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                      impf-report newsletter
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Unabhängiger Nachrichtendienst rund ums Impfen Ausgabe  Nr. 46/2004
Von Eltern für Eltern                                  5. Dez. 2004
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Inhalt:

[01] "Was wir Kinderärzte nicht wissen!"
[02] Neue Rubriken auf impfkritik.de: Zulassungsverfahren + Tetanus
[03] Informationsbroschüre von EFI Dresden in 2. Auflage
[04] Nur das Virus in Verdacht: "Vogelgrippe" in Asien
[05] US-Petition fordert Zugang zu Zulassungsdaten
[06] Mangelhafte Impfaufklärung: Beschwerde bei Krankenkasse hilft
[07] Ebola: Menschenversuche nach Impfstoffzulassung ethischer?
[08] Erfahrungsbericht: Multiple Sklerose nach DTP-Impfung
[09] Impfung hilft nicht? Einfach mehr impfen!
[10] Unabhängige Bluthochdruckstudie: Weitere Berichte gesucht
[11] Vorsicht bei Diagnose Zuckerkrankheit!
[12] Impressum


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[01] "Was wir Kinderärzte nicht wissen!"
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Leserbrief zu SZ-Forum Dokumentation "Impfen", Süddeutsche Zeitung
vom 2./3. Oktober 2004

Wenn es mit den Impfungen doch nur so einfach wäre, wie es auf dem
SZ-Forum schien... und wenn wir auf die Fragen kritischer Eltern
wirklich immer sichere und eindeutige und dann auch noch beruhigen-
de Antworten zu geben wüssten.

Wie ist das denn mit der Sicherheit und der Verträglichkeit der
Impfstoffe? Wir wissen es nicht wirklich, erfassen wir doch in
Deutschland unerwünschte Nebenwirkungen von Impfungen erst seit gut
3 (!) Jahren systematisch (und die erhobenen Zahlen sind nicht
veröffentlicht...).

Wie ist das mit den Todesfällen nach der 6-fach-Impfung? Wir wissen
es nicht - denn die Zulassungsstudien zur Verträglichkeit dieser
Impfstoffe sind nicht vollständig veröffentlicht und die angesichts
der 5 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden nach der Impfung initi-
ierten Nachuntersuchungen der Europäischen Arzneimittelbehörden
sind bislang leider auch "streng vertraulich"....

Wie ist das mit Impfungen und Allergien? Wir wissen es nicht, denn
die Studienergebnisse sind hier widersprüchlich (und es gibt sehr
wohl wissenschaftliche Untersuchungen, die einen Zusammenhang her-
stellen!).

Sind denn die Windpocken wirklich so gefährlich, wie man jetzt
überall liest? Wir wissen es nicht, wurde doch die der aktuellen
Impfempfehlung zu Grunde liegende Untersuchung vom Impfstoffher-
steller selbst(!) finanziert und erfüllt in keiner Weise die heute
üblichen wissenschaftlichen Anforderungen an Studien - ältere,
weitgehend pharmaindustrie-unabhängige Untersuchungen der deutschen
Kinderärzte von 1997 kommen zu wesentlich weniger dramatischen
Ergebnissen...

Schützt denn die Grippeimpfung sicher vor Grippe? Wir wissen es
nicht, denn niemand kann vorhersagen, ob der diesjährige Grippevi-
rus wirklich so aussehen wird, wie wir vermuten (und darauf hin den
Impfstoff zusammenstellen) - im letzten Jahr war der dann für die
Grippewelle verantwortliche Virus im entsprechenden Impfstoff
schlicht nicht enthalten.

Wie sicher schützen Impfungen denn überhaupt vor Erkrankungen? Wir
wissen es in vielen Fällen nicht genau, haben wir doch lernen müs-
sen, dass wir mit Impfungen zwar einzelne Erreger zurückdrängen
können (z. B. HiB), dass die Häufigkeit der eigentlichen Erkrankung
(Hirnhautentzündung) durch diese Erfolge jedoch kaum zurückgegangen
ist - lediglich sehen wir hier jetzt häufiger andere Bakterien oder
Viren als Schuldige...

Sind denn geimpfte Kinder wirklich die gesünderen? Auch das wissen
wir leider nicht - Untersuchungen über die gesundheitlichen Lang-
zeitfolgen von Impfungen und Impfprogrammen fehlen bis heute fast
vollständig und die wenigen Daten, die es hierzu gibt kommen zu
eher beunruhigenden Ergebnissen (wie die des Dänen Aaby im Jahr
2001 - die SZ berichtete damals...).

Diese Reihe drängender und berechtigter Fragen ließe sich genauso
fortsetzen, wie die der differenzierten und ob des Einräumens feh-
lender Sicherheit oft wenig befriedigenden Antworten. Es wird deut-
lich, dass das Ausmaß dessen, was wir zu diesem heiklen Thema nicht
wissen, unsere begrenzte Erkenntnis bei weitem übersteigt. Vorbeu-
gende Maßnahmen wie Impfungen bedürfen in der Medizin jedoch immer
einer besonders kritischen Betrachtung, da sie - anders als solche
zur Behandlung eines kranken Menschen - ja am Gesunden durchgeführt
werden, also ohne die Rechtfertigung durch bestehendes Leiden. Dies
gilt im Besonderen für Schutzimpfungen, da bei diesen auch schwer-
wiegende Nebenwirkungen immer wieder beschrieben sind.

In dieser Situation muss jede Impfentscheidung vor dem Hintergrund
umfassender Information kritisch, differenziert und individuell
getroffen werden. Eine in der Praxis zunehmend zu beobachtende
Interpretation der STIKO-Empfehlung als "Pflicht-Impfprogramm"
scheint kaum zu rechtfertigen zu sein.

