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Unabhängiger Nachrichtendienst rund ums Impfen  Ausgabe Nr. 01/2010
Von Eltern für Eltern                                1. Januar 2010
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Neujahrsbotschaft 2010 von Hans U. P. Tolzin
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zuletzt leicht überarbeitet am 2. Januar 2010

Download als PDF-Datei:
http://www.impfkritik.de/download/neujahrsbotschaft2010.pdf

Neujahrsbotschaft kommentieren:
http://www.impfkritik.de/pressespiegel/2010010100.htm#kommentare

Liebe Besucher der Webseiten impfkritik.de und impf-report.de,
liebe Leser meines Newsletters und meiner Zeitschrift,

es ist weltweit bei Bundeskanzlern und Präsidenten Sitte, zu Beginn
des Jahres eine Neujahrsbotschaft an das Volk zu richten. Ich bin
zwar kein Bundeskanzler, kein Bundespräsident oder sonst eine hoch-
gestellte Persönlichkeit, sondern nur der "selbsternannte" Freie
Journalist Hans U. P. Tolzin und die Gemeinde derer, die es inte-
ressiert, was ich im Laufe eines Jahres so von mir gebe, ist ver-
gleichsweise klein. Dennoch möchte ich an alle, die mir ihr Auge
oder ein Ohr schenken wollen, hiermit meine ganz persönliche Neu-
jahrsbotschaft richten und einige Gedanken, die mich in den letzten
Monaten bewegt haben, mit ihnen teilen.

Die Schweinegrippe und die Folgen

DAS Ereignis des Jahres 2009 war natürlich die sogenannte "Schwei-
negrippe", eine erfundene Pandemie, verursacht durch ein erfundenes
Virus. Meiner persönlichen Schätzung zufolge hat die Pandemie-
Panikmache bestimmten Konzernen weltweit bis zu 100 Milliarden zu-
sätzlichen Umsatz beschert: Impfstoffe, antivirale Medikamente, La-
bortests und diverse andere kostenträchtige Kleinigkeiten, die man
bei einer Pandemie so braucht.

Pandemien bringen skrupellosen Kapital-Anlegern inzwischen mehr Ge-
winne als selbst Kriege. So ist die Schweinegrippe meiner Ansicht
nach auch die erste Pandemie, die von Anfang an bewusst inszeniert
wurde. Während die Virenstrategen dieser Welt bei SARS und der Vo-
gelgrippe auf nicht vorhersehbare Umstände reagierten und das - aus
ihrer Sicht - Beste daraus machten, ist die Schweinegrippe ein
Meisterstück der Planung und Umsetzung gewesen. Mag SARS das Lehr-
stück und die Vogelgrippe das Gesellenstück gewesen sein, so war
die Schweinegrippe sicherlich ein wahres Meisterstück.

Sie dürfen das ruhig für die persönliche Verschwörungstheorie des
Hans Tolzin halten, aber ich finde, dass die Zufälle zu gehäuft und
in zu kurzer Zeit aufgetreten sind, um noch Zufälle zu sein. Wie
ich zu dieser Ansicht gekommen bin? Lesen Sie die entsprechenden
Ausgaben des impf-report und/oder sehen Sie sich meinen Vortrag
vom 1. Oktober 2009 an (kostenlos auf youtube oder auf DVD) und
bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Immerhin winkten weltweit gi-
gantische zusätzliche Umsätze für einen bestimmten Industriezweig,
da wäre es doch aus Sicht der betreffenden Konzernführungen gerade-
zu verantwortungslos, dieses Geschäftspotential nicht auszuschöp-
fen!

Doch die Schweinegrippe ist natürlich nur der vorläufige Höhepunkt
einer zweihundertjährigen Tradition der Impf-Geschäftemacherei
durch Panikmache und Erzeugung von Angst. In Wahrheit sind solche
Traditionen natürlich so alt wie die Menschheit selbst, aber die
Massenimpfungen im modernen Sinne begannen mit Napoleon Bonaparte
im Jahre 1801, der zunächst in Krankenhäusern, dann seine Soldaten
und später auch das französische Volk zwangsweise gegen Pocken
impfen ließ.

Und doch: Trotz all der Anstrengungen, der weltweiten Mobilisierung
von Regierungen, Parlamenten, Medien und Adepten der Virologie, ha-
ben sich in Deutschland bisher nur etwa 5 % der Bevölkerung gegen
die Schweinegrippe impfen lassen. Und das, obwohl - bei Impfung mit
nur einer Impfdosis - genügend Impfstoffe vorhanden wären, um die
deutsche Bevölkerung zu mehr als Zweidrittel durchzuimpfen.

