussichtlich so lange öffentlich beteu-
ern, dass der Genuss von Entenbraten "fast" kein Risiko bedeutet,
bis auch dem Letzten der Appetit vergangen ist.
Ein Glück, dass die Volksrepublik China gerade die erfolgreiche Er-
probung eines Vogelgrippe-Impfstoffes für den Menschen gemeldet
hat. Ein ungetrübter Geflügel-Genuss wie in guten alten Zeiten und
ohne Todesangst ist somit in Sichtweite, Mao sei Dank.
Quelle:
http://german.china.org.cn/china/2007-12/25/content_9429154.htm
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[18] Bayern zahlt 200 Millionen Euro für Phantasie-Impfstoff
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"Für den Fall einer katastrophalen Grippe-Pandemie sichert sich
Bayern Bezugsrechte für eine flächendeckende Impfung der Bevölke-
rung. So stimmte das Kabinett am Dienstag darüber ab, dass eine
Vorfinanzierung in Höhe von 200 Millionen Euro in diesem Fall gege-
ben sei. (...)"
Quelle: krankenkassenratgeber.de vom 13. Dez. 2007
http://www.krankenkassenratgeber.de/index.php?option=com_kk_news&task=show_detail&limit=10&id=44572&Itemid=22
Kommentar: Goldesel pur
Bayerns Steuerzahler dürfen 200 Millionen Euro für einen Impfstoff
zahlen, den es noch nicht gibt, gegen eine Krankheit, die es noch
nicht gibt. Und die es auch nie geben wird - es sei denn, man wird
einige schwere Grippefälle, die in den meisten Fällen durch antivi-
rale Medikamente verschlimmert wurden, als den Beginn einer welt-
weiten Pandemie deuten, die man bereits im Keim ersticken müsse.
Da die Umsatzzahlen der Tamiflu-Verkäufe jetzt auch langsam wieder
zurückgehen, käme ein Vorsorge-Szenario, um eine angeblich drohende
Pandemie zu verhindern, dem Hersteller Roche gerade recht. An den
Hebeln der Macht, um so etwas umzusetzen, sitzt Roche, bzw. der Li-
zenzgeber Gilead, allemal:
Einer der Hauptaktionäre - und Hauptprofiteure der Tamiflu-Euphorie
- ist der ehemalige US-Verteidigungsminister Rumsfeld. Als Vertei-
digungsminister hatte er auch die Seuchenbehörde CDC unter sich;
zwar musste Rumsfeld inzwischen seinen Hut nehmen, aber es gibt
keine Anzeichen, dass seine Seil- - Entschuldigung - Freundschaft
zu Präsident Bush damit ebenfalls beendet wäre.
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[19] TAMIFLU bleibt für japanische Jugendliche verboten
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"Die japanischen Behörden haben bisher noch keinen Nachweis über
psychische Nebenwirkungen des Roche- Grippemedikamentes Tamiflu
erbringen können. Aus Vorsicht bleibe die Einnahme des Medikaments
bei Jugendlichen aber weiterhin untersagt, teilte das Gesundheits-
ministerium am Mittwoch in Tokio mit. (...)"
Quelle: Financial Times Deutschland vom 26. Dez. 2007
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/296755.html
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[20] "Grünkohl: Wintergemüse mit Vitaminpower"
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"Eschborn (ots) - Nach dem ersten Frost schmeckt Grünkohl erst
richtig gut. Dann entwickelt er seinen typischen herbsüßen Ge-
schmack. Was außerdem noch alles in ihm steckt und welche Traditio-
nen sich mit ihm verbinden, berichtet die »Neue Apotheken Illust-
rierte« in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Januar 2008.
