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                       Der IMPF-REPORT
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Unabhängiger Nachrichtendienst rund ums Impfen Von Eltern für Eltern
31. Okt. 2002                                         Ausgabe Nr. 14
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INHALT:

[1] Editorial
[2] Aufklärung oder Werbung? 1. Deutscher Impftag am 6. November
[3] Rubriken
[4] Impressum


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[1] Editorial
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Liebe Leser,

für den 6. November hat der Berufsverband der Kinder- und Jugendärz-
te mit massiver Unterstützung der Pharmaindustrie den „1. Deutschen
Impftag" ausgerufen. Den Familien soll die Impfung so schmackhaft
wie möglich gemacht werden, viele Aktionen sind geplant, natürlich
enorme Medienpräsenz und evt. wird auch Ihr Kinderarzt eine besonde-
re Impfveranstaltung zu diesem Termin anbieten.

AEGIS Deutschland e.V., eine der aktivsten impfkritischen Elternver-
einigungen im deutschsprachigen Raum, ruft impfkritisch eingestellte
Eltern dazu auf, das Angebot der Information und Beratung anzunehmen
und den beratenden Ärzten Fragen zu den Angaben in den Beipackzet-
teln und den Beweisen für die Wirksamkeit und Unschädlichkeit der
Impfungen zu stellen.

Vielleicht können Sie anderen anwesenden Eltern Ihre eigenen Erfah-
rungen mitteilen oder gar Informationsmaterial, das nicht von wirt-
schaftlichen Interessen geprägt ist, bei der Gelegenheit an Interes-
senten verteilen.

Bitte tun Sie diese Möglichkeit der Aktivität wahr. Wenn es Ihnen
nicht leicht fällt, verabreden Sie sich doch einfach mit anderen
Eltern und gehen Sie gemeinsam.

AEGIS würde sich sehr freuen, wenn Sie Ihre Erfahrungen mit dem
„Deutschen Impftag" Qualität der Impfberatung an untenstehende Ad-
resse einsenden.

Herzliche Grüße
Ihr
Hans Tolzin


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[2] Aufklärung oder Werbung? 1. Deutscher Impftag am 6. November
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1. Deutscher Impftag am 6. November 2002
"Impfen schützt von Anfang an"

Zum 6. November 2002 gibt der Berufsverband der Kinder- und Jugend-
ärzte e. V. (bvkj), in finanzieller Unterstützung der Impfstoffher-
steller Aventis Pasteur MSD Impfstoffe fürs Leben, Chiron Behring,
GlaxoSmithKline und Wyeth, den Startschuss zu einem neuen, sich
jährlich wiederholenden Deutschen Impftag.

Für alle Kinder- und Jugendärzte, die sich tatkräftig engagieren
wollen, wurde dafür ein "Service-Paket" in Zusammenarbeit der Firma
Circle Comm, Agentur für Gesundheitskommunikation, bereitgestellt.
Dieses beinhaltet neben Werbeplakaten, Werbehandzettel und Infoflyer
zum Impftag auch einen Leitfaden zur begleitenden Pressearbeit und
einen Aktionsplaner, inkl. allen notwendigen Vorlagen, Dokumenten,
Aufklebern usw., vorgefertigte Presseerklärungen und wertvolle Tipps
zur effektiven Gestaltung von Veranstaltungen.

Eine solche Veranstaltung, könnte nach den Vorschlägen des bvkj etwa
so aussehen: Die Praxis wird werbewirksam ausgestattet und sinngemäß
unterteilt. Es könnte einen Raum für Information der Eltern geben,
einen für Kinderbetreuung, ein Raum mit Leseecke und Computertermi-
nal, das jedoch nur offline geschaltete, ausgewählte Internetseiten
zugänglich machen soll. Auch eine Diashow oder Fotoausstellung mit
Motiven von kranken Patienten mit typischen sichtbaren Symptomen und
Hautausschlägen, Erregern usw. wird als wirksamer Bestandteil einer
Veranstaltung vorgeschlagen. Wird der vom bvkj vorgegebene Vortrag
abgehalten, wird den Ärzten u. a. empfohlen, von Krankheit geschä-
digte Personen zum Vortrag einzuladen, um für die anwesenden Eltern
ein Schlüsselerlebnis darzustellen. Neben den üblichen Impfspielen
wie "Puppe und Teddy gehen zum Impfen" (und bekommen dann, wie die
tapferen Impflinge an diesem Tag selbst, eine Urkunde), findet man
im Aktionsplaner den Vorschlag beim Kinderschminken neben bunten
Schmetterlingen und Tigern auch z. B. einen "grässlichen Ausschlag"
zu kreieren (!) Der Phantasie der Veranstalter seien jedoch keine
Grenzen gesetzt - "Je interessanter das Angebot, desto größer die
Wirkung" - Medizin im Jahrmarktsrausch?