Die geringe Impfrate hat allerdings nichts damit zu tun, dass die
Menschen in Deutschland die Manipulation durch Behörden, Institute
und Medien besser durchschauen, sondern vielmehr damit, dass es die
Virenstrategen es diesmal wirklich übertrieben haben. Was man nach
der öffentlichen Empfehlung der Windpockenimpfung erstmals zart er-
ahnen konnte und nach Einführung der HPV-Impfung schon deutlicher
wurde, wird nun für (fast) alle offensichtlich: Das nämlich hier
etwas nicht stimmt. Die Folge: In der Bevölkerung besteht ein zu-
nehmendes Unbehagen gegenüber den Behauptungen von tödlichen Krank-
heiten und den Impfungen als dem einzigen Erlösungsweg. Dieses Un-
behagen wieder zu beseitigen, wird den Marketingabteilungen der
Pharmakonzerne, zu deren Außenstellen in den Augen vieler Impfkri-
tiker auch bestimmte Bundesbehörden wie das Robert-Koch-Institut
(RKI) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) gehören, nicht leicht
fallen.

Zumal auch deshalb nicht, weil die Gier der Pandemie-Gewinnler nach
noch mehr Gewinnen - wie bei jedem Suchtkranken - unstillbar ist
und nach dem nächsten noch größeren Kick, nach noch mehr und noch
größeren Gewinnen schreit. So ist es also unvermeidlich, dass spä-
testens in drei Jahren die nächste angebliche Pandemie über uns he-
reinbricht, wahrscheinlich sogar schon früher. Alternativ wäre es
denkbar, dass man versuchen wird, neben der jährlichen Winte-
rinfluenzaimpfung auch eine jährliche Sommerinfluenzaimpfung gegen
das jährlich neu zu "entdeckende" Pandemievirus zu etablieren. Las-
sen wir uns überraschen.

Doch zunächst haben die Hersteller von Grippeimpfstoffen ganz ande-
re Probleme: Wenn sie nicht schnellstens dafür sorgen, dass die
Schweinegrippe-Kampagne wieder heruntergefahren wird, dann werden
sie auf ihren normalen saisonalen Grippeimpfstoffen sitzen bleiben,
von denen immerhin etwa 25 bis 30 Millionen Dosen für den deutschen
Markt produziert wurden. Das würde den Genuss der bereits erzielten
Gewinne natürlich empfindlich schmälern. Da den Herstellern nur
noch zwei Monate Zeit bleiben - ab März macht eine Grippeimpfung
auch aus schulmedizinischer Sicht kaum noch Sinn - ist für die
nächsten Tagen und Wochen mit einer massiven Kampagne für die "nor-
male" Grippeimpfung zu rechnen.

Doch angesichts der Umstände wird sich ein Rückgang des Absatzes im
Vergleich zum Vorjahr kaum verhindern lassen. Wir sind an einem
Wendepunkt angelangt, an dem die bisherigen Gesetzmäßigkeiten des
Impfmarktes nicht mehr greifen: Die Manipulation der Massen stößt
dort an ihre Grenzen, wo Panikmache nicht mehr das gewünschte Ver-
halten, sondern Misstrauen bewirkt.

Warum der Verschwörungstheoretiker seine Ohnmacht zelebriert

Mit meiner Ansicht, dass es das angebliche Virus gar nicht gibt,
gehöre ich unter den Kritikern der Pandemie-Panikmache und der Mas-
senimpfungen zu einer kleinen Minderheit. Der Rest besteht zum ei-
nen aus kritische Stimmen, die der Schulmedizin nahe stehen und die
die Risiken einer Influenza-Pandemie und den Nutzen der Impfung
nicht grundsätzlich anzweifeln, sondern vielmehr nur ein ungünsti-
ges Risiko-Nutzen-Verhältnis sehen. Diese Kritiker argumentieren
weitgehend sachlich, wenn auch unter Ausblendung einiger grundle-
gender Widersprüche innerhalb der schweinegrippalen Logik.