Herausragend ist der hohe Gehalt an Vitamin C. Mit 100 Milli-
gramm pro 100 Gramm Grünkohl enthält er doppelt so viel des Vita-
mins wie Orangen oder Zitronen und sorgt so in den Wintermonaten
für geballte Vitamin-C-Power. Außerdem ist er reich an Folsäure und
strotzt vor Calcium. Eine Portion von 250 Gramm deckt knapp die
Hälfte des Tagesbedarfs eines Erwachsenen an Calcium. Hilfreich ge-
rade für Menschen, die keine oder nur wenig Milch und Milchprodukte
zu sich nehmen. Das sind beispielsweise Veganer oder Patienten mit
einer Milchzucker-Unverträglichkeit, einer sogenannten Laktose-
Intoleranz. Spitze ist Grünkohl auch in Sachen sekundäre Pflanzen-
inhaltsstoffe. So enthält er beachtliche Mengen an gesundheitsför-
dernden Carotinoiden, Flavonolen und Glucosinolaten. Letztere sind
schwefelhaltige Verbindungen, die für den typischen Kohlgeruch ver-
antwortlich sind und die möglicherweise krebsvorbeugende Wirkung
besitzen.
Mit oder ohne Wurst und anderen Fleischbeilagen, gedünstet oder
gekocht, als Eintopf oder Gemüse, Suppe oder Auflauf: Grünkohl
lässt sich auf vielerlei Weise zubereiten. Zum Abschmecken reichen
oft Pfeffer und Salz, eventuell Majoran, Lorbeer und Muskat.
(...)"
Quelle: Pressemeldung der Neue Apotheken Illustrierte, 28. Dez. 07
http://www.presseportal.de/meldung/1109109
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[21] Kosten für Impfstoffe um 8 Prozent gestiegen
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"(...) Im November 2007 betrug der Ausgabenanstieg der Krankenkas-
sen für Arzneimittel und Impfstoffe 9,2 Prozent; im Gesamtjahr 2007
wird er nach Angaben der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothe-
kerverbände rund 8 Prozent erreichen. (...)"
Quelle: Pressemitteilung der ABDA vom 10. Jan. 2008
http://www.gesundheit-adhoc.de/index.php?op=show&msgNr=3041
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[22] Zeitung: Kosten für Impfungen steigen um 64 Prozent
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"Immer mehr Menschen lassen sich auf Kosten der gesetzlichen Kran-
kenkassen impfen. Das geht aus Zahlen der Betriebskrankenkassen
hervor, wie die «Bild»-Zeitung (Montagsausgabe) berichtet. Danach
sind die Impf-Kosten der Krankenkassen allein in diesem Jahr um 64
Prozent auf 1,6 Milliarden Euro gestiegen. Grund dafür ist die Ge-
sundheitsreform: Dadurch wurde Impfen Kassenleistung. (...)"
Quelle: ad-hoc-news.de vom 17. Dez. 2007
http://www.ad-hoc-news.de/Aktuelle-Nachrichten/de/14653469/Zeitung-Kosten-fuer-Impfungen-steigen-um-64-Prozent
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[23] Umsatz mit Impfstoffen hat sich verdoppelt
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"BERLIN (fst). Der Umsatz von Impfstoffen in Apotheken hat sich im
vergangenen Jahr auf etwa eine Milliarde Euro zu Herstellerabgabe-
preisen mehr als verdoppelt. Das hat das Marktforschungsinstitut
Insight Health mitgeteilt. Impfstoffe stellen damit die umsatz-
stärkste Präparategruppe im Apothekenmarkt dar. (...)"
