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Unabhängiger Nachrichtendienst rund ums Impfen Ausgabe  Nr. 45/2004
Von Eltern für Eltern                                 30. Nov. 2004
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Inhalt:

[01] Wie viele Menschen sterben tatsächlich an Virusgrippe?
[02] Grippe-Impfung senkt angeblich Sterblichkeit bei Alten
[03] Grippe: Impfstoff-Krise in den USA
[04] USA: Krise um Grippe-Impfstoff
[05] USA für schärfere Grenzkontrollen
[06] WHO befürchtet Millionen Tote durch neues Grippevirus
[07] WHO will gegen drohende weltweite Grippewelle vorsorgen
[08] Studie: Massentierhaltung ist Nährboden für Krankheiten
[09] Impressum


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[01] Wie viele Menschen sterben tatsächlich an Virusgrippe?
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(IR) Vor etwa einem Jahr meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) für
den Winter 2002/2003 bis zu 20.000 Todesfälle nach Virusgrippe(1).
Schaut man sich jedoch die Todesursachenstatistik des Statistischen
Bundesamtes in Wiesbaden an, dann sind für das Jahr 2002 nur 102
Influenzatote aufgeführt. Wobei streng genommen nur bei ganzen 10
(zehn) Fällen das Influenzavirus auch labortechnisch bestätigt wur-
de(2)!

Die am Robert-Koch-Institut ansässige AGI (Arbeitsgemeinschaft In-
fluenza) erfasste für den Winter 2002/2003 insgesamt 80 Todesfälle
nach Erkrankungen der Atemwege. Davon sind natürlich diejenigen
abzuziehen, die nicht durch eine Virusgrippe verursacht wurden,
sondern durch bakterielle Grippe, Lungenentzündung, Entzündung der
Rachenschleimhaut (Pharyngitis) und Bronchitis(3).

Möglicherweise bezieht sich das RKI jedoch auf die Gesamtzahl der
vom Statistischen Bundesamt aufgeführten Todesfälle durch JEDE Art
der Grippe und Lungenentzündung. Das sind etwas über 19.000 Todes-
fälle(2). Darunter würden dann auch mehrere tausend Menschen fal-
len, die an einer während ihres Krankenhausaufenthaltes erworbenen
Lungenentzündung (Fachbegriff "nosokomiale Pneumonie") starben(4)!

Diese Verstorbenen sämtlich den jährlichen Influenzaepidemien zuzu-
rechnen, wäre allerdings schon ein erstaunlicher Lapsus für eine
Bundesbehörde. Was darüber hinaus verwundern muss ist die Tatsache,
dass nicht eine einzige Institution unseres Gesundheitswesens das
RKI auf seinen Irrtum aufmerksam machte. Eine mögliche Erklärung
wäre, dass man insgeheim mit dieser Panikmache übereinstimmt, denn
es ist ja schließlich "für einen guten Zweck": Die Vervollkommnung
der Durchimpfungsrate gegen Influenza. Da darf dann auch schon mal
etwas übertrieben werden...

Weitere Informationen zum Thema "Grippeimpfung" finden Sie unter
http://www.impfkritik.de/grippe

(1)
RKI-Pressemitteilung vom 22. Sept. 2003:
http://www.rki.de/AKTUELL/PRARCHIV/ARCHIVPR.HTM?/PRESSE/PD/PD2003/P
D03_26.HTM&1

(2)
Statistisches Bundesamt:
http://www.gbe-bund.de

(3)
Aktionsgemeinschaft Influenza:
http://influenza.rki.de/agi/GetBericht?id=85

(4)
Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 8, Nosokomiale (im
Krankenhaus erworbene) Infektionen. Eine genaue Zahl habe ich nicht
gefunden, jedoch gibt die Schrift einen guten Einblick in die Di-
mensionen des Problems von Krankenhausinfektionen.
http://www.rki.de/GBE/HEFTE/NOSO/NOSO.PDF


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[02] Grippe-Impfung senkt angeblich Sterblichkeit bei Alten
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Quelle:
Ärzte Zeitung online vom 29 Sept. 2004
http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/09/29/175a0102.asp?cat=/mediz
in/impfen

Grippe-Impfung senkt drastisch Sterblichkeit bei alten Menschen

Risiko, bei einer Grippewelle zu sterben, um über 80 Prozent ver-
ringert

"LONDON (eis). Impfen rettet vielen alten Menschen im Winter das
Leben. Das Risiko alter Menschen über 75 Jahre, bei einer Grippe-
welle zu sterben, wird durch die Influenza-Impfung um über 80 Pro-
zent vermindert, hat eine britische Studie ergeben. (...)"