Darüber hinaus gibt es natürlich zahlreiche Stimmen aus dem Lager
der Verschwörungstheoretiker, die das Schweinegrippevirus für einen
bewusst in militärischen Labors gezüchteten biologischen Kampfstoff
halten, mit dem bestimmte Machtgruppen die Menschheit dezimieren
wollen. Des weiteren wird eine Verimpfung von Nano-Chips durch die
Impfspritze propagiert und der Zwangsimpfung das Wort geredet. Von
solchem Unsinn distanziere ich mich ausdrücklich. Für Unsinn halte
ich es deshalb, weil es aus meiner Sicht keinerlei Fakten gibt, die
diese Behauptungen stützen.

Doch die Anziehungskraft solcher Verschwörungstheorien auf zahlrei-
che Menschen ist, wie der Fall der Jane Bürgermeister zeigte,
enorm. Ich rätsle immer noch darüber, welche Bedürfnisse durch sol-
che Schreckensszenarien befriedigt werden, vermute aber, dass wir
uns aus dem gleichen Motiv Horrorfilme anschauen oder die BILD-
Zeitung lesen. Meine persönliche Hypothese ist, dass der Verschwö-
rungstheoretiker ein Mensch ist, der viele Lügen dieser Welt zwar
durchschaut, sich aber - noch - nicht traut, selbst Verantwortung
für eine Veränderung zu übernehmen.

Wenn wir das Bild aus dem bekannten Kino-Kassenschlager MATRIX
übernehmen, wonach die ganze Welt im Grunde eine Scheinwelt ist,
die uns vorgegaukelt wird, so ist der Verschwörungstheoretiker je-
mand, der davon ausgeht, dass ihm diese MATRIX von ominösen Mächten
quasi von außen aufgedrängt wurde und er im Grunde keine Chance
hat, sich daraus aus eigener Kraft zu lösen. Ihm bleibt nur das
Jammern und das Warten auf einen aus den Wolken herabschwebenden
Erlöser oder einem Außerirdischen an der Spitze einer Flotte von
UFO's oder eine andere Art von Messias.

Das Bild der MATRIX, der Scheinwelt, von der die schulmedizinischen
Wahrheitsbehauptungen einen nicht unwesentlichen Teil darstellen,
finde ich durchaus zutreffend. Doch neben der Sichtweise eines ohn-
mächtigen Verschwörungstheoretikers gibt es noch eine zweite, näm-
lich die des spirituellen Menschen, so wie ich ihn verstehe. Diese
Sichtweise geht ebenfalls davon aus, dass wir innerhalb einer MAT-
RIX leben, nur mit dem Unterschied, dass uns nicht von außen über-
gestülpt wurde, sondern unser eigenes Werk ist!

Entsprechend einer solchen spirituellen Sichtweise sind wir selbst
es, die diese Welt der Lüge und Halbwahrheiten aufrecht erhalten.
Und wir selbst haben es in der Hand, ob die MATRIX wie ein Karten-
haus in sich zusammenfällt oder ob sie den Schein eines unverrück-
baren Monuments aufrecht erhalten kann.

Der Fall der Mauer ist ein exzellentes Beispiel. Manchen Experten,
insbesondere aus dem Osten geflüchteten Wirtschaftswissenschaft-
lern, war schon lange klar, dass der Ostblock systembedingt über
seinen Verhältnissen lebte und ein Zusammenbruch im Grunde vorpro-
grammiert war. Dieser kam dann tatsächlich im Jahr 1989. Doch noch
ein Jahr zuvor wäre jeder, der es gewagt hätte, den Fall der Berli-
ner Mauer vorherzusagen, als ewiggestriger Traumtänzer belächelt
oder beschimpft worden.

Der Fall der Mauer war vorprogrammiert - der Zeitpunkt hing jedoch
vom Verhalten des "kleinen Mannes" auf den Straßen Leipzigs ab.
Doch viele Verschwörungstheoretiker hatten natürlich sofort eine
Hypothese zur Hand, wonach der Fall der Mauer kein Zufall gewesen
ist, sondern von langer Hand vorbereitet wurde und nur einen weite-
ren Schritt zur Unterjochung der Menschheit darstellte. Beweise da-
für, dass diese Hypothese stimmt, habe ich jedoch bisher keine ge-
sehen.

Wir sind hier bei einer entscheidenden Frage mit denkbar weitrei-
chenden Konsequenzen: Wenn der Fall der Mauer die Absicht einer
"Elite" war, bedeutet dies eine Zementierung unserer Ohmacht. Ge-
schah der Fall der Mauer jedoch TROTZ der Bemühungen der Elite,
dann spricht dies für die grundsätzliche Fähigkeit des "kleinen
Mannes", den Lauf der Weltgeschichte maßgeblich zu beeinflussen.