Quelle: Ärzte Zeitung vom 14.1.08
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/infektionskrankheiten/impfen/default.aspx?sid=477842
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[24] Pharma-Umsätze "rückläufig"
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"Frankfurt/Düsseldorf, 17. Dezember 2007. Rund neun Prozent Umsatz-
zuwachs konnte die Pharmabranche noch im ersten Halbjahr präsentie-
ren, im dritten Quartal fielen die Umsatzraten der führenden Phar-
ma-Konzerne mit gut fünf Prozent deutlich schwächer aus. Mit Pfi-
zer, GlaxoSmithKline und Novartis wiesen im abgelaufenen Quartal
drei Topkonzerne sogar Umsatzrückgänge aus. Das Marktforschungsun-
ternehmen IMS Health rechnet damit, dass die Umsätze der Branche im
kommenden Jahr weltweit nur um fünf bis sechs Prozent zulegen, ge-
genüber sechs bis sieben Prozent im Gesamtjahr 2007. Für die USA
wird für 2008 ein Plus von vier Prozent erwartet und damit den
schwächsten Zuwachs seit mehreren Jahrzehnten. (...)"
Quelle: Handelsblatt, 2.11.07
http://www.gesundheit-adhoc.de/index.php?op=show&msgNr=2961
Kommentar: Die alltäglichen Sorgen eines Pharma-Großaktionärs
Ach ja, Pharma-Großaktionär müsste man sein. Als solcher wäre die
größte Sorge, die ich habe, ob die Umsatzsteigerungen "meines" Kon-
zerns von neun Prozent auf fünf Prozent gefallen sind. In Wahrheit
wäre natürlich nichts gefallen, die Umsätze wären ja weiterhin ge-
stiegen, wenn auch gerade mal nicht ganz so stark wie im Quartal
zuvor.
Aber auch ein Pharma-Großaktionär muss sich schließlich um etwas
Sorgen machen können, wenn er schon nicht den täglichen Überlebens-
kampf derjenigen teilt, die "seine" Umsatzsteigerungen finanzieren
müssen. Wollen wir es ihm gönnen - es ist ja Weihnachten ...
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[25] Rekordbeitragssatz bei Krankenkassen
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"Millionen von gesetzlich Krankenversicherten müssen sich nach ei-
ner Studie auf einen Rekordbeitragssatz von 15,5 Prozent einstel-
len. Mit der Einführung des Gesundheitsfonds zum 1. Januar 2009
werde der allgemeine Beitragssatz um 0,7 Prozentpunkte im Vergleich
zum heutigen Durchschnittssatz steigen, berichtete die Initiative
Neue Soziale Marktwirtschaft in Köln am Montag unter Berufung auf
das Münchner Institut für Gesundheitsökonomik. Kritiker, darunter
das Bundesgesundheitsministerium, bescheinigten der Studie fachli-
che Mängel.
Rund 44 Millionen Kassen-Mitglieder müssten bis zu 59 Euro im Monat
mehr zahlen, errechnete das Institut. Dagegen würden 5,5 Millionen
Kassen-Mitglieder wegen der Senkung ihrer heute höheren Beitrags-
sätze Geld sparen. Die Regierung legt nach den Bestimmungen der Ge-
sundheitsreform den Beitragssatz bis zum 1. November 2008 erstmals
für alle Kassen fest. Unterschiedlicher Finanzbedarf soll dann ver-
stärkt zwischen den Kassen ausgeglichen werden. Heute klaffen die
Beitragssätze zum Teil erheblich auseinander, nach Institutsangaben
von 12,2 bis 16,7 Prozent. Vor der Festlegung des Beitragssatzes
durch die Regierung läge es im Interesse der Kassen, die Ausgaben
hoch zu halten, erläuterte der Direktor des Münchner Instituts,
Günter Neubauer, die Annahmen in seiner Studie. Damit sicherten sie
sich auch für später höhere Beiträge. (...)"
Quelle: Businessportal24.com vom 8. Jan. 2008
http://www.businessportal24.com/de/Rekordbeitragssatz_Krankenkassen_257869.html
Kommentar: Immer besser und immer uneffektiver?
Irgendwie ist das schon komisch, oder? Unser Gesundheitssystem wird
immer besser und effektiver, dennoch steigen kontinuierlich seine
Kosten. Eigentlich müssten bei immer besserer Medizin die Menschen
immer gesünder werden und die Kosten kontinuierlich sinken.
