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                          Der IMPF-REPORT
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Unabhängiger Nachrichtendienst rund ums Impfen  Ausgabe Nr. 17/2004
Von Eltern für Eltern                                11. April 2004
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INHALT:

[01] ZU DIESER AUSGABE
[02] POLIO - SERIE Teil 3
     - 1909: Das Rockefeller-Kartell übernimmt die Regie
     - Die NFIP und ihre einseitige Forschungs-Politik
     - Die Konsequenz: Interessenskonflikt vorprogrammiert
     - Fussnoten
[03] IMPRESSUM


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[01] ZU DIESER AUSGABE
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Lieber Leser,

bereits vor 100 Jahren galten Viren als Verursacher von diversen
Krankheiten, darunter auch die Kinderlähmung. Dieser Überzeugung
lag allein die Tatsache zugrunde, dass in den Gewebeproben der
betroffenen Lebewesen keine Bakterien nachweisbar waren und man
sich keine andere Ursachen für das gehäufte Vorkommen eben dieser
Krankheiten vorstellen konnte oder wollte. Die Infektionshypothese
von Louis Pasteur und Dr. Robert Koch wurde quasi automatisch als
zutreffend für alle Fälle angenommen, in denen Bakterien als Über-
träger ausschieden.

Die optische Sichtbarmachung von Partikeln in Virusgröße war al-
lerdings erst ab dem Jahre 1939 durch das in Serienproduktion ge-
gangene Elektronenmikroskop möglich. Allein schon aus diesem Grunde
mußten alle Virushypothesen - unter Umständen für Jahrzehnte - bis
zu diesem Zeitpunkt als unbewiesen gelten.

Bis heute wird das Experiment von Dr. Landsteiner und seinem Kolle-
gen Popper im Jahre 1908 als der entscheidende Beweis gewertet, daß
die Kinderlähmung durch ein Virus verursacht wird. In diesem Expe-
riment wurde Rückenmarksgewebe eines an Kinderlähmung verstorbenen
Kindes in den Schädel von zwei Versuchsaffen injiziert. Die Inji-
zierung von körperfremdem Gewebe in den Schädel von Versuchsaffen
kann jedoch nachgewiesenermaßen polioähnliche Symptome auslösen. Da
damals - ebenso wenig wie in den Jahren danach - Kontrollexperimen-
te mit gesundem Rückenmarksgewebe durchgeführt wurden, liegt die
Aussagekraft solcher Experimente bezüglich eines hypothetischen
Poliovirus in Wahrheit bei Null.

Wie die Polioforschung weiter verlief, erfahren Sie im nachfolgen-
den dritten Teil der Serie.

--> Link zur POLIO-SERIE Teil 1:
    http://www.impf-report.de/jahrgang/2004/15.htm

--> Link zur POLIO-SERIE Teil 2:
    http://www.impf-report.de/jahrgang/2004/16.htm

--> Link zur gedruckten Originalausgabe der Polio-Serie:
    http://www.kent-depesche.com/jahrgang2004/2004_08.html

--> Link zum Polio-Diskussionsforum:
    http://www.impfen-forum.de/viewforum.php?f=29


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[02] POLIO - SERIE Teil 3
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- 1909: Das Rockefeller-Kartell übernimmt die Regie

Den nächsten "Fortschritt" bei der Erfüllung der Koch-Postulate
brachten die Versuche von Simon Flexner(45), dem Direktor des Ro-
ckefeller-Instituts in New York. Da dieses Institut finanziell
besser ausgestattet war als z. B. Landsteiner, ermöglichte es Expe-
rimente mit mehr Affen.

Flexner wiederholte zunächst Landsteiners Experiment und verab-
reichte Versuchsaffen Rückenmark eines an Polio verstorbenen Men-
schen. Welche Symptome genau die Affen zeigten, ist bei Paul(10)
nicht genauer beschrieben, nur dass es Flexner gelang, diese Sym-
ptome danach auf weitere Affen, in die das Rückenmark der Ersten
injiziert wurde, zu übertragen. Insgesamt wurde das angebliche
"Virus" auf diese Weise sechsmal von Affe zu Affe übertragen – und
in den Augen Flexners und der Wissenschaft war damit die Übertrag-
barkeit der Krankheit bewiesen.