Der Verschwörungstheoretiker zelebriert seine Ohnmacht - und die
Allmacht der "Elite". Aber was genau treibt den Verschwörungstheo-
retiker dazu? Zunächst einmal muss man feststellen, dass jeder, der
die Welt kritisch zu hinterfragen beginnt, sich in einem mehrstu-
figen Prozess befindet. Die erste Stufe, in der sich wohl noch die
meisten Menschen aufhalten, ist die Verleugnung von allem, was das
eigene geschlossene Weltbild gefährden könnte. Das geht später über
in einen Verdrängungsprozess, wenn sich nämlich die konkreten Hin-
weise mehren, wonach die Welt wohl nicht ganz so ist, wie man bis-
her glaubte. Die dritte Stufe ist der Zusammenbruch der Scheinwelt.
Das geht meist einher mit sich abwechselnden Phasen der Verwirrung,
der Orientierungslosigkeit, der Ohnmacht, der Wut und der ohnmäch-
tigen Wut. Dieser Phase kann man kaum überspringen und sie ist so-
mit der Ausgangspunkt für die nächste Phase, in der man die spiri-
tuelle Herausforderung in dieser Situation zunächst erkennt und
dann annimmt.

Der spirituelle Mensch erkennt, dass er sich auf einer Art Einwei-
hungsweg befindet und dass die Auseinandersetzung mit der MATRIX
dazu gehört. Er erkennt, dass er die MATRIX selbst geschaffen hat,
dass sie SEIN Werk ist und dass er selbst - gemeinsam mit Anderen -
die Macht hat, die MATRIX wieder aufzulösen. Und hier nun liegt der
entscheidende Unterschied zwischen dem sehnsüchtig nach Beweisen
für seine Machtlosigkeit suchenden Verschwörungstheoretiker und dem
spirituellen Menschen: Der spirituelle Mensch ist auf dem Weg, Ver-
antwortung zu übernehmen. Der Verschwörungstheoretiker jedoch
scheut - noch - davor zurück.

Er fürchtet sich vor allem vor der Auseinandersetzung mit der Frage
der Schuld. Schuld haben immer die anderen: Die Elite, die Insider,
die Illuminaten, die Großkapitalisten, die Schwarzmagier. Das
scheint mir ein frühkindlich geprägtes Thema zu sein, denn die mit
Hilfe der Vernunft leicht nachvollziehbare Gesetzmäßigkeit der Lö-
sung lautet im Grunde: Wer das Problem ist, ist auch die Lösung.
Sind die Verschwörer das Problem, dann sind SIE auch die Lösung -
ICH habe damit nichts zu tun, allenfalls ein Erlöser, der irgend-
wann einmal kurzerhand reinen Tisch macht. Einer der wenigen Stel-
len der Bibel, die ich gut finde, ist die Aufforderung Jesu an die
Steinewerfer, dass derjenige, der ohne Schuld sei, den ersten Stein
werfen solle.

Die Frage der Schuld ist etwas, was mich gerade gegen Ende 2009
sehr beschäftigt hat. Im Grunde ist es nicht möglich, ohne Schuld
durch das Leben zu gehen, ohne andere Menschen, ob willentlich oder
unwillentlich zu verletzen. Jedes Mal, wenn wir zu unseren eigenen
Bedürfnissen stehen und ihnen Raum vor den Bedürfnissen anderer,
insbesondere von Familienangehörigen, einräumen, laden wir ein
Stück "Schuld" auf uns. Jedes Mal, wenn wir uns abgrenzen, wenn wir
anderen Menschen zeigen, dass sie unsere äußeren oder inneren Gren-
zen überschritten haben - und sie dadurch in ihren Erwartungen an
uns enttäuschen - machen wir uns "schuldig". Jedes Mal, wenn wir
einem anderen Menschen klar machen, dass er sein persönliches Glück
nicht von uns abhängig machen sollte, machen wir uns "schuldig".