Dr. med. Steffen Rabe
Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, München
http://www.impf-info.de


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[02] Neue Rubriken auf impfkritik.de: Zulassungsverfahren + Tetanus
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(IR) Auf www.impfkritik.de sind seit kurzem zwei neue Rubriken zu
finden:

a) Zulassungsverfahren
Unter www.impfkritik.de/zulassung finden Sie eine Zusammenfassung
der Problematik, die sich daraus ergibt, dass die Zulassungsbehörde
PEI Details der Zulassungsbedingungen als "Betriebsgeheimnis der
Impfstoffhersteller" betrachtet.

b) Tetanus
Unter www.impfkritik.de/tetanus finden Sie ein neues Informations-
blatt von Impfaufklärung e.V., das auf die wichtigsten Argumente
für die Tetanusimpfung eingeht

Eine Übersicht aller aktuellen Rubriken finden Sie auf der Start-
seite unter http://www.impfkritik.de

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[03] Informationsbroschüre von EFI Dresden in 2. Auflage
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(IR) Seit Oktober ist die überarbeitete 2. Auflage der impfkriti-
schen Informationsbroschüre "Informationssammlung für eine über-
sichtliche Impfentscheidung" der impfkritischen Elterngruppe "EFI-
Dresden" verfügbar. Sehr kompakt und übersichtlich werden eine
Fülle typischer und sich für Eltern oft im Alltag stellender Fragen
rund um das Impfen beantwortet. Vor allem die rechtlichen Tipps
dürften sich als nützlich erweisen. Die Autorin Sieglinde Kaufmann
ist Krankenschwester und selbst Mutter von drei (ungeimpften) Kin-
dern.
Paperback, 80 Seiten, Format DIN A-5, Preis: 6 Euro

Bestelladresse:
EFI Dresden
info@efi-dresden.de
Fon/Fax: 0351/2164276
Erikaweg 8
D-01328 Dresden
http://www.efi-dresden.de


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[04] Nur das Virus in Verdacht: "Vogelgrippe" in Asien
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(IR) Etwa 100 Millionen Federvieh wurden dieses Jahr in Südostasien
vorsorglich getötet, um der angeblichen Bedrohung durch einen
neuen Ausbruch der so genannten "Vogelgrippe" zu stoppen. Die Er-
krankungsstatistik nennt bisher 31 menschliche Todesopfer in Thai-
land und Vietnam(1). Nicht nur die Existenzen der Geflügelfarmer
und der Außenhandel (800 Mio. Euro Geflügelexport in Thailand)
stehen auf dem Spiel, sondern die WHO befürchtet - zum wiederholten
Male und ohne jeden Beweis - auch ein Überspringen des gefürchteten
Virus von Mensch zu Mensch.

Die Symptome der Vogelgrippe haben ein recht breites Spektrum: Die
Beschreibungen umfassen z. B. Husten, Niesen, Fieber, gekräuselte
Federn, Schwellen der Haut unter den Augen, Blasen auf den Kämmen,
geschwollene Köpfe, Nervosität und Torkeln.

Wie beim großen niederländischen Vogelgrippenausbruch im Frühjahr
2003 (2) fällt auch hier bei der Berichterstattung auf, dass aus-
schließlich Viren als Ursache der Erkrankungen von Mensch und Tier
diskutiert werden. Obwohl bekannt ist, dass die Haft- (oh, Ent-
schuldigung) die Haltebedingungen von Geflügel den Gesundheitszu-
stand - und die Neigung zu Infektionskrankheiten - nicht unwesent-
lich beeinflussen können, wird das Thema von Behörden und Medien
völlig ausgeblendet. Selbst wenn wir annehmen das tatsächlich Viren
der Auslöser der Erkrankungen sind, so gibt es doch Co-Faktoren,
die die Anfälligkeit für diese Viren erheblich beeinflussen. Und
dazu gehört, wie artgerecht die Tiere gehalten werden. Was in den
üblichen Hühnerfleischfabriken sicherlich nicht die höchste Priori-
tät hat...

Betrachten wir ausschließlich die Symptome und lassen die Influen-
zadiagnose außen vor, dann kommen eine ganze Reihe möglicher Ursa-
chen, infektiöser- und nichtinfektiöser Art, in Frage. Neben den
schlechten Haltebedingungen könnte es auch an verdorbenem oder
pestizidverseuchtem Tierfutter oder Wasser liegen oder an Wirkungen
und Nebenwirkungen von Impfungen und Antibiotika.

Jedoch: Ist die Diagnose "Vogelgrippe" einmal gestellt, hört die
Suche nach alternativen Ursachen sofort auf. Achten Sie doch einmal
in der Berichterstattung darauf!

(1)
WHO Statistik vom 4. Okt. 2004:
http://www.who.int/csr/disease/avian_influenza/country/cases_table_
2004_10_04/en/

(2)
impf-report newsletter Nr. 32/2003 vom 6. August 2003:
http://www.impf-report.de/jahrgang/2003/32.htm#02

Tierhaltung und Infektionsanfälligkeit:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/12/0,1872,2046412,00.html
http://www.vetline.de/nachrichten/aktuelles/weihnachtsessen_tierqua
elerei.htm


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[05] US-Petition fordert Zugang zu Zulassungsdaten
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(IR) In den USA läuft derzeit eine Online-Petition(1), in der Bür-
ger den freien Zugang zu den Daten verlangen, aufgrund der die
Behörden von der Sicherheit der Impfstoffe ausgehen. Wie in
Deutschland auch, wo die zuständige Behörde, das PEI, die Daten der
Zulassungsverfahren als schützenswertes Betriebsgeheimnis der Impf-
stoffhersteller ansieht(2) , haben es die US-Bürger trotz "Freedom
of Information Act", einem US-Gesetz zur Gewährleistung von Trans-
parenz der Behörden, es offensichtlich nicht einfach, Einsicht in
die Zulassungsdaten zu erhalten. Hier wie dort sticht das Herstel-
lerrecht das Informationsrecht der Patienten. Die Petition wurde
bisher von über 12.000 Personen unterzeichnet. Als Ziel werden
100.000 Unterschriften angegeben.

