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                          Der IMPF-REPORT
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Unabhängiger Nachrichtendienst rund ums Impfen  Ausgabe Nr. 42/2004
Von Eltern für Eltern                                  6. Okt. 2004
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[01] Erste Berichte vom "Tag der Impfaufklärung"
[02] "Arznei-Telegramm" lehnt allgemeine Windpockenimpfung ab
[03] Warnung vor Desinformation bei Windpockenimpfstoff Varivax
[04] Tod nach Impfung: Vater Alan Yurko jetzt vor Gericht entlastet
[05] Begriffserklärungen
[06] Impressum


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[01] Erste Berichte und Fotos vom "Tag der Impfaufklärung"
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Vom Tag der Impfaufklärung am 18. September liegen aus einigen
Städten jetzt die ersten Berichte und Fotos vor:
http://www.impf-report.de/aktionstag/berichte

Den aktuellen Stand der Unterschriftenaktion "Augsburger Appell"
finden Sie auf http://www.augsburger-appell.de


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[02] "Arznei-Telegramm" lehnt allgemeine Windpockenimpfung ab
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Quelle:
arznei-telegramm 2004; Jg.35, Nr.8, 20. Aug. 2004
http://www.arznei-telegramm.de

ALLE KLEINKINDER GEGEN WINDPOCKEN IMPFEN?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat im Juli ihren Impfkalender
aktualisiert und empfiehlt neuerdings, alle 11 bis 14 Monate alten
Säuglinge und Kleinkinder gegen Windpocken zu impfen.

Auch die so genannte "Catch-up"-Impfung für ungeimpfte und bisher
nicht an Varizellen erkrankte 12- bis 15-Jährige, bislang Indikati-
onsimpfung* und damit vor allem Risikogruppen vorbehalten, wird zur
Regelimpfung und auf 9-bis 17-Jährige ausgeweitet. (1) Die STIKO
erwartet, dass mit sinkender Morbidität* auch die Rate an Komplika-
tionen und Hospitalisierungen sowie die Kosten abnehmen. (2)

Zeitgleich mit der neuen Empfehlung kommt mit VARIVAX ein weiterer
Lebendimpfstoff auf den Markt Mit dem bereits seit 1984 zugelasse-
nen VARILRIX stellen damit zwei attenuierte* Windpockenvakzine* zur
Verfügung.
(...)

--> Windpocken (Varizellen) sind eine üblicherweise im Kindesalter
auftretende, in der Regel harmlos verlaufende Viruserkrankung.

--> Mit der Impfung (VARILRIX, VARIVAX) lässt sich die Erkrankungs-
zahl deutlich senken oder der Verlauf mildern. Ein Einfluss auf die
Häufigkeit von Krankenhausbehandlungen und Todesfällen ist jedoch
nicht belegt

--> Die Dauer des Impfschutzes bleibt offen, ebenso die Notwendig-
keit einer Auffrischimpfung. Windpockenausbrüche unter Geimpften
sind beschrieben.

--> Ebenfalls ungeklärt sind die Folgen einer verbreiteten Impfung
für Ungeimpfte: Der Infektionszeitpunkt könnte sich auf das Erwach-
senenalter verschieben mit dem Risiko einer höheren Komplikations-
rate. Bereits Infizierte könnten vermehrt an Herpes zoster erkran-
ken, da ihre Immunität nicht mehr durch Wildvirus geboostert wird.

--> Die vorgelegten Kosten-Nutzen-Berechnungen sind unseres Erach-
tens unseriös, da sowohl die Komplikations- und Mortalitätsraten
als auch die angenommene Impfrate von 85% zu hoch angesetzt sind.

--> Wir lehnen die neuerdings empfohlene Impfung aller gesunden
Kleinkinder gegen Windpocken bei der jetzigen Datenlage ab. Die
Immunisierung sollte - wie bisher - Risikogruppen vorbehalten blei-
ben.