Der IMPF-REPORTer wundert sich, warum man nicht einfach die Toten-
scheine der Verstorbenen ausgewertet, sondern stattdessen die To-
desrate mit der angeblichen Menge der kursierenden Influenzaviren
in Relation gesetzt hat. Nun ja, möglicherweise sind Totenscheine
ja schwerer zu manipulieren als Hochrechnungen über Viruspopulatio-
nen...


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[03] Grippe: Impfstoff-Krise in den USA
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Quelle:
Ärzteblatt online vom 19. Okt. 2004
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=17945

Grippe: Impfstoff-Krise in den USA - Erste Erkrankungen

"Der Produktionsausfall bei der Firma Chiron wird in diesem Winter
zu einem schweren Engpass in der Versorgung mit Grippe-Impfstoffen
in den USA führen. Die Experten hoffen nun auf eine milde Grippe-
Saison. Ansonsten müsse mit einem Anstieg von Morbidität und Morta-
lität gerechnet werden. (...)"


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[04] USA: Krise um Grippe-Impfstoff
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Quelle:
Hamburger Abendblatt online vom 20. Oktober 2004
http://www.abendblatt.de/daten/2004/10/20/354366.html

USA: Krise um Grippe-Impfstoff

Notstand: Nach Schließung eines Pharma-Werks wird Serum knapp.
Kleinstadt verlost es an Senioren.

"Mehr als vier Stunden wartete Leo Wright in einer langen Schlange,
auf seinen Stock gestützt, in der Hoffnung, eine Grippe-Impfung zu
bekommen. Leider erfolglos. Wie dem 80 Jahre alten gebrechlichen
Rentner in Springfield (Missouri) ergeht es zurzeit in den USA Mil-
lionen von Menschen, die sich wie jedes Jahr vorsorglich gegen
Grippe impfen lassen wollen. (...)


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[05] USA für schärfere Grenzkontrollen
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Quelle:
Hamburger Abendblatt online vom 25. Okt. 2004
http://www.abendblatt.de/daten/2004/10/25/356208.html

USA für schärfere Grenzkontrollen

"Weil nur halb soviel Grippe-Impfstoff wie nötig zur Verfügung
steht, planen die USA im Fall einer Grippe-Epidemie drastische Ein-
reisebeschränkungen. Reisende müssten sich auf sehr genaue Gesund-
heitsprüfungen einstellen, berichtet die "Welt am Sonntag" unter
Berufung auf die Seuchenbehörde CDC. (...)"


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[06] WHO befürchtet Millionen Tote durch neues Grippevirus
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Quelle:
Hamburger Abendzeitung online vom 12. Nov. 2004
http://www.haz.de/politik/263733.html?em_sid=6f883150f8daf12ccd6e3f
214f135f20

WHO befürchtet Millionen Tote durch neues Grippevirus

Der Auslöser der ostasiatischen Vogelgrippe hat sich nach Beobach-
tungen von Experten offenbar gefährlich verändert.

"Experten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnen vor dem Aus-
bruch einer weltweiten Grippeepidemie mit mehreren Millionen Toten.
Die WHO befürchtet, dass sich das tödliche Virus der ostasiatischen
Vogelgrippe so verändert hat, dass es wie das herkömmliche Grippe-
virus von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. "Die Welt ist
nicht vorbereitet, damit umzugehen", sagte der Leiter der WHO-
Abteilung für ansteckende Krankheiten, David Heymann. (...)"