Mit diesem Experiment übernahm das Rockefeller-Institut die Führung
in der Polioforschung, nicht nur in den USA, sondern weltweit, und
sollte diesen Vorsprung nicht zuletzt mit Hilfe seiner guten Aus-
stattung, politischer Verbindungen und der hervorragenden Zusammen-
arbeit mit der größten amerikanischen Polio-Spendenorganisation,
NFIP, letztlich auch nicht mehr wirklich abgeben.

Doch nicht nur beim Polio-Thema war das Institut Meinungsführer,
wie die Universität Wien auf ihrer Webseite vermerkt:

"Das Rockefeller-Institut gilt als der Ort mit den meisten größeren
Durchbrüchen innerhalb der Biomedizin des 20. Jahrhunderts – es
gibt keinen vergleichbaren anderen Platz auf der Welt mit einer
ähnlichen Dichte an biomedizinischen Basisinnovationen."(46)

Ob diese "Basisinnovationsdichte" der unabhängigen medizinischen
Forschung gut getan hat, sei dahingestellt. Das Institut wurde, wie
der Name schon sagt, von der Rockefeller-Familie finanziert, einer
der reichsten in der ganzen USA, der neben Banken und Ölkonzernen
bereits damals Firmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie
gehörten.

Deshalb ist es wohl nicht weit hergeholt, hier einen gewissen Inte-
ressenkonflikt zu vermuten. Dieser könnte sich darin äußern, dass
das Institut und sein Direktor ihren enormen Einfluss dazu benut-
zen, das Ziel und den Weg der Polioforschung ausschließlich auf die
Erzeugung von Impfstoffen festzulegen, die dann natürlich u.a. von
Rockefellers Impfstoff-Firmen geliefert würden.

Der pharmakritische Buchautor Hans Ruesch beleuchtet in seinem Buch
"Das Pharmakartell" sehr kritisch die Entstehung und Zielsetzung
der Rockefeller-Stiftung, die nach starken politischen Widerständen
wegen der bekannt rücksichtlosen Vorgehensweise Rockefellers 1913
nur sehr zögerlich von der Regierung als Stiftung anerkannt wurde.

Ruesch: "Auf diese Weise war der Boden für die 'Erziehung' der
amerikanischen Öffentlichkeit vorbereitet, die das Ziel hatte, eine
arzneiabhängige Bevölkerung zu schaffen, schon bei Kindern mit
Hilfe der Schulen, dann bei Erwachsenen durch direkte Reklame, und
endlich durch den Einfluss der Medien, die ihrerseits von ihren
Einkünften aus der Werbung abhängig waren."(47)

Die bekannten alternativmedizinischen Autoren Harvey und Marilyn
Diamond, von denen das zweibändige Werk "Fit for Life" ("Fit fürs
Leben") stammt, schreiben über die Tätigkeit Rockefellers: "Wissen
Sie, warum Institute, die Lehrgänge über alternative Medizin anbie-
ten, nicht zugelassen werden? Anfang dieses Jahrhunderts gewährten
die Rockefeller- und die Carnegie-Stiftung den medizinischen Hoch-
schulen hochherzige Zuschüsse. Ihr Ziel war es, einen achtbaren,
medizinischen Berufsstand für Leute aus der oberen Schicht zu
schaffen, einen Stand, dessen Lehrmeinung auf medikamentöser Thera-
pie aufbaut – zufälligerweise waren die Rockefellers zu diesem
Zeitpunkt schon in der Pharmaindustrie tätig. Es gab damals viele
verschiedene Richtungen in der Gesundheitsvorsorge.(48)