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[03] Warnung vor Desinformation bei Windpockenimpfstoff Varivax
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Quelle:
arznei-telegramm 2004, Jg.35, Nr. 9, 10. Sept. 2004
http://www.arznei-telegramm.de

Vorsicht Desinformation

Unseriöse Werbung für Windpockenimpfstoff Varivax

"Geben Sie Windpocken keine Chance", wirbt Aventis Pasteur MSD und
verweist auf eine "Inzidenz schwerer Verläufe bei hospitalisierten
Kindern bis 16 Jahren" von 8,5/100.000. (1) Dass es zu der zitier-
ten Arbeit ein Erratum* (2) gibt, in dem die Häufigkeit auf ein
Zehntel (0,85/100.000) korrigiert wird, ist der Firma offenbar
entgangen. Auch die "Fakten für Deutschland", (1) die offensicht-
lich dazu dienen sollen, dass die an sich harmlosen Varizellen als
bedrohliche Krankheit wahrgenommen werden, beruhen auf unseriösen
Daten und fragwürdigen Hochrechnungen. Zuverlässige Zahlen gibt es
für Deutschland wegen der fehlenden Meldepflicht für Windpocken
nicht (a-t 2004; 35: 80-1). (...)"


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[04] Tod nach Impfung: Vater Alan Yurko jetzt vor Gericht entlastet
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(IR) Alan Yurko ist der international wohl bekannteste Fall eines
Vaters, der trotz eines engen zeitlichem Zusammenhangs mit einer
vorausgegangenen Impfung wegen angeblichem Säuglingsmord verurteilt
wurde. Nun ergab kürzlich eine gerichtliche Anhörung eine unzurei-
chende Beweislage für die Schuld Yurkos: Der Arzt, der den im We-
sentlichen zur Verurteilung führenden Autopsiebericht verfasst
hatte, wurde laut Yurkos Webseite bereits im Februar 2004 in einem
Disziplinarverfahren in den Ruhestand entlassen, Patienten darf er
fortan keine mehr behandeln. Der Grund dafür waren gravierende
Mängel in besagtem Autopsiebericht. Z.B. hatte er in seinem Bericht
die Untersuchung von Organen angegeben, die dem Säugling bereits
vorher als Spenderorgane entnommen worden waren, also gar nicht
mehr verfügbar waren.

Beobachter berichten, dass die Anklagevertreter mit jedem Verhand-
lungstag aggressiver den Zeugen gegenüber waren und die Befragung
durch die Verteidigung fortlaufend durch Einsprüche zu unterbrechen
suchten. Einige Zeugen waren zumindest zeitweise auch sichtlich
irritiert. Yurko wurde dennoch am letzten Verhandlungstag des Mor-
des freigesprochen und in die Freiheit entlassen.

Auf eine Wiederaufnahme seines Falles und auch die Aufhebung der
Totschlag-Verurteilung hatte er verzichtet, nachdem ihm die Anklage
damit gedroht hatte, ein neues Verfahren gegen ihn anzustreben. Ein
Erfolg wäre zwar mehr als fraglich, jedoch wäre Yurko dadurch mind.
2 weitere Jahre in Haft gewesen.

Doch die Freiheit Yurkos währte auch so nicht lange. Aufgrund einer
früheren Verurteilung ist er bereits wieder in Haft. Es sei eine
Jugendsünde gewesen, die er inzwischen sehr bedaure, heißt es auf
seiner Webseite. Um welches Vergehen es damals genau gegangen war,
ist nicht ganz klar. Laut der Yurkos Webseite handelt es sich um
ein Eigentumsdelikt. Einen Beweis für ein Gewaltverbrechen, wie im
Internet teilweise behauptet, war indes nicht aufzufinden.

Yurko war 1997 trotz Bewährungsauflage zu seiner damaligen Freundin
(und jetzigen Frau) gefahren, um ihr in ihrer sehr schwer verlau-
fenden Schwangerschaft beizustehen.

Die erneute Verhaftung kam die Familie Yurko und ihre Anwälte über-
raschend, heißt es auf Yurkos Webseite. Es sei ihnen versichert
worden, dass es in der Bewährungssache keine weitere Strafverfol-
gung mehr geben würde.