Der bvkj wünscht damit eine nachhaltige Wirkung in der Bevölkerung
zu erzielen und Erwachsene, Eltern, Kinder und Jugendliche zum Imp-
fen zu mobilisieren. Gleichzeitig würde die Position des Kinder- und
Jugendarztes durch eine Spezialisierung gegen die Allgemeinärzte
abgegrenzt werden und die veranstaltenden Ärzte würden z. B. durch
eigene Impfveranstaltungen in der Praxis eine wirkungsvolle Möglich-
keit für "Eigenwerbung und Profilierung" (!) erhalten. Neben einem
solchen "Alleingang" wird den interessierten Ärzten vorgeschlagen
auch in Zusammenarbeit mit z. B. Apotheken, Schulen, Kindergärten,
Sportvereinen, Jugendtreffs usw. Veranstaltungen zur organisieren,
Institutionen also, deren Auftrag nicht mit dem bewerben einer medi-
zinischen Prophylaxemaßnahme zu vereinbaren ist.

Als wichtiger Anteil am Erfolg wird die Medienarbeit gesehen, auch
hier gibt das Service-Paket Tipps, Informationen und Vorlagen für
den effektiven Umgang mit Journalisten und den entsprechenden Me-
dien. Die in der Praxis ausliegenden Feedbackbögen zur Veranstaltung
sollen ausgewertet und die Aktion medientechnisch längere Zeit nach-
wirken. Es stellt sich nur die Frage, weshalb der Aufwand, wenn in
der Vorlage des Nachberichtes bereits jetzt von dem Feststellen gro-
ßer Impflücken in der Bevölkerung gesprochen wird und man sich über
eine rege Teilnahme usw. erfreut hat?

Was kann jeder einzelne für einen gelungenen 1. Deutschen Impftag
tun?

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e. V. hat angekündigt,
auf seiner Internetseite (www.kinderaerzte-im-netz.de) einen Veran-
staltungskalender zu schalten, auf dem sich die "Verbraucher" (Zi-
tat!) informieren können, wo in der Nähe Veranstaltungen stattfin-
den.

Eine rege Teilnahme ist erwünscht, deshalb: zeigen Sie Ihr Interesse
an einer objektiven Aufklärung über Impfungen. Sollte nicht jeder
dort hingehen und sich informieren? Wenn eine Impfentscheidung be-
reits gefallen ist, oder sich bereits ein Impfschaden in der Familie
aufgetreten ist, findet sich hier nicht auch eine gute Möglichkeit
ein "Schlüsselerlebnis" für andere Eltern hervorzurufen? Stellen Sie
die Fragen, die bisher von Ihrem Arzt oder den Behörden nicht oder
ausweichend beantwortet wurden. Man kann sich erkundigen, ob die
Sponsoren dieser Aktion tatsächlich vier große Impfstoffhersteller
sind. Geben Sie auf Feedbackbögen Ihre Meinung ab! Nehmen Sie Ihre
Eindrücke mit nach Hause und teilen Sie diese über zahlreiche Leser-
briefe zu den Nachberichten in der lokalen Presse der Bevölkerung
mit. Damit wird zu regen Teilnahme beigetragen und die Notwendigkeit
einer fundierten Aufklärung bewusst. Auch wir freuen uns über Ihre
zahlreichen Erfahrungsberichte.

Was es sonst noch dazu zu sagen gibt?

Die Firma Circle Comm stellt sich auf ihrer Internetseite
(www.circlecomm.de) als erfolgreiche Marketing-Agentur dar, die be-
reits zahlreiche Projekte und Kampagnen mit namhaften Kunden zu ih-
ren Erfahrungen und Referenzen zählt. An erster Stelle der Referen-
zen/Partner-Liste: Aventis Pasteur MSD, aber auch Glaxo Wellcome
GmbH, Ciba Geigy GmbH und andere bekannte Pharmakonzerne sind im
Kundenstamm von Circle Comm anzutreffen. Verfolgt man die darge-
stellten Praxisbeispiele, stellt man fest, daß die Agentur Erfahrung
mit PR-Aktionen natürlich auch im Impfsektor hat. So zum Beispiel
eine Aktion "Kooperation mit Schulen und lokalen Tageszeitungen als
Teil einer Aufklärungskampagne für Jugendliche zur Hepatitis B".
Unter den Punkten "Strategie" und "Umsetzung" ist nachzulesen, wie
professionell Werbeagentur arbeitet, um die Wünsche ihrer Auftragge-
ber zu erfüllen. Man bindet das Thema Hepatitis B und Schutzimpfun-
gen in ein attraktives Rahmenprojekt (Journalismus) ein und regt
somit die Jugendlichen an, die man sonst eher schwer erreichen kann,
sich intensiver mit dem Thema auseinander zu setzen.