(1) http://www.thepetitionsite.com/takeaction/896046564
(2) http://www.impfkritik.de/zulassung


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[06] Mangelhafte Impfaufklärung: Beschwerde bei Krankenkasse hilft
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(AR) Ärzte informieren bekanntermaßen meistens leider unvollständig
oder gar nicht über Impfnebenwirkungen und mögliche Schäden. Um auf
die Ärzte vermehrt Einfluss über deren Kassenärztliche Vereinigun-
gen (Vertragspartner der Krankenkassenverbände) zu nehmen, empfehle
ich folgendes Vorgehen bei der Impfaufklärung:

Versicherte, die nicht oder unzureichend informiert wurden, sollten
sich schriftlich bei ihrer Krankenkasse (KK) beschweren. Die KK
sind verpflichtet, diesen Beschwerden nachzugehen und geben diese
in der Regel an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung (KV) zur
Stellungnahme weiter. In die Beschwerde sollte klar angegeben wer-
den, um welchen Impfstoff es sich handelt, die Beratungsdauer des
Arztes sollte angegeben werden und eine mögliche Schadenersatzfor-
derung aus dem Infektionsschutzgesetz zitiert und beziffert werden.
Außerdem sollten die Einholung der Einverständniserklärung (wird
häufig vom Arzt nicht vorgenommen, sondern die Eltern eher überre-
det) und der Ablauf des Beratungsgesprächs genau beschrieben wer-
den.

Je mehr solche Beschwerden bei Kassen und KVen eingehen, umso eher
werden sich Ärzte selbst zu dieser Aufklärungspflicht informieren
und sie dann hoffentlich auch praktizieren.

Es sollten auch bereits länger zurückliegende Fälle noch möglichst
genau beschrieben an die Kassen gerichtet werden. Aufklärungs-
pflichten verfristen nicht so schnell wie unangenehme Erfahrungen
oft verdrängt werden. Ich halte das für einen pragmatischen Weg zur
Aufklärung der Ärzte.

Anm. d. Red.: Der Autor Andreas Roll ist leitender Mitarbeiter
einer Betriebskrankenkasse in Ludwigsburg und für Rückfragen über
die impf-report Redaktion erreichbar.


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[07] Ebola: Menschenversuche nach Impfstoffzulassung ethischer?
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Quelle:
Ärzte Zeitung vom 1. Okt. 2004
http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/10/01/177a0103.asp?cat=/mediz
in/impfen

Ebola-Impfstoff schützt vor tödlichem Infekt

"MARBURG (eis). Einen Impfstoff gegen Infektionen mit dem Ebola-
Virus haben Forscher des National Institute of Health (NIH) in
Bethesda in den USA entwickelt.

Die bei Primaten-Affen geprüfte Vakzine hat alle geimpften Tiere
vor der meist tödlichen Infektion bewahrt, wie Professor Gary Nabel
von den NIH berichtet hat.
In ersten Versuchen waren die Tiere
zweimal geimpft worden: zu nächst mit einem DNA-Impfstoff und fünf
Monate später mit einer Vakzine aus abgeschwächten Adenoviren mit
integrierten Ebola Virusproteinen. Die Tiere seien damit vor einer
experimentellen Infektion geschützt worden, ungeimpfte Tiere des
Versuchs hingegen gestorben, so Nabel bei einem Symposium von
Chiron Vaccines Behring in Marburg. (...)"

Der IMPF-REPORTer fragt sich, welche Menschen man wohl für erste
Tests (natürlich NACH der Zulassung) auswählen wird. Vielleicht
einen Stamm in Afrika, ganz weit weg von der sog. Zivilisation und
den Blicken der Weltöffentlichkeit? Welche unabhängige (!) Stelle
wird dann vor Ort zugegen sein, um die wahren Auswirkungen dieses
"Impfstoffs" zu beobachten und zu dokumentieren...?


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[08] Erfahrungsbericht: Multiple Sklerose nach DTP-Impfung
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(Der Name der Autorin ist der Redaktion bekannt)

Januar 1999: Nach einer Schnittverletzung suchte ich einen Arzt
auf, um die Wunde nähen zu lassen. Das geschah dann auch so, und
wie üblich fragte mich der behandelnde Arzt, ob ich wohl gegen
Tetanus geimpft sei. Ich verneinte, und eh ich mich versah, war ich
geimpft und wurde mit der Aufforderung entlassen, diese Impfung in
6 Wochen auffrischen zu lassen. Beim Auffrischungstermin stellte
mein Hausarzt fest, dass nicht nur die Tetanusimpfung anstand,
sondern auch noch Polio und Diphtherie. Auch diese habe ich über
mich ergehen lassen, doch was danach geschah, wollte ich dann doch
nicht so recht wahr haben.

Reaktionen der Familie: "Nichts außergewöhnliches, kann ja mal
passieren. Der Doc wird es schon richten."

Februar 1999: 23 Tage nach dieser Impfung hatte ich Gesichtslähmun-
gen, Sehstörungen mit Doppelbildern, Taubheitsgefühl und war extrem
müde. Nach ein paar Tagen beschloss ich, zum Arzt zu gehen, weil
ich mir doch ernstliche Sorgen machte und so wollte ich ja schließ-
lich nicht für den Rest meines Lebens herumlaufen. Der Arztbesuch
brachte mir außer gehörigem Frust überhaupt nichts. Er sagte, OHNE
irgendwelche Untersuchungen gemacht zu haben. "Das ist NICHTS! Sie
haben einen Virus, der ist in einer Woche vorbei". Ich konnte und
wollte diese Woche nicht abwarten und besorgte mir einen Termin bei
einem Neurologen. Nach kurzer Symptom-Schilderung konnte ich am
selben Tag kommen. Na und der war ja nun sehr gründlich. Klopfte
hier und da mit seinem Hämmerchen, ich musste hüpfen, auf einen
Bein stehen usw. Er sagte dann etwas von MRT* und Lumbalpunktion*,
dann wüsste er mehr und schrieb mich arbeitsunfähig. Ich ließ die
Untersuchungen über mich ergehen, aber auch leider wieder nicht
folgenlos. Nach der Nervenwasser-Untersuchung hatte ich ein so
genanntes postpunktionelles Syndrom, oder einfach ausgedrückt:
Fürchterliche Kopfschmerzen, die mich eine Woche am Tropf verbrin-
gen ließen.