Interessanterweise war es ausgerechnet Abraham, der Bruder von
Simon Flexner, der den Weg für eine rein auf medikamentöse Behand-
lung ausgerichtete medizinische Ausbildung bereiten sollte: Abraham
Flexner hatte im Jahre 1910 im Auftrag der Carnegie-Stiftung den
sog. "Flexner-Report" erstellt, in dem er dem größten Teil der
medizinischen Schulen in Kanada und den USA einen "unzureichenden
wissenschaftlichen Standard" bescheinigte, ungeeignet für Zuschüs-
se, über deren Empfehlung er selbst entscheiden sollte – nicht etwa
Zuschüsse von staatlichen Stellen, sondern von der privaten Carne-
gie- und Rockefeller-Stifung, wohlgemerkt.

Wie die Diamonds in ihrem Zitat bereits andeuteten, erhielten in
erster Linie jene Schulen, deren Lehrstoff nicht vornehmlich auf
medikamentösen Therapien beruhte, von diesem "Report" eine schlech-
te Bewertung.

Nach Auskunft der Britannischen Enzyklopädie entschied Flexner in
der Folge über die Vergabe von 500 Millionen Dollar aus der Rocke-
feller-Stiftung an die von ihm entsprechend bewerteten Institutio-
nen.(49) Berücksichtigt man den enormen politischen und finanziel-
len Einfluss der Rockefeller-Stiftung und der mit ihr kooperieren-
den Institute, war der weitere Weg der Polio-Forschung im Grunde
vorgezeichnet:

- Die ausschließliche Suche nach der Bestätigung der Virustheorie

- Die Vernachlässigung anderer möglicher Ursachen für Polio

- Entwicklung eines Impfstoffes, auf der Grundlage der Virushypo-
  these, die jedoch weder im Jahre 1909 noch später – wie wir noch
  sehen werden – keineswegs bewiesen worden war.


- Die NFIP und ihre einseitige Politik

1937 betrat eine weitere gewichtige Figur das Polio-Spielfeld: Der
amerikanische Präsident F. D. Roosevelt, selbst seit Jugendtagen an
den Beinen gelähmt, gründet die "National Foundation for Infantile
Paralysis" (NFIP(50)). Diese Spendenorganisation ist, was
Bedeutung, Ansehen und Einfluss betrifft z.B. mit der Deutschen
Krebshilfe vergleichbar.

Das Ziel der NFIP war die Betreuung von Polioopfern und die Ent-
wicklung eines Impfstoffs gegen Kinderlähmung.
Bis 1955 gab diese Organisation 74 Millionen Dollar für die Polio-
forschung und 174 Millionen für die Behandlung von Poliokranken
aus. Sie war damit die größte und mächtigste Spendenorganisation in
der damaligen Zeit.(51)

Die NFIP war in den USA, ja weltweit, nicht zuletzt aufgrund ihrer
finanziellen Möglichkeiten die führende Institution in Sachen Po-
lioforschung. Die NFIP war der Hoffnungsträger der Menschen, denen
die Angst vor der angeblich nicht behandelbaren, heimtückischen
Krankheit tief in den Knochen steckte.(52) Die jeweilige "Nichtbe-
handelbarkeit" einer Krankheit kann natürlich immer nur eine Vermu-
tung auf dem Boden des derzeitigen Standes der wissenschaftlichen
Erkenntnis sein. Sie wurde und wird jedoch auch heute noch von der
NFIP wie ein Dogma in der Öffentlichkeit vertreten.

Und nicht nur das:

- Die NFIP betreibt Lobbyismus gegen jeden, der das Feld der Polio-
  Forschung betreten will, z. B. gegen die australische Kranken-
  schwester Kenny, die mit einfachen alternativmedizinischen Be-
  handlungsmethoden große Erfolge erzielt(53)

- Sie bevorzugt ganz bestimmte Elite-Universitäten des Ostens bei
  der Vergabe von Aufträgen(53)

- Sie bevorzugt eine rein schulmedizinisch-orthodoxe Behandlung(53)

- Sie ignoriert den phänomenalen Erfolg von Dr. Sandler im Jahr
  1948, der durch eine Ernährungskampagne die Polioepidemie in
  ganzen Gebieten zum Erliegen bringt(54)