Der spirituelle Mensch dagegen ist bemüht, seine Schuld anzunehmen
und dort, wo es in seiner Macht liegt, diese Schuld auch auszuglei-
chen. Der Verschwörungstheoretiker hingegen pflegt die Illusion
seiner Unschuld - und sorgt auf diese Weise dafür, dass die Eskala-
tion innerhalb der MATRIX weiter voranschreitet. Verschwörungstheo-
rien und Spiritualität sind diesem Verständnis zufolge miteinander
unvereinbar.

Bin ich bereit, den Preis zu zahlen, den es mich kostet?

Die Zerstörung der MATRIX, oder besser ihre Auflösung, setzt vor-
aus, dass wir bereit sind, den Preis zu zahlen, den es uns kostet.
Indem wir z. B. von unserer "Unschuld" loslassen. Die MATRIX be-
stimmt das Kollektive Gewissen, dass "Wissen" darum, was gut und
richtig und was böse und falsch ist. Das Kollektive Gewissen defi-
niert auch Schuld und Unschuld.

Beispielsweise ist es aus Sicht des Kollektiven Gewissens "gut",
die eigenen Kinder nach STIKO-Empfehlung durchimpfen zu lassen.
Treffen wir unsere Impfentscheidung jedoch danach, was unser Per-
sönliches Gewissen uns sagt, und sagt dieses "nicht impfen", müssen
wir einen Preis dafür zahlen. Dieser besteht in dem Risiko, von un-
serer Umgebung ausgegrenzt zu werden. Und das scheint uns meistens
als sehr hoher Preis, denn unsere Familie, unsere Sippe, unser
Freundeskreis und die gesellschaftlichen Institutionen, mit denen
wir zu tun haben, sind wie ein Raster, an dem wir uns orientieren
und durch den wir unseren Platz in der Welt definieren.

Diese Ausgrenzung IST zweifelsohne ein sehr hoher Preis. In frühe-
ren Zeiten, als der Schutz der Sippe bzw. des Stammes die einzige
Überlebensgarantie in einer feindseligen Umwelt waren, war Ausgren-
zung gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Vielleicht ist dies
auch eine der Ursachen, warum es uns auch heute noch so mitnimmt,
wenn wir von unseren Beziehungspersonen verstoßen werden.

In der anderen Waagschale liegt allerdings ein ebenfalls nicht ganz
unerhebliches Gewicht: Das Risiko der Selbstverleugnung, das Risi-
ko, sich selbst zu verbiegen, wenn wir trotz besseren Wissens einer
Mehrheitsmeinung - z.B. bezüglich des Impfens - nachgeben. Wie die
Impfentscheidung, so ist die Frage des höheren Preises eine Abwä-
gungsfrage. Das Dilemma ist nicht einfach zu lösen. Das muss aus
spiritueller Sicht auch so sein, denn es geht, wie ich meine, um
wesentliche Aspekte des Mensch-Seins bzw. des Mensch-Werdens. Es
handelt sich um einen Prozess, der Jahre, Jahrzehnte oder gar ein
ganzes Leben dauern kann.

Am Anfang dieses Prozesses steht die nahezu bedingungslose Unter-
werfung vor dem Kollektiven Gewissen, am Ende des Prozesses ein
starkes Vertrauen in die eigene Entscheidungskompetenz, in die ei-
gene Wahrnehmung und die eigene Intuition. Am Ende des Prozesses
stehen außerdem Selbstvertrauen, Selbstachtung, Selbstliebe - und
unendliche Freiheit.

Rede ich hier etwa dem grenzenlosen Egoismus das Wort? Die Frage
ist berechtigt. Meine Antwort: Nein, das, was sich ändern muss,
findet auf einer sehr subtilen Ebene statt. In der Zukunft wird das
Kollektive Gewissen nicht mehr die bedingungslose Unterwerfung des
Persönlichen Gewissens fordern, sondern wird es in einem viel grö-
ßeren Rahmen respektieren als während der ganzen bisherigen Mensch-
heitsgeschichte.

In der UN-Menschenrechtskonvention und in unserem Grundgesetz -
beide gerade mal 60 Jahre alt, wird ist dies bereits vorausgenom-
men. Hier ist von einem unveräußerlichen Recht auf Leben die Rede,
von Gewissensfreiheit, Meinungsfreiheit, Redefreiheit, Freiheit auf
körperliche Unversehrtheit.