Tja, nun wollte ich doch aber auch gerne wissen, was ich denn nun
habe, und der Neurologe sagte: "Hm..., wir müssen mal abwarten,
aber Sie bekommen erst mal Cortison*." Wieder hing ich 5 Tage am
Tropf und dann hieß es abwarten. Und wieso sollte ich abwarten?
Wieso bekommt man Cortison fürs Abwarten? Aber zumindest verschwan-
den so langsam diese hässlichen Gesichtslähmungen und meine Doppel-
bilder verabschiedeten sich auch ganz allmählich. Es folgten 7
weitere Termine bei meinem Neurologen, immer mit dem Anliegen, dass
er mich doch bitte nicht im Ungewissen lassen soll. Ich bekam zwar
keine Diagnose, dafür aber eine Packung Antidepressiva, damit
würde ich doch wohl Ruhe geben!

Wütend, heulend und völlig entnervt forderte ich meine Unterlagen
an und wechselte den Neurologen. Ich bekam die Befunde, las und
verstand nichts. Da stand doch drin, ich hätte Encephalomyelitis
disseminata, was sollte das denn sein?? Ich wälzte med. Wörterbü-
cher und rief meine Tierärztin an. Sie musste es wissen und sie
wusste es. MS (Multiple Sklerose) hörte sich zwar nicht so gut an,
aber ich kannte niemanden, der es hatte, also konnte es auch nicht
so schlimm sein. Aber von nun an ging alles Schlag auf Schlag. Ich
stellte einen Antrag auf Anerkennung eines Impfschaden.

Reaktionen der Familie: Mein Mann wird ungeduldig, weil ich nicht
zu hören bekomme, was mir fehlt. Die Diagnose selbst machte ihm
erst mal keine großen Sorgen. Er wusste, dass die meisten MS-
Patienten lange Jahre keine Beschwerden haben. Also, warum sollte
es bei mir anders sein?

Im Mai 1999: Schweregefühl in den Beinen, extreme Sehstörungen,
Lhermitte Zeichen*, wieder Gesichtslähmungen, Kraftminderung, Ata-
xie (unkontrollierte Bewegungen) beider Arme, Sprachstörungen,
spastisch-ataktisches (verkrampft und unkontrolliert) Gangbild,
Gehstrecke ca. 800 m, Krankenhausaufenthalt, wieder Cortison und
abwarten. Umsonst gewartet, denn es wollte nichts so richtig wegge-
hen, im Gegenteil, alles wurde noch schlimmer. Im übrigen immer
noch krankgeschrieben. Regelmäßige Krankengymnastik, keine sonsti-
gen Medikamente. Schwerbehinderten-Ausweis beantragt. Bekomme Geh-
hilfen. EDSS 3 (EDSS ist eine Skala von 1 bis 10, mit der Neurolo-
gen den Grad der Behinderung festlegen).

Reaktionen der Familie: Mein Mann findet mein Handeln übereilt,
schließlich kann das ja alles noch weggehen. Meine Beschwerden
ignoriert er weitgehend. Er verdrängt die Tatsachen. Gute Ratschlä-
ge, in die Richtung gehend, dass ich mich nicht verrückt machen
soll. Mein Sohn hat Angst um mich. Er fragt viel und lässt in der
Schule nach. Meine Mitmenschen pöbeln mich an, weil ich morgens
schon torkele.

Oktober 1999: Nach stetiger Verschlechterung Einweisung in eine
spezielle MS-Klinik. Gleiche Symptome, wie im Mai und zusätzlich
Intentionstremor (Bei Annäherung an das Bewegungsziel erfolgendes
Muskelzittern) in den Beinen, freies Sitzen und Stehen nicht mög-
lich, erschwerter Gang und Koordinationsprüfungen nicht mehr mög-
lich. Brennschmerzen, Stand- und Gangataxie, Blasenstörungen. Das
Laufen mit Gehhilfen ist kaum mehr möglich. Einstellung auf Medika-
mente. Imurek*, Lioresal*, Magnesium, B-Vitamine. Es folgten regel-
mäßige Blutkontrollen, wegen des Imureks. Ständige Magenschmerzen
durch die Medikamente. Zusätzlich bekam ich ein Medikament für den
Magen. Und wieder hieß es abwarten, ob Besserung eintritt oder ob
die Medikamente eine positive Wirkung zeigen. Bekomme jede Menge
Haltegriffe und einen Duschsitz. EDSS 5.

Reaktionen der Familie: Mein Mann setzt große Hoffnungen in den
Klinikaufenthalt. Mein Sohn findet es furchtbar, so lange auf mich
verzichten zu müssen, aber er reißt sich zusammen. Fragt aber immer
wieder sehr viel über die Krankheit. Das wichtigste ist für ihn zu
wissen, ob ich wohl bald sterben muss.

November 1999: Weitere Verschlechterungen. Ich bekam einen E-Rolli,
weil ich mit dem Rollator dauernd stürze und keinen Halt mehr habe
und draußen sonst gar nicht mehr vorwärts komme.

Reaktionen meiner Familie: Mein Mann ist entsetzt, dass ich trotz
Klinikaufenthalt in schlechterer körperlicher Verfassung bin. Er
unterhält sich mit Freunden während meiner Abwesenheit über die
Krankheit und sucht dort Hilfe. Er fängt an, die MS ernst zu nehmen
und schiebt sie nicht mehr ganz so weit von sich weg.

Dezember 1999: Ich mag's kaum sagen, aber unter dem Weihnachtsbaum
steht mein Aktiv-Rolli, weil selbst im Haus die Strecken für mich
kaum zu bewältigen sind. Da ich immer noch krank geschrieben war,
kam der med. Dienst zur Begutachtung. Dies ergab Pflegestufe 1 und
weiterhin Krankschreibung. Ich soll Rente beantragen ? und bekam
meinen Schwerbehinderten-Ausweis mit 80%-GB (Gehbehinderung). Na,
ich fand, ich hätte ein "aG" (außergewöhnlich gehbehindert) "ver-
dient" und lege Widerspruch ein.