- Sie betraut Personen, deren Interessenkonflikte offensichtlich
  sind, mit entscheidenden Positionen(55)

Die Ursachen für diese Politik mögen in den sprichwörtlich guten
Beziehungen des Gründers Roosevelt zur amerikanischen Hochfinanz
liegen, über die ganze Bücher geschrieben wurden.(56)


- Die Konsequenz: Interessenskonflikt vorprogrammiert

Man muss kein "Verschwörungstheoretiker" sein, um zu sehen, dass
die einseitige Forschungspolitik der NFIP - ebenso wie die des
Rockefeller-Instituts - den kommerziellen Interessen einer finanz-
starken und politisch einflussreichen pharmazeutischen Industrie
und eines von ihr abhängigen medikamentös ausgerichteten Gesund-
heitssystems sehr entgegen kam.

Die Folge dieser Politik war die totale Vernachlässigung alternati-
ver Erklärungsmodelle für die Entstehung von Kinderlähmung.

Im nächsten IMPF-REPORT:

- Polio-Serie Teil 4
- Die Polioforschung bis 1954
- Damals wie heute: Nicht eindeutige Virennachweise


- Fussnoten

(45) Simon Flexner, 1863 - 1946, Prof. für Pathologie an der Uni-
versität Pennsylvania, erster Direktor des Rockefeller-Instituts.

(46) Quelle: Universität Wien, http://www.univie.ac.at/Wirtschafts
geschichte/OeZG/oezg 00-1.pdf; Angegebene Originalpublikation:
Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften, 11. Jg.,
Heft 1, 2000.

(47) Quelle: Hans Ruesch: "Die Pharma-Story – der große Schwindel",
Hirthammer Verlag 1995, Seite 160ff.

(48) Quelle: Harvey und Marilyn Diamond: "Fit fürs Leben – Fit for
Life 2", Goldmann Taschenbuch, Seite 38ff. Siehe dazu auch:
http://www.sntp.net/ education/leipzig_connection_9.htm

(49) Quelle: http://concise.britannica.com/eb c/article?eu=389864

(50) auf deutsch: "Nationale Stiftung für kindliche Lähmungserkran-
kungen".

(51) Quelle: "Pesticides and Polio", Jim West, Townsend Letter for
Doctors and Patients, Juni 2000, Seite 68-75.
Siehe auch die Webseite:

http://www.geocities.com/harpub/pol_all.htm, (c) HARpub 1985-2004

(52) Quelle: J.R.Paul: "History of Poliomyelitis"
Siehe auchUniversität Maryland: http: //www.inform.umd.edu/HONR/
HONR269J/.WWW/ projects/sokol.html

(53) Quelle: Naomi Rogers, Yale Universität
(http://cues.nyam.org/history/hist00_1.html)

(54) zu Dr. Sandler siehe auch die baldige Fortsetzungsdepesche.

(55) Beispiel: 1953 wurde ausgerechnet Dr. Henry Kumm Leiter der
Polioforschung beim NFIP. Dr. Kumm war zuvor für das Rockefeller-
Institut tätig und ein bekannter Berater für das Insektizid DDT.
Eine Nebenwirkung dieses Nervengiftes, das zweifellos auch von
Rockefellerfirmen hergestellt wurde: POLIOMYELITIS !!!
www.geocities.com/harpub/pol_all.htm.
Mehr dazu später in der 2. Polioserie.

(56) Beispiel: Antony Sutton "Roosevelt und die internationale
Hochfinanz", Grabert Verlag.


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[03] IMPRESSUM
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Der IMPF-REPORT ist ein in unregelmäßigen Abständen erscheinender
E-mail-Rundbrief von Eltern für Eltern. Alle Texte ohne Gewähr.
Irrtum und Schreibfehler vorbehalten. Wir fordern unsere Leser aus-
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Impfen, sorgfältig zu prüfen! Die Redaktion übernimmt keinerlei
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Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Hans U. P. Tolzin