Doch obwohl uns das Grundgesetz geradezu herausfordert, unserem
Persönlichen Gewissen zu folgen und gemeinsam daran zu arbeiten,
dem Kollektiven Gewissen einen neuen Stellenwert zu geben, wirken
in uns immer noch uralte Muster, die sich dagegen sträuben. Wir
sollten uns vielleicht vergegenwärtigen, wie viele Generationen un-
serer Vorfahren Blut, Schweiß und Tränen vergossen haben, damit
wir, Ihre Nachfahren, schließlich über diese Grundrechte und Frei-
heiten, unser Leben selbst zu gestalten, verfügen. Wenn wir diese
Freiheiten nun nicht nutzen, um für unser Verständnis von Wahrheit
und dem, was wir für richtig halten, einzutreten, wem könnten wir
dafür die "Schuld" geben außer uns selbst?

Die spirituelle Revolution, von der ich hier spreche, liegt nicht
in der Zukunft, sondern hat schon längst begonnen. Wir sind mitten
drin und die Impfentscheidung ist eine der spirituellen Herausfor-
derungen unserer Zeit. Nun gibt es auch unter den spirituellen Men-
schen viele, die voller Hoffnung und Sehnen auf das Jahr 2012
schauen. Ich halte das 2012-Brimborium größtenteils für Schnick-
schnack. Im Grunde wirken hier die gleichen Mechanismen, die Ver-
schwörungstheoretiker davon abhält, Verantwortung zu übernehmen: Es
ist auch hier die Sehnsucht am Werke, etwas von außen, irgend eine
Instanz oder ein Automatismus möge die Probleme der Welt für uns
lösen. Sorry, aber ich glaube nicht, dass das funktioniert.

Unsere Aufgabe für 2010: Die Schaffung eines nährendes Umfeldes

Die Veränderung der Welt beginnt in mir und in meinem Verhältnis zu
meiner Umgebung. Je mehr ich zu mir selbst stehe, desto mehr posi-
tiven Einfluss habe ich auf die Welt. Und vor jedem Schritt, der in
eine neue Richtung weist, steht die Frage: "Bin ich bereit, den
Preis zu zahlen, die es mich kostet, zu mir selbst zu stehen?"

Für Eltern vor der Impfentscheidung bedeutet dies: "Bin ich bereit,
Unverständnis, vielleicht auch Verärgerung oder Ausgrenzung auf
mich zu nehmen, falls ich mich gegen eine oder gar gegen alle Imp-
fungen entscheide?" Je klarer Sie diese Frage mit "ja" beantworten
können, desto klarer wird der Prozess der Entscheidungsfindung vor
Ihnen erscheinen. Je mehr die Antwort zum "nein" tendiert, desto
schwieriger wird die Impfentscheidung, desto größer die Verwirrung
und desto länger dauert sie an.

Es ist ratsam, kleine, dafür aber kontinuierliche Schritte zu ma-
chen und sich und seine Umgebung nicht zu überfordern. "Missionie-
ren" erzeugt meistens Unverständnis und bringt selten etwas. Von
essentieller Bedeutung ist es meiner Ansicht nach, sich eine näh-
rende Umgebung zu schaffen, das heißt, sich mit Menschen zu umge-
ben, die ähnlich denken und ebenfalls "auf dem Weg" sind, und sich
regelmäßig mit ihnen zu treffen und auszutauschen. Wir sind nun mal
Beziehungswesen und völlig allein auf uns gestellt fällt uns jeder
Schritt hundert Mal schwerer als in Gemeinschaft.

Es gibt in unserer Nähe mehr solcher Menschen und man kann sie
leichter finden, als wir ahnen. Ein Aushang im Bioladen oder dem
Wartezimmer des Heilpraktikers meines Vertrauens, eine Kleinanzei-
ge, Kontakt zum nächsten Naturheilverein, dem Waldorfkindergarten
oder die Waldorfschule können uns dabei helfen, diese Menschen zu
finden. Treffen Sie sich zum Beispiel mit gleichgesinnten Eltern
alle vier, sechs oder acht Wochen zu einem Elternstammtisch, und
tauschen Sie sich zum Thema Kindergesundheit und Impfungen aus. Sie
werden sehen, allein das Wissen, nicht allein zu sein, ist sehr un-
terstützend.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viele neue gute und nährende Kon-
takte zu Menschen, die Sie so akzeptieren, wie Sie sind. Je besser
uns allen dies gelingt, desto besser wird das Jahr 2010!

Ihr
Hans U. P. Tolzin
Echterdingen, den 1. Januar 2010

Hans U. P. Tolzin
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Fon 0711 79 41 31 91
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