Folgende Schlussfolgerungen bieten sich nun an: Entweder haben wir
im Gesundheitswesen eine überdurchschnittliche Geldentwertung (In-
flation) oder aber das Gesundheitssystem wird immer uneffektiver.
Oder gibt es noch eine dritte mögliche Erklärung? Ich freue mich
auf Ihre Rückmeldungen unter redaktion@impfkritik.de!
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[26] Wissenschaftler rütteln an Tabus bei Gesundheitsleistungen
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Rationierung unvermeidlich? - Wissenschaftler rütteln an Tabus bei
Gesundheitsleistungen
"Baierbrunn (ots) - Die Sparpolitik im Gesundheitswesen stößt an
Grenzen. Nun rühren Ärzte, Politiker und Ethiker an einem Tabu, das
in Deutschland noch gilt: Sie diskutieren über eine Rationierung.
Das bedeutet, öffentlich finanzierte medizinische Leistungen würden
nach vorgegebenen Kriterien zugeteilt. "Eine Welt ohne Rationierung
ist nicht denkbar", sagt etwa Professor Friedrich Breyer, Lehr-
stuhlinhaber für Wirtschafts- und Sozialpolitik an der Universität
Konstanz in der "Apotheken Umschau".
Auch der Aachener Professor Dominik Groß, Direktor des Instituts
für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin, befindet: "Wir sind
schon mitten in der Rationierung, und wir kommen auch gar nicht
daran vorbei."
Noch wehren sich maßgebliche Politiker vehement gegen diese Gedan-
kenspiele. "Unser Gesundheitssystem verfügt über genügend Geld, um
jedem Patienten die notwendige Behandlung zu bezahlen", sagt Ge-
sundheitsministerin Ulla Schmidt, die gleichwohl schon viele Spar-
maßnahmen durchsetzen musste. Die Diskussion um Rationierungen
greift im Wissenschaftsbetrieb um sich, auch wenn unklar ist, wohin
sie führt.
"Aussichten auf glatte, leichte Lösungen bestehen kaum", schreibt
Professorin Bettina Schöne-Seifert, Medizinethikerin an der Univer-
sität Münster, in der "Apotheken Umschau". Sie verlangt, dass die
Diskussion offen geführt wird und spricht von einer bereits beste-
henden "verdeckten Rationierung", die sie für nicht legitim hält.
"Denn sie verletzt das Recht der Bürger und Patienten, darüber in-
formiert zu sein und darauf zu reagieren."
Quelle: Pressemeldung der "Apotheken Umschau" vom 30. Dez. 2007
http://www.presseportal.de/meldung/1109967
Kommentar: Zentralkomitee des Gesundheitswesens
Wetten, Sie haben über die Floskel "öffentlich finanzierte medizi-
nische Leistungen" einfach hinweggelesen? Machen Sie sich nix
draus, das geht den meisten Menschen so: Da die gesetzlichen Kran-
kenkassenbeiträge bereits von unserem Arbeitgeber abgebucht werden
und wir gewohnt sind, in "Nettogehältern" zu denken, ist uns oft
nicht bewusst, dass die medizinischen Leistungen nicht "öffentlich"
finanziert werden, also aus dem Steuersäckel, sondern aus unseren
eigenen Krankenkassenbeiträgen.
Nur die Verwaltung und Verteilung unserer Beiträge, die ist sozusa-
gen "öffentlich". Was auf gut Deutsch heißt, dass wir zwar zahlen,
aber nicht frei darüber entscheiden dürfen, welchen medizinischen
Leistungen wir unsere Gesundheit anvertrauen.
Erlaubt ist, was zur schulmedizinischen Staatsreligion zählt. Was
dazu zählt, entscheidet ein zentralistisches Gremium, der "Gemein-
same Bundesausschuss". Jedes Jahr werden von diesem 21köpfigen
"Club der Eingeweihten" Hunderte von Milliarden Euro aus dem Kas-
sensystem reguliert. Er allein entscheidet, was eine Krankenkasse
erstatten darf oder erstatten muss.