Reaktionen meiner Familie: Meine Familie versteht nicht, dass ich
heimlich ins Nachbardorf zum Einkaufen fahre, weil es mir peinlich
ist, mit dem Rolli loszufahren. Sie machen mir Mut. Ich soll hier
alles erledigen. Die Menschen im Dorf pöbeln nicht mehr. Im Gegen-
teil, sie gucken mitleidig. Mutti's reißen ihre Kinder zur Seite,
damit ich durchkomme. Mein Sohn findet den Rolli klasse. Wir machen
beide Rolli-Wettrennen auf dem Hof.

Januar 2000: Keine nennenswerten Verschlechterungen außer Haaraus-
fall, schlechte Blutwerte (durch Imurek) und weiterhin extreme
Magenschmerzen. Das Imurek wurde abgesetzt. Ich sollte Betaferon*
bekommen, aber ich hatte keine großen Hoffnungen. Ich lehnte ab und
wollte warten. Aber worauf? Das weiß ich heute selber nicht mehr.
Irgendwie ging alles so schnell, ich konnte mich nie an die neue,
noch mehr eingeschränkte Situation gewöhnen, denn sofort war wieder
etwas Neues da.

Reaktionen der Familie: Lutz findet es in Ordnung, das ich eine
Medikamentenpause machen möchte. Ich bekomme von allen möglichen
Leuten neueste Berichte über Medikamente. Jeder hat DAS Patentre-
zept. Ich bin genervt und mein Mann auch. Alle meinen es gut, aber
wir können es nicht mehr hören. Meine Familie hilft mir von Tag zu
Tag mehr.

Februar 2000: Mein Rentenantrag ist ohne weitere Begutachtung be-
willigt.

Reaktionen der Familie: Es kehrt mehr Ruhe ein. Lutz und ich sind
zufrieden, dass ich nicht mehr dem Leistungsdruck ausgesetzt bin,
arbeiten zu müssen.

April 2000: Es geht weiterhin bergab. Wieder 4 Wochen Klinik. 5
Tage Cortison. Kann die Beine nicht mehr alleine heben. Hochgradi-
ger Tremor (rhythmische Zuckungen von Muskelgruppen) in den Beinen.
Ich bekomme Betaferon und reichlich Paracetamol. Die Nebenwirkungen
waren so heftig, dass ich das Zeug am liebsten nach der ersten
Spritze abgesetzt hätte, aber ich hielt durch. Ich bekam mein "aG",
einen Treppenlift, damit mich mein Mann nicht mehr länger ins Bett
tragen musste. EDSS 7.

Reaktionen der Familie: Erneutes Entsetzen, weil es mir wieder so
viel schlechter geht. Mein Mann äußert sich erstmals negativ über
die Krankheit. Er ist bemüht, für mich alles im Haus so zu gestal-
ten, dass ich überall alleine hin kann. Er macht sich viele Gedan-
ken. Der Junior findet den Treppenlift erst etwas peinlich. Was
würden seine Freunde wohl sagen, wenn sie so ein Ding sehen. Alle
versuchen, sich mit der neuen, wieder schlechteren Situation zu
arrangieren.

Juni 2000: Da hat's mich noch weiter umgehauen. Wieder Krankenhaus,
5 x 1000 mg Cortison. Statt Paracetamol gegen die Nebenwirkungen
vom Betaferon, bekomme ich Ibuprofen 600*. Zu den bereits bekann-
ten Symptomen: Schwere Rumpfataxie, extreme Sehstörungen (25 %
beide Augen), extrem ausgeprägt skandierte Sprache, rechter Arm
nicht mehr gebrauchsfähig, links extrem kraftgemindert, schwerste
Gang und Standataxie, kognitive Störungen. Ich kann meinen Rolli
nicht mehr alleine fortbewegen, kann nicht alleine essen, spritzen,
mich umsetzen, geschweige denn überhaupt sitzen. Brauche Hilfe bei
der Körperpflege. Pflegestufe 2. Beantragung des H ("Hilflosigkeit)
und RF ("Befreiung von Rundfunkgebühr") und Höherstufung der Behin-
derungsprozente. Eine harte Zeit! Nach mehr als 8 Wochen liegen,
komme ich etwas zu Kräften, schaffe es, wieder im Rolli den halben
Tag zu sitzen. Ich bin ganz glücklich ? ? Gehstrecke 2 Schritte
mit vieeeel Hilfe, aber es ging ein Stück bergauf und das ist mir
sehr viel wert!!

Reaktionen der Familie: Die Familie rückt näher zusammen. Alle
sehen ein, dass jeder mehr tun muss. Ich bekomme vollste Unterstüt-
zung, Trost und Zuwendung, weil ich am Ende meiner Kräfte bin. Lutz
und meinem Sohn fällt es sichtlich schwer, mich leiden zu sehen,
versuchen aber nichts anmerken zu lassen. Sie wenden jede Aufregung
von mir ab. In dieser Zeit waren auch meine Freunde ganz besonders
für mich da.

August 2000: Habe häufiger Schmerzen und Atemprobleme. Bekomme
schlecht Luft und denke zu ersticken. Sitze stundenlang auf dem
Bett und ringe um Luft. Spastik in den Händen. Bekomme vom Lungen-
facharzt ein Spray, damit ich besser atmen kann. Die Krankengymnas-
tin macht verstärkt Atemübungen mit mir, damit ich nicht so hek-
tisch werde.

Reaktionen der Familie: Meine Familie wünscht sich, dass endlich
mal nichts Neues bei mir passiert.

Oktober 2000: Noch bin ich stabil. Kann mich fast überall im Haus
fortbewegen. Spiele aber mit dem Gedanken, das Betaferon abzuset-
zen, weil ich keine positiven Wirkungen feststellen kann, aber
dafür Nebenwirkungen. Die MS empfinde ich als ein riesiges "Ge-
duldsspiel".