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[07] WHO will gegen drohende weltweite Grippewelle vorsorgen
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Quelle:
DPA-Meldung auf www.krankenkassen.de vom 16. Nov. 2004
http://www.krankenkassen.de/frameset.php?page=%2Fdpa.php%3Fid%3D305
91%26PHPSESSID%3D46d27e74fe88432ac3480321745e9e7f

Bereitstellung von Grippe-Impfstoff soll verbessert werden

"Genf (dpa) - Zur Vorsorge gegen eine schwere weltweite Grippewelle
soll künftig schneller mehr Impfstoff bereitgestellt werden können.
Das erklärte der Leiter des Influenzaprogramms der Weltgesundheits-
organisation (WHO), Klaus Stöhr, am Freitag in Genf. Dort hatten
zwei Tage rund 50 Vertreter von Pharmaindustrie, Forschung, Politik
und Gesundheitswesen getagt. Hintergrund ist die Befürchtung, dass
im Falle einer Grippe-Pandemie nicht ausreichend Impfstoff zur Ver-
fügung stehen wird. "Es ist die klare Erkenntnis dieses Treffens,
dass es nicht nur möglich sondern auch sehr wichtig ist, Grippe-
Impfstoff bereitzustellen", sagte Stöhr. (...)"

Der IMPF-REPORTer: Na, das werden die anwesenden Vertreter der 11
Pharmakonzerne sehr gerne gehört haben. Die Grippeimpfung ist ja
besonders deshalb ein sehr lukrativer Markt, weil sie jährlich wie-
derholt werden muss und die eingesetzten Labortests immer wieder
Veränderungen der Zusammensetzung der Influenzaviren anzeigen, an
die man die Impfstoffe anpassen muss. So baut die "Infektionspoli-
tik" der WHO nahezu ausschließlich auf Impfstoffe auf, obwohl nie-
mand die Frage beantworten kann, welche Faktoren letztlich über
eine Infektion bzw. die Schwere der Erkrankung verantwortlich sind.
Eine Forschung in dieser Richtung und daraus folgende Aufklärung
der Bevölkerung hätte vermutlich keinen guten Einfluss auf die
Impfstoffumsätze...


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[08] Studie: Massentierhaltung ist Nährboden für Krankheiten
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Quelle:
DPA-Meldung auf www.krankenkassen.de vom 15. Nov. 2004
http://www.krankenkassen.de/frameset.php?page=%2Fdpa.php%3Fid%3D306
86%26PHPSESSID%3D93036a820b40736bc96eae131e00121a

Studie: Massentierhaltung ist Nährboden für Krankheiten

"Bonn (dpa) - Die Massentierhaltung birgt Tierschützern zufolge
zunehmend hohe Krankheitsrisiken für Mensch und Tier. Die inzwi-
schen weltweit verbreitete landwirtschaftliche Massentierhaltung
sei ein "Sprungbrett" für Krankheiten wie Vogelgrippe, den Rinder-
wahnsinn BSE und das unter anderem bei Schweinen gefundene Nipah-
Virus, erläuterte die Welttierschutzgesellschaft (WSPA) am Montag
in Bonn. Einen entsprechenden Bericht will die WSPA in dieser Woche
auf einer Konferenz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Mexiko
vorlegen. (...)"

Der IMPF-REPORTer: Achten Sie mal bei Meldungen über Vogelgrippe
und anderen Tierseuchen darauf, wie oft die nicht artgerechte Hal-
tung incl. naturbelassenen Futtersund sanfter Medikation als die
wahre Ursache für Seuchen unter den Nutztieren thematisiert wird.
Die Mikroben zu bekämpfen, die sich in der Folge solcher Zustände
vermehren, ist als würde man im Auto die Ölleuchte rausschrauben,
wenn sie leuchtet.

--> Weitere interessante Artikel zum Thema Massentierhaltung:
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/12/0,1872,2046412,00.html
http://www.vetline.de/nachrichten/aktuelles/weihnachtsessen_tierqua
elerei.htm


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[09] Impressum
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Der impf-report newsletter ist ein in unregelmäßigen Abständen er-
scheinender E-mail-Rundbrief von Eltern für Eltern. Alle Texte ohne
Gewähr. Irrtum und Schreibfehler vorbehalten. Wir fordern unsere
Leser ausdrücklich auf, keiner in diesem Rundbrief aufgestellten
Behauptung kritiklos zu glauben, sondern jede Aussage, sei es pro
oder contra Impfen, sorgfältig zu prüfen! Die Redaktion übernimmt
keinerlei Verantwortung für die Folgen gesundheitlicher Entschei-
dungen, die sich auf diese Publikation berufen. Bitte ziehen Sie
immer rechtzeitig einen Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens zu
Rate.

Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Hans U. P. Tolzin

Redaktionelle Mitarbeiter: Hans U. P. Tolzin, Angelika Kögel-Schauz
und andere

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