Mich persönlich erinnert dieses Gremium an das Zentralkomitee der
SED, der angeblich letzten Diktatur auf deutschem Boden. Rein theo-
retisch hatten DDR-Bürger die Möglichkeit, durch die Wahlen und
durch ein Engagement innerhalb der SED an der politischen Willens-
bildung teilzuhaben.
Rein theoretisch hätten wir auch alle sechs Jahre durch die Sozial-
wahlen die Möglichkeit, Delegierte in den Verwaltungsrat unserer
gesetzlichen Krankenkasse zu wählen. "Selbstverwaltung im Gesund-
heitswesen" nennt sich das. Doch diejenigen die sich - vor allem
über Gewerkschaftslisten - ein derartiges Pöstchen sichern, sind
offensichtlich gar nicht daran interessiert, Selbstverwaltung aus-
zuüben oder die geknebelten gesetzlichen Krankenkassen aus der Dik-
tatur des Gemeinsamen Bundesausschusses zu befreien.
Selbstverwaltung und Bundesausschuss schließen sich nämlich gegen-
seitig aus!
Wem dient dieses System der gesteuerten Schein-Selbstverwaltung?
Etwa uns Krankenversicherten? Nun, die Staatsmedizin hat einen ent-
scheidenden Vorteil: Sie nimmt uns einen Großteil unserer Eigenver-
antwortung ab. Ein bisschen Chemo hier und ein paar bunte Pillen
dort, und schon müssen wir z. B. nicht unsere Ernährungsgewohnhei-
ten umstellen, die eine der Hauptursachen bei den meisten Zivilisa-
tionskrankheiten darstellen. Ansonsten ist die Staatsmedizin in der
Regel überteuert und - bis auf die Nebenwirkungen - wirkungslos.
Wenn wir wissen wollen, wem das Ganze wirklich dient, brauchen wir
nur den Geldströmen zu folgen. Und wenn die Zuflüsse der Geldströme
nicht mehr ausreichen, um die Gier derjenigen, die am anderen Ende
dieser Ströme sitzen, zu befriedigen, dann muss man halt "ein Tabu
brechen" und über die "Rationierung von Leistungen diskutieren".
Prost Neujahr!
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[27] Selbsthilfe-Organisationen am Tropf der Pharmaindustrie
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"Nicht immer sind Patienten-Selbsthilfegruppen unabhängig. Einige
Organisationen sind nicht nur von den finanziellen Zuwendungen der
Pharmaindustrie abhängig.
Für fast alle chronischen Erkrankungen gibt es hierzulande Selbst-
hilfegruppen. Rund 3 Millionen Menschen sind darin organisiert,
schätzt das Robert-Koch-Institut. Auch der Sachverständigenrat im
Gesundheitswesen unterstreicht die Bedeutung der Selbsthilfe: Sie
sei Ausdruck sozialer Emanzipation, praktischer Medizinkritik und
trage zum Abbau überzogener Medikalisierung bei.
Inwieweit dieser hohe Anspruch von den rund 300 bundesweit aktiven
Selbsthilfeorganisationen gelebt wird, wäre empirisch zu untersu-
chen. Zumal sie latent durch "Informationssteuerung und Produktmar-
keting" der Pharmaindustrie in Versuchung geführt werden, wie der
Sachverständigenrat in seinem Gutachten für 2005 schreibt. (...)"
Quelle: taz vom 4. Jan. 2008
http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/am-tropf-der-pharmaindustrie/?src=SZ&cHash=7a0fd86b79&type=98
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[28] Jeder neunte Beschäftigte ist im Gesundheitswesen tätig
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"Die steigende Zahl der Beschäftigten im Gesundheitswesen geht ins-
besondere auf geringfügig oder in Teilzeit Beschäftigte zurück. Die
Vollzeitbeschäftigungen waren 2006 sogar rückläufig. Am meisten
profitieren konnte der Pflegebereich.