Reaktionen der Familie: Alle sind im Moment ganz zufrieden.

Januar 2001: Ich habe das Betaferon mit Absprache meines Neurologen
im Dezember 2000 abgesetzt. Es ist einfach herrlich, kein Fieber
und keine Nebenwirkungen mehr zu haben. Aufgrund meines raschen
Verlaufes, soll ich mir nun überlegen, ob ich Mitoxantron* nehmen
möchte, aber noch genieße ich einfach die nebenwirkungsfreie Zeit.
Mal abwarten, wann der Leidensdruck so groß wird, um mir das auch
noch anzutun. Meine Symptome sind noch die gleichen. Ich beobachte
meinen Körper, um besser deuten zu können, wann es mir schlechter
und wann besser geht. Stress, Kälte sowie extreme Wärme verstärken
meine bisherigen Beschwerden, aber im Großen und Ganzen bin ich z.
Z. recht zufrieden.

Reaktionen der Familie: Mein Mann ist von der Idee mit dem Mito-
xantron nicht begeistert, weil es wieder nur ein Versuch mit erheb-
lichen Nebenwirkungen sein wird, aber er überlässt wie immer die
Entscheidung mir.

März 2001: Schmerzen quälen mich :-( Sie sind so unerträglich,
dass ich freiwillig wieder ins Krankenhaus gehe. Bekomme Cortison.
Es werden neue Medikamente ausprobiert. Neurontin (Epilepsiemittel
- gegen Brennschmerzen) und Tiapridex (Parkinsonmittel - gegen
Zittern). Ich bekomme Schienen für meine Handgelenke und eine An-
schubhilfe für meinen Aktivrollstuhl, da sich meine Armkraft wieder
deutlich vermindert hat :-( Laut Kardiologe kommt für mich Mito-
xantron nicht mehr in Frage, da ich mittlerweile unter Tachykardie
(Herzrasen) leide und Betablocker zur Senkung der Herzfrequenz
nehmen muss.

Juli 2001: Es ist mal wieder soweit. 4 Wochen Krankenhausaufenthalt
in einer MS-Klinik. die tägliche Krankengymnastik, Reittherapie,
Bewegungsbäder, Ergotherapie (Beschäftigungs- und Arbeitstherapie),
Ruhe, Fußreflexzonenmassage, sowie "normale" Massage tun mir sehr
gut. Es wurden wieder neue Medikamente gegen das Zittern auspro-
biert (Tegretal, Dantamacrin, Bespar), doch der wirkliche Erfolg
bleibt aus. Ich fahre in einem gebesserten, stabileren Zustand
wieder nach Hause.

Reaktionen der Familie: Meine Familie freut sich, dass ich endlich
mal erholter heim komme, als ich weggefahren bin. Alle hoffen, dass
die Erholung von etwas längerer Dauer sein wird.

August 2001: Das darf alles nicht mehr wahr sein! Die Medikamente
gegen die Brennschmerzen, zeigen kaum noch Wirkung :-(( Das Zit-
tern ist mir mittlerweile fast egal. Es sollen einfach nur diese
Schmerzen aufhören...

Reaktionen der Familie: Die Familie schweigt.

Oktober 2001: Was soll ich noch ins Detail gehen?? Die bisherigen
Symptome verschlechtern sich weiterhin. Stehen ist nicht mehr mög-
lich. EDSS 8, Pflegestufe 3 :-( Schmerzen plagen mich weiterhin.

Reaktionen der Familie: Die Familie schweigt immer noch, aber un-
terstützt.

Dezember 2001: Die MS ist relativ friedlich, aber damit es nicht
langweilig wird, habe ich zur Abwechslung mal, durch einen Infekt,
vereiterte Ohren, eine Perforation im Trommelfell, vereiterte Man-
deln und als Krönung einen Hörsturz. Wieder mal Infusionen mit
Blutverdünnern und Cortison. Folge des Hörsturzes, hochgradige
Schwerhörigkeit, welche mir aber zum Glück nur 6 Wochen erhalten
blieb ;-) Schön, wenn auch mal wieder etwas fast ganz verschwindet.

März 2002: Die letzten Monate habe ich immer häufiger irgendwelche
Infekte, die sich aber bisher nicht auf die MS langfristig ausge-
wirkt haben.

Februar 2003: Zum Glück lässt sich die MS scheinbar etwas Zeit und
es geht nicht mehr so schnell bergab, abgesehen von den üblichen
Tagesschwankungen. Ich versuche weiterhin durch regelmäßige Kran-
kengymnastik, Motomed Benutzung und Reittherapie meinen jetzigen
Stand zu halten. Demnächst werde ich dann zusätzlich regelmäßiges
Stehtraining absolvieren, vorausgesetzt ich bekomme den Stehtrainer
von der Krankenkasse genehmigt. Eigentlich finde ich, wenn ich so
fleißig übe, könnten doch auch mal Besserungen eintreten ;-)

April 2003: Ich habe meinen Stehtrainer bekommen. Die ersten Tage
brachten mir erheblichen Muskelkater, was ja nicht unbedingt
schlecht ist ;-) Gesundheitlich quält mich z. Z. besonders mein
Asthma, sowie meine gesammelten Allergien.

Juni 2003: Es gibt Erfreuliches. Meine Geduld, Ausdauer und mein
Durchhaltevermögen haben sich gelohnt. Meine MS wurde vor dem Sozi-
algericht Lüneburg als Impfschaden anerkannt.