Gleichzeitig wirken die Jugendlichen als Multiplikatoren in ihrem
Umfeld (Schülerzeitung), das durch die Einbindung einer Regionalzei-
tung um ein vielfaches vergrößert wird. Selbstverständlich werden
den Schülern dazu "vielfältige Hintergrundinformationen" und Recher-
chemöglichkeiten zur Verfügung gestellt!

Diese beschriebenen Argumentations- und Vorgehensweisen liegen fern-
ab von dem eigentlichen Ziel, die Bevölkerung objektiv aufzuklären
und damit die Grundlagen für eine individuelle Entscheidung zum
Schutze ihrer Gesundheit zu stellen. Wer übernimmt die Verantwortung
für mögliche gesundheitliche Schäden die aufgrund solcher Werbeakti-
onen entstehen können? Herr Prof. Dr. Sieghart Dittmann, stellv.
Vorsitzender der Ständigen Impfkommission am Robert-Koch-Institut,
räumt in einem Artikel im Bundesgesundheitsblatt ("Risiko des Imp-
fens und das noch größere Risiko nicht geimpft zu sein", 2002,
45:316-322) ein, daß gegenwärtig zum Teil noch ungenügendes Wissen
auf dem Gebiet der Ursachenzusammenhänge (S. 318) und weltweit noch
erheblicher Nachholbedarf besteht, wenn es um die Erfassung auch von
sehr seltenen und evtl. verzögert auftretenden Impfnebenwirkungen
nach Impfstoffeinführung geht (S. 321). Wird die Bevölkerung über-
haupt über alle Tatsachen und ihre obliegende Verantwortung aufge-
klärt?

Der 1. Deutsche Impftag wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Circle
Comm, zu deren geschätzten Kunden u. a. auch Impfstoffhersteller
zählen, vom Berufsverband für Kinder- und Jugendärzte e. V. ausgeru-
fen. Entsprechend den an Ärzte versendeten Unterlagen wünscht man
sich eine mit Marketingmethoden durchorganisierte Veranstaltung zur
Beeinflussung der Bevölkerung. Objektive, freie Aufklärung zu einer
individuellen Entscheidungsfindung erscheint nicht gewünscht. Infor-
mationsmaterial, Broschüren, kleine Geschenke, ja sogar die Praxis-
dekoration wird empfohlen bei den Impfstoffherstellern anzufordern.
Da in den Unterlagen, welche die Ärzte vom bvkj erhalten, tatsäch-
lich von Eigenwerbung und werbewirksamen Effekten gesprochen wird,
bewegt sich hier der veranstaltende Arzt auf rechtlich dünnem Boden.
In Deutschland ist Werbung für Arztpraxen weitestgehend untersagt.
Die Verantwortung für die durchgeführte Veranstaltung trägt - neben
den noch übrig gebliebenen Kosten und dem Aufwand - der Arzt selbst.
Ist das der (veranstaltenden) Ärzteschaft bewußt?

Quellen:
Service-Paket des Berufsverbandes der Kinder und Jugendärzte e. V.:
- Anschreiben, unterzeichnet von Dr. Klaus Gritz
- Aktionsplaner, Leitfaden für Events und Veranstaltungen zum 1.
Deutschen Impftag
- Pressearbeit, Leitfaden zur begleitenden Pressearbeit von Events
und Veranstaltungen
Internetseite www.circlecomm.de

Artikel aus Infoschrift 4/2002 AEGIS Deutschland e. V.,
Siehe auch: http://www.impfkritik.de/dateien/impftag.pdf

AEGIS Deutschland e.V.
Postfach 1205, 85066 Eichstätt
http://www.aegis-deutschland.de
info@aegis.deutschland.de


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[3] Rubriken
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Herausgeber und verantwortlicher Redakteur:
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