Die Zahl der Beschäftigten im deutschen Gesundheitswesen kletterte
im Jahr 2006 um 34.000 auf insgesamt 4,3 Millionen. Dies teilte das
Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mit. Der Anstieg
entspreche einem Zuwachs von 0,8 Prozent. Jeder neunte Beschäftigte
in Deutschland sei damit im Gesundheitswesen tätig. Am meisten pro-
fitieren konnte der Bereich der Gesundheitsdienstberufe (beispiels-
weise Ärzte und Gesundheits- und Krankenpfleger). Hier wurden die
meisten Stellen im Pflegebereich geschaffen. Abgebaut wurden Jobs
nur im Gesundheitshandwerk (zum Beispiel Augenoptiker). (...)"
Quelle: Krankenkassen-direkt.de vom 14. Dez. 2007
http://www.krankenkassen-direkt.de/news/news.pl?val=1198252599&news=201575738
Kommentar: Mit Vollgas in den Abgrund beschleunigen
Es gibt immer mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen. Gleichzeitig
haben jedoch mein Arzt und das Pflegepersonal im Krankenhaus immer
weniger Zeit für mich. Wie kommt das zustande? Eigentlich müssten
ja die Krankenzahlen zurückgehen, bei all den supertollen und su-
perteuren Errungenschaften der modernen Medizin. Und dann müsste
das medizinische Personal eigentlich wieder mehr Zeit für die Pati-
enten haben.
Doch altgediente Pflegekräfte berichten einmütig, dass bei ihnen
seit Jahren ständig Stellen gestrichen werden und sie allein schon
dadurch immer weniger Zeit für den Patienten haben. Aber wohin wan-
dern denn dann die zusätzlichen Beschäftigten im Gesundheitswesen?
Stimmt es, was böse Zungen behaupten, dass immer mehr Verwaltungs-
mitarbeiter immer weniger Pflegekräfte verwalten, dem Gesundheits-
system also ein riesiger Verwaltungs-Wasserkopf wächst? Und das bei
gleichzeitig immer intensiverem Einsatz von EDV? Das wäre paradox.
Oder haben diejenigen doch Recht, die behaupten, es gäbe immer mehr
Kranke und das hänge direkt mit dem krebsartigen Wachstum eines -
selbst längst erkranken - Gesundheitssystems zusammen? Rätsel über
Rätsel. Bisher jedenfalls hat sich die Hoffnung, dass mehr Gesund-
heitsausgaben und ein wachsender Gesundheitsapparat mehr Gesundheit
- und damit weniger Kranke - erzeugt hätten, nicht erfüllt. Im Ge-
genteil.
Aber wir wollen positiv denken und nicht unken. Vielleicht muss man
einfach nur genügend zusätzliches Geld und Personal investieren, um
die verhängnisvolle Tendenz umzukehren. Wie zum Beispiel beim Imp-
fen: Zeigt sich, dass Impfungen nix nützen, wird einfach noch mehr
geimpft, in der Hoffnung, dass der Nutzen sich automatisch aus der
vermehrten Anstrengung ergibt. Positives Denken in Reinkultur.
Und klar, wenn unser Gesundheitssystem nicht effektiv genug ist,
dann brauchen wir eben mehr Leute in der Verwaltung, die darauf
schauen, dass die Pflegekräfte effektiver arbeiten und nicht in je-
dem unbeobachteten Moment im Treppenhaus stehen und Schwätzchen
halten.
Mit unserem Gesundheitssystem ist das so, als fahre man mit dem Wa-
gen auf einen Abgrund zu und gäbe noch mal richtig Gas, um ein
Sich-Überschlagen zu verhindern. Aber das ist bestimmt ein schlech-
tes Beispiel.
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[29] Impressum
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