Juni 2004: Ich werde meinen Verlauf jetzt nur noch einmal pro Jahr
dokumentieren, es sei denn, es passieren gravierende Dinge. Das
ganze letzte Jahr hatte ich viele Auseinandersetzungen mit dem
Versorgungsamt. Die mir zustehenden Ansprüche beanspruchen schein-
bar eine enorme Bearbeitungszeit, aber ich werde weiterhin Geduld
haben. Gesundheitlich ereilen mich immer noch ständig irgendwelche
Infekte, dazu immer wieder Rücken-Ischiasprobleme. Leider sind
diese derzeit auch nicht mit ein paar Spritzen in den Griff zu
bekommen. Zusätzliche KG und Massagen, werden hoffentlich mal lang-
fristig Besserung bringen. Die neueste "Errungenschaft" ist, dass
ich mich ständig spontan übergeben muss. Immerhin geht das ganze
nicht mit Übelkeit oder sonstigen Beschwerden einher. Lediglich
sehr kraftraubend und peinlich ist das Ganze. Nach ca. 10 Tagen
ständigen spontanem Erbrechen habe ich beschlossen, diese Geschich-
te mit Medikamenten zu bekämpfen, da es einen ja noch mehr ein-
schränkt. Mit Motilium* habe ich das jetzt erstmal wieder im Griff,
wobei offen ist, wie lange das wohl so gut geht. An neuen Hilfsmit-
teln habe ich jetzt eine e-Rolli mit 10 km/h. Mein EDSS ist derzeit
bei 8,5.

*Begriffserklärungen

BETAFERON:
Medikament, dass die Aktivität der zur Körperabwehr gehörenden T-
Zellen hemmt. Die häufigsten Nebenwirkungen: Fieber, Schüttelfrost,
Kopfschmerz, Muskelschmerz, Gelenkschmerz, Unwohlsein, Schweißaus-
brüche
CORTISON:
Lebensnotwendiges körpereigenes Hormon. In hohen Dosen wirkt dieses
Hormon stark entzündungshemmend. Die wichtigsten Nebenwirkungen:
Steigerung des Appetits und dadurch bedingte Gewichtszunahme; Ein-
lagerung von Wasser in das Gewebe und "Aufschwemmen", "Vollmondge-
sicht"; Infektanfälligkeit; Störung des Zuckerstoffwechsels; Ver-
ringerung des Kalksalzgehaltes im Knochen ("Knochenentkalkung",
"Knochenschwund", ---> Osteoporose)
IBUPROFEN 600
Medikament, dass Entzündungen und Schmerzen unterdrückt. Häufigste
Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Blutungen der Magen-
schleimhaut, Magen-Darm-Geschwüre, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall,
Verstopfung, Allergische Reaktionen der Haut und Atemwege, Schwin-
del, Nervosität, sonstige Magen-Darm-Beschwerden
IMUREK:
Medikament, das die Immunreaktionen des Körpers unterdrückt. Einige
der Nebenwirkungen: Blutbild-Veränderungen, Magen-Darm-Beschwerden,
allgemeines Krankheitsgefühl, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Diar-
rhöe, Fieber, Schüttelfrost, Hautausschlag, Gefäßentzündung, Mus-
kelschmerzen, Gelenkschmerzen, Beeinträchtigung der Nierenfunktion,
Blutdruckabfall,
INTENTIONSTREMOR:
Bei Annäherung an das Bewegungsziel erfolgendes Muskelzittern
LHERMITTE ZEICHEN:
Bei starkem Vorbeugen des Kopfes tritt ein elektrisierendes Gefühl
auf, das vom Genick über die Schultern und die Wirbelsäule bis zu
den Armen und Beinen ziehen kann
LIORESAL:
Krampflösendes Medikament, Wirkstoff Baclofen. Die häufigsten Ne-
benwirkungen: Mundtrockenheit, Gefühl von Herzrasen, Kribbeln,
Pelzigsein, Ameisenlaufen auf der Haut, Muskelzittern, Funktions-
störungen der Organe, Kopfschmerzen, Schwindel, Durchfall, Atembe-
schwerden, sowie Depression, Euphorie, Halluzinationen und insbe-
sondere bei älteren Patienten, Verwirrtheit.
LUMBALPUNKTION:
Ein winziger Tropfen Rückenmarksflüssigkeit wird entnommen und
untersucht
MITOXANTRON
Medikament, das bestimmte Abläufe im Immunsystem unterdrückt.
Fieber, pyogene Hautinfektionen, Soor, verschiedene bakterielle
Infektionen; Erkrankungen des Immunsystems, Nervensystems, Herz,
Atemwege, Magen-Darm-Trakt, Leber u. Galle, Haut, Nieren und Harn-
wege, Geschlechtsorgane, allgemeine Erkrankungen und Beschwerden.
MOTILIUM
Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen. Häufigste Nebenwirkungen:
Störungen des Immunsystems, allergische Reaktionen, Hormonstörun-
gen, Störungen des Nervensystems, Magen-Darm-Beschwerden, Hauter-
krankungen,
MRT:
Kernspin-Tomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) ge-
nannt, ist eine diagnostische Technik zur Darstellung der inneren
Organe und Gewebe mit Hilfe von Magnetfeldern und Radiowellen


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[09] Impfung hilft nicht? Einfach mehr impfen!
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Quelle:
Ärzte Zeitung online vom 22. Okt. 2004
http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/10/22/192a0102.asp?cat=/mediz
in/impfen

Für Langzeitschutz gegen Diphtherie sind oft zwei Booster nötig

Bei unvollständiger Impfserie reicht ein Booster nicht

"WUPPERTAL (eis). Viele Erwachsene in Deutschland sind in der Kind-
heit nicht vollständig gegen Diphtherie geimpft worden und haben
seither keine Auffrischimpfungen bekommen. Für einen Langzeitschutz
reicht hier ein einziger Booster häufig nicht aus, wie Forscher aus
Wuppertal herausgefunden haben. (...)"

Der IMPF-REPORTer: Was gestern noch als ausreichend angesehen wur-
de, muss heute durch zusätzliche Impfungen ergänzt werden. Wieder
einmal. Warum ist das so? Entweder werden die Impfstoffe immer
"schlechter" oder der Organismus der Menschen ändert sich (mögli-
cherweise durch die Impfungen) oder aber das Verständnis der Medi-
zin über die Rolle der Antikörper basiert grundlegend auf Fehlan-
nahmen.