Die Geschichte Alan Yurkos auf Deutsch:
(die ursprüngliche Quelle des Textes ist der AEGIS-IMPULS, Ausgabe
9/2002, www.aegis.ch)
www.peaceproject.de/modules.php?name=News&file=article&sid=137

Die Webseite von Alan Yurko:
http://www.freeyurko.bizland.com

Die kürzliche Anhörung vor Gericht:
http://www.freeyurko.bizland.com/hearingupdates.html

Entlastendes medizinisches Gutachten:
http://www.freeyurko.bizland.com/albayati1.html

Die teilweise sehr kontrovers geführte Diskussion zum Fall Yurko im
Impfforum:
http://f24.parsimony.net/forum55247/messages/18008.htm
http://f24.parsimony.net/forum55247/messages/18282.htm
http://f24.parsimony.net/forum55247/messages/18289.htm
http://f24.parsimony.net/forum55247/messages/18362.htm


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05 *Begriffserklärungen
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ATTENUIEREN: Abschwächen von Viren
BOOSTERN: Auffrischen
EPIDEMIOLOGIE: Lehre von der Häufigkeit und Verteilung von
Krankheiten
ERRATUM: Fehlerliste
GANGLIEN: Nervenknoten, Anhäufung von Nervenzellen
GESPONSORT: Finanziert
HEPATITIS: Gelbsucht, eine Erkrankung der Leber
HERPES ZOSTER: Gürtelrose, ein oft sehr schmerzhafter Ausschlag
IMMUNDEFEKT: Störung der normalen Widerstandsfähigkeit des Körpers
IMMUNKOMPETENT: widerstandsfähig gegen Erkrankungen
INDIKATIONSIMPFUNG: Impfung aus einem bestimmten Anlass, z.B. bei
Frauen mit Kinderwunsch, die noch keine Röteln hatten.
INVASIV: eindringend
INZIDENZ: Anzahl neuer Erkrankungsfälle
KONGENITALES VARIZELLEN-SYNDROM: kongenital = angeboren; Varizellen
= Windpocken; Syndrom = Zusammenfassung von Symptomen
LÄSIONEN: Störung einer Funktion oder erkranktes Gewebe
MENINGEALE: die Hirnhaut (und die Rückenmarkhaut) betreffend
MONOVALENT: Impfstoff gegen nur eine Infektionskrankheit
MORBIDITÄT: Erkrankungsrate
MYOKARDITIS: Entzündung des Herzmuskels
NEPHRITIS: Entzündung der Niere
OTITIS MEDIA: Mittelohrentzündung
PÄDIATRIE: Kinderheilkunde
PERINATAL: die Zeit um die Geburt betreffend
PERSISTIEREN: fortbestehend
PROSPEKTIV: voraussichtlich
RETROSPEKTIV: rückblickend
VAKZINE: Impfstoff
VARIZELLEN: Windpocken
VARIZELLEN-PNEUMONIE: Pneumonie = Lungenentzündung
SERONEGATIV: kein Nachweis von Antikörpern im Blut
SPINAL: das Rückenmark bzw. die Wirbelsäule betreffend
SUPERINFEKTION: erneute Infektion mit gleichem Erreger nach bereits
bestehendem Erstinfekt
ZEREBELLÄRE ATAXIE: Kleinhirnbedingte unkontrollierte Bewegungen
ZNS-MANIFESTATIONEN: sichtbare Erkrankung des zentralen Nervensys-
tems
ZOSTER: Gürtelrose


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[06] Impressum
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Der IMPF-REPORT ist ein in unregelmäßigen Abständen erscheinender
E-mail-Rundbrief von Eltern für Eltern. Alle Texte ohne Gewähr.
Irrtum und Schreibfehler vorbehalten. Wir fordern unsere Leser aus-
drücklich auf, keiner in diesem Rundbrief aufgestellten Behauptung
kritiklos zu glauben, sondern jede Aussage, sei es pro oder contra
Impfen, sorgfältig zu prüfen! Die Redaktion übernimmt keinerlei
Verantwortung für die Folgen gesundheitlicher Entscheidungen, die
sich auf diese Publikation berufen. Bitte ziehen Sie immer recht-
zeitig einen Arzt oder Heilpraktiker Ihres Vertrauens zu Rate.

Herausgeber und verantwortlicher Redakteur: Hans U. P. Tolzin

Redaktionelle Mitarbeiter: Hans U. P. Tolzin, Angelika Kögel-Schauz
und andere

Adresse:
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