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[10] Unabhängige Bluthochdruckstudie: Weitere Berichte gesucht
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Quelle:
Rundmail von Dr. Johann Georg Schnitzer am 23. Oktober 2004

Unsere aktuelle Bluthochdruckstudie ist vermutlich die einzige
weltweit, die von keiner Interessengruppe "gesponsert" wird und
nicht auf die Entwicklung weiterer umsatzträchtiger - da lebenslang
einzunehmender - Pillen zielt, sondern auf Heilung.

Wir brauchen jetzt noch genau 7 weitere Berichte! Wenn Sie Blut-
hochdruck hatten, Ihren Blutdruck normalisieren konnten und noch
nicht darüber berichtet haben - dann tragen Sie bitte jetzt Ihre
Erfahrung zu der Studie bei. Ihr Fragebogen:

http://www.dr-schnitzer.de/inquiry2.html

Sie helfen so mit, dieses - trotz aller Pillen für jeden zweiten
Zivilisationsmenschen zu vorzeitigem Ableben führende - Risiko zu
überwinden, indem symptomatische Behandlung durch Heilung ersetzt
wird. Das können wir durchsetzen, wenn ausreichende Fallzahlen eine
überzeugende statistische Auswertung möglich machen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Johann Georg Schnitzer

P.S. Jetziger Stand der Studie: 47 Fälle sind auf meiner Website
dokumentiert, 2 weitere liegen mir vor. Von diesen 49 Fällen können
6 nicht ausgewertet werden, weil sie zu wenig Daten (Angaben) ent-
halten. 43 enthalten ausreichende Angaben. So bald weitere 7 Be-
richte eingegangen sind, ist mit 50 Fällen eine schon sehr aussage-
kräftige Auswertung unter mehreren Aspekten möglich (es zeichnet
sich als Tendenz volle Heilung bei 90 %, wesentliche Besserung bei
den restlichen 10 % ab). Die Studie finden Sie hier:

http://www.dr-schnitzer.de/bluthochdruckstudie02-einfuehrung.html

Dr. Johann Georg Schnitzer
Zeppelinstr. 88
D-88045 Friedrichshafen/Germany
Fax: +49 (0)7541-398561
E-Mail: Dr.Schnitzer@t-online.de
Website: http://www.dr-schnitzer.de


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[11] Vorsicht bei Diagnose Zuckerkrankheit!
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Quelle:
Rundmail von Dr. Johann Georg Schnitzer am 20. Nov. 2004

Experten "warnen" vor einer dramatischen Zunahme der Zuckerkrank-
heit - tun aber nichts Wirksames dagegen. In den letzten 2 Jahr-
zehnten hat sich die Zahl der Diabetiker fast verdoppelt. Bereits
jeder Zehnte leidet an Diabetes. In wenigen Jahren wird es jeder
Fünfte sein. Die davon immer besser lebende Diabetes-Lobby ruft zu
Blutzuckerkontrollen auf, die Krankenkassen bezahlen diese 4 mal
pro Jahr.

Wo man fündig wird, wo die Diagnose - für die Lobby, weniger für
den Patienten - "positiv" ist, schnappt die Diabetes-Falle zu:
Lebenslänglich! Dabei ist man nicht zimperlich und prüft z.B. erst
gar nicht nach, ob die Diagnose "Diabetes Typ I" oder "Typ II"
überhaupt stimmt; Fehldiagnosen sind jederzeit möglich, da eine
Differentialdiagnostik (z.B. C-Peptid-Test stimuliert; Blutsenkung)
auf andere Gründe für erhöhte Blutzuckerwerte meist unterbleibt.

Tunlichst wird die Erkenntnis verschwiegen (wenn nicht gar durch
"gezielte Desinformation" bekämpft), dass beide Diabetestypen
verhütbar und meist auch heilbar sind - geht es doch um die Erhal-
tung weiter steigender Milliardenumsätze, welche diese Krankheit
und ihre "Spätfolgen" in die Kassen der Diabetes-Lobby spülen.

Selbstschutz und Selbsthilfe sind angesagt. Wer bisher verschont
blieb und das Diabetesrisiko meiden will, braucht das Wissen um die
wahren Ursachen eben so wie bereits Erkrankte. Wer zu den Letzteren
gehört, braucht zusätzlich das Erfahrungswissen, wie Heilung mög-
lich ist. Mehr dazu hier:

http://www.dr-schnitzer.de/bhz001.htm
http://www.dr-schnitzer.de/bhz002.htm

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Johann Georg Schnitzer

P.S. Es gibt Fortschritte bei unserer Bluthochdruckstudie: Seit
meiner letzten Nachricht hierzu sind zahlreiche weitere Fallberich-
te eingegangen. Danke! Wir arbeiten gegenwärtig an der detaillier-
ten Auswertung, und freuen uns über jeden weiteren Fallbericht:
http://www.dr-schnitzer.de/inquiry2.html .

Dr. Johann Georg Schnitzer
Zeppelinstr. 88
D-88045 Friedrichshafen/Germany
Fax: +49 (0)7541-398561
E-Mail: Dr.Schnitzer@t-online.de
Website: http://www.dr-schnitzer.de


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[12] Impressum
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Der impf-report newsletter ist ein in unregelmäßigen Abständen
erscheinender Email-Rundbrief von Eltern für Eltern. Alle Texte
ohne Gewähr. Irrtum und Schreibfehler vorbehalten. Wir fordern
unsere Leser ausdrücklich auf, keiner in diesem Rundbrief aufge-
stellten Behauptung kritiklos zu glauben, sondern jede Aussage, sei
es pro oder contra Impfen, sorgfältig zu prüfen! Die Redaktion
übernimmt keinerlei Verantwortung für die Folgen gesundheitlicher
Entscheidungen, die sich auf diese Publikation berufen. Bitte zie-
hen Sie immer rechtzeitig einen Arzt oder Heilpraktiker Ihres Ver-
trauens zu Rate.

Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Hans U. P. Tolzin

Redaktionelle Mitarbeiter: Hans U. P. Tolzin, Angelika Kögel-